Lohnt es sich, 2026 noch schnell Riester abzuschließen?

Kostenlose Beratung anfragen
Kostenloses, unverbindliches Gespräch mit einem Berater aus unserem unabhängigen Netzwerk von 1.000+ geprüften Beratern.
Die Status-quo-Analyse: Was sich mit dem Altersvorsorgereformgesetz ab 2027 ändert
Für die breit gefächerte Mehrheit der Sparer lohnt sich ein überstürzter Riester-Neuabschluss vor dem Jahresende 2026 nicht mehr. Das zum 1. Januar 2027 in Kraft tretende Altersvorsorgedepot bietet dank entfallener Garantiepflichten und ertragsstarker Kapitalmarktorientierung deutlich höhere Renditechancen bei flexiblerer staatlicher Förderung. Ein Taktik-Abschluss in letzter Minute ist lediglich in spezifischen Ausnahmefällen erwägenswert, etwa wenn eine strikte Beitragsgarantie von 100 Prozent persönliche Voraussetzung ist oder sehr individuelle Zulagenkonstellationen vorliegen.
Rechtlicher Fahrplan und das Ende des Riester-Neugeschäfts
Mit dem Gesetz zur Reform der steuerlich geförderten privaten Altersvorsorge stellt der Gesetzgeber die Weichen für einen grundlegenden Systemwechsel[1]. Nach dem Beschluss des Deutschen Bundestages und der Zustimmung des Bundesrates im Mai 2026 endet das klassische Riester-Neugeschäft am 31. Dezember 2026 unwiderruflich. Für alle bis zu diesem Stichtag abgeschlossenen Verträge greift jedoch ein rechtlich verankerter, unbefristeter Bestandsschutz[2]. Das bedeutet, dass bestehende Verträge wie gewohnt weiterbespart und staatlich gefördert werden können, ohne dass ein automatischer Wechselzwang besteht.
- Start zum 1. Januar 2027: Ab diesem Stichtag löst das Altersvorsorgedepot die bisherige Riester-Systematik als primäres gefördertes Vorsorgeinstrument ab.
- Ende des Neugeschäfts: Ab dem 1. Januar 2027 dürfen Finanzdienstleister keine neuen Riester-Verträge mehr vertreiben.
- Unbefristeter Bestandsschutz: Altverträge behalten ihre vereinbarten Garantieerklärungen und Zulagenansprüche dauerhaft.
Dieser rechtliche Rahmen stellt Sparer vor eine Richtungsentscheidung. Vor dem Stichtag gilt es sorgfältig abzuwägen, ob die starre Beitragsgarantie der alten Welt zu den persönlichen Zielen passt oder ob das Abwarten auf das Altersvorsorgedepot den rentableren Weg darstellt.
Das neue Förderkonzept: Zulagenstruktur und Flexibilität im Vergleich
Das gesetzlich geplante Fördermodell ab 2027 stellt eine grundlegende Vereinfachung gegenüber der bisherigen Riester-Logik dar[2]. Das traditionelle Riester-System fordert zur Erlangung der starren Grundzulage von 175 Euro einen Eigenbeitrag von genau 4 Prozent des rentenversicherungspflichtigen Vorjahresbruttoeinkommens abzüglich Zulagen. Beim neuen Altersvorsorgedepot berechnet sich die staatliche Zulage hingegen direkt als prozentualer Zuschlag auf die eigene Einzahlung. Für jeden eingezahlten Euro gewährt der Staat eine Grundzulage von 30 Cent, was einer Förderung von 30 Prozent entspricht, bis zu einem Höchsteinzahlungsbetrag von 1.800 Euro im Jahr. Daraus errechnet sich eine maximale staatliche Grundzulage von 540 Euro jährlich[2]. Gleichzeitig ermöglicht der pauschale Mindesteigenbeitrag von nur 120 Euro pro Jahr einen hürdenfreien Einstieg.
Vergleich der Förderlogik und Auswirkungen auf Einkommensgruppen
| Kriterium | Bisheriges Riester-System | Neues Altersvorsorgedepot (ab 2027) |
|---|---|---|
| Grundzulage | 175 € starr pro Jahr | Bis zu 540 € pro Jahr (30 % Förderung bis 1.800 € Einzahlung) |
| Mindesteigenbeitrag | 4 % des Vorjahresbruttos abzüglich Zulagen | 120 € pro Jahr pauschal |
| Kinderzulage | 300 € je Kind bzw. 185 € für vor 2008 Geborene | Bis zu 300 € je Kind (25 % Zuschlag auf Einzahlungen) |
| Anlageform & Garantien | Starre 100 % Bruttobeitragsgarantie | Wählbare Garantienstufen oder reine Depot-Anlage |
Diese veränderte Förderstruktur wirkt sich differenziert auf unterschiedliche Sparergruppen aus. Für Geringverdiener sowie Familien bringt das neue Modell eine deutlich höhere Transparenz und Förderquote bei kleineren Beiträgen, da der aufwendige Abgleich mit dem Vorjahresbrutto entfällt. Gutverdiener profitieren weiterhin von der steuerlichen Abzugsfähigkeit im Rahmen der Sonderausgabenprüfungen. Für Sparer, die einen Riester-Wechsel oder Last-Minute-Abschluss prüfen, zeigt sich: Ein Neuabschluss vor 2027 bindet Kapital dauerhaft an starre Garantien und oft hohe Verwaltungskosten, während das Altersvorsorgedepot Flexibilität mit renditestarken Kapitalmarktanlagen kombiniert. Über das Vorsorgewissen Informationsportal stellen wir Ihnen dazu alle quellenbasierten Entscheidungsgrundlagen bereit. (Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.)
Garantiezwang versus Renditechance: Das Kernargument gegen den Last-Minute-Riester
Die gesetzliche Verpflichtung zur 100-Prozent-Beitragsgarantie gilt als der zentrale Schwachpunkt der klassischen Riester-Rente. Um die Garantie zum Renteneintritt jederzeit abzusichern, müssen Produktanbieter große Teile des Kapitals in zinsstarke, aber ertragsarme Rentenpapiere oder Deckungsstöcke umschichten[2]. In Niedrigzinsphasen führt dieser Garantiezwang häufig zu einem sogenannten Cash-Lock: Das Vorsorgekapital wird dauerhaft aus dem Aktienmarkt herausgenommen und verbleibt ohne nennenswerte Renditechancen. Wer 2026 noch kurzfristig einen traditionellen Vertrag abschließt, bindet sich an diese ertragshemmende Struktur.
Mit der Einführung des neuen Vorsorgeprodukts entfällt das starre Garantiekorsett. Das Altersvorsorgedepot erlaubt Anlegern eine ungekürzte Aktienquote von bis zu 100 Prozent in breit gestreute ETF-Sparpläne. Welchen Unterschied die geänderten Vorgaben für Ihre Rendite bedeuten, zeigt die folgende Übersicht:
- Klassischer Riester: Gesetzlich vorgegebene 100-Prozent-Garantie erzwingt eine hohe Umschichtung in festverzinsliche Anleihen und beschränkt die Aktienquote massiv.
- Neues Altersvorsorgedepot: Wahlfreiheit bei Garantien (0 %, 80 % oder 100 %), wodurch das Kapitalmarktwachstum über Jahrzehnte voll genutzt werden kann.
- Kostenwirkung: Hohe Abschluss- und Verwaltungskosten traditioneller Policen reduzieren die Nettorendite zusätzlich, während kostengünstige ETF-Depots die Belastung minimieren.
- Renditepotenzial: Das bewusste Eingehen von Marktschwankungen ermöglicht historisch höhere Erträge zum Beginn der Auszahlungsphase.
Zusätzlich belasten die Effektivkosten herkömmlicher Riester-Versicherungen das angesparte Kapital erheblich. Oft fließen mehrere Prozentpunkte der jährlichen Erträge in die Tilgung von Abschluss- und Vertriebskosten. Wer auf die Riester-Garantie verzichtet und stattdessen ab 2027 auf ein kostengünstiges Altersvorsorgedepot setzt, vermeidet diese strukturelle Ertragsbremse und sichert sich die volle Dynamik des weltweiten Kapitalmarkts.
Ausnahmesituationen: Für wen sich ein Riester-Abschluss vor 2027 noch lohnen kann
Obwohl für die breite Mehrheit der Sparer das Abwarten auf das neue Altersvorsorgedepot ab 2027 die renditestärkere Wahl darstellt, existieren gezielte Nischenkonstellationen, in denen ein Last-Minute-Riester-Abschluss im Jahr 2026 betriebswirtschaftlich begründet ist. Wer vor dem Stichtag einen Vertrag unterzeichnet, sichert sich den gesetzlichen Bestandsschutz nach den Vorgaben des Bundesfinanzministeriums[2]. Das bedeutet, dass die bisherigen Garantie- und Zulagenregeln unverändert bis zum Renteneintritt fortgeführt werden können.
Garantiebedarf und hohe Zulagenquote als Hauptkriterien
Ein nachträglicher Abschluss im Jahr 2026 bleibt primär für zwei Zielgruppen prüfenswert. Zum einen betrifft dies Sparer mit einem kompromisslosen Sicherheitsbedürfnis, die einen 100-prozentigen nominalen Erhalt der eingezahlten Beiträge verlangen. Da das kommende Altersvorsorgedepot auf reduzierte oder flexible Garantien setzt, bietet der klassische Riester-Vertrag diesen Beitragsgarantie-Schutz auf Vertragsdauer. Zum anderen profitieren Alleinerziehende sowie Familien mit geringem Einkommen von der bisherigen Regelung: Wer lediglich 4 Prozent des rentenversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens als Eigenbeitrag aufwendet, erhält im Gegenzug die vollen staatlichen Grund- und Kinderzulagen. Für kleine Einkommen entsteht dadurch eine extrem hohe Förderquote. Hinweis: Das Rechenbeispiel dient der Veranschaulichung; keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.
- Sparer mit strikter Präferenz für nominalen Kapitalerhalt: Sicherung der gesetzlichen 100-Prozent-Beitragsgarantie vor dem Systemwechsel.
- Geringverdiener mit Kindern: Maximale Zulagenrendite bei minimalem Eigenaufwand über das bewährte 4-Prozent-System.
- Sicherheitsorientierte Bestandskunden: Erhalt der gewohnten Rentenfaktor-Garantien ohne Kursschwankungsrisiko.
Für die Mehrheit der Sparer zahlt sich die höhere Renditechance des neuen Altersvorsorgedepots aus. Ob eine Ausnahmesituation für Geringverdiener vorliegt, bereiten wir transparent im Vorsorgewissen Informationsportal auf.
Einfluss der Berufs- und Lebenssituation: Angestellte, Familien und Selbständige
Die Vorteilhaftigkeit eines Last-Minute-Riester-Abschlusses vor dem Jahreswechsel hängt maßgeblich von Ihrer beruflichen und familiären Lebenssituation ab. Während das traditionelle Riester-System eng an die Pflichtversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung gekoppelt war, weitet die Reform der geförderten privaten Altersvorsorge den Kreis der Förderberechtigten ab 2027 historisch aus[2]. Über unser Vorsorgewissen Informationsportal analysieren wir die strategischen Handlungsoptionen für die einzelnen Zielgruppen.
- Selbständige und Freiberufler: Erhalten ab 2027 erstmals vollen Zugang zur staatlich geförderten privaten Altersvorsorge ohne Bindung an starre Garantieprodukte.
- Berufseinsteiger unter 25 Jahren: Profitieren beim Start im Altersvorsorgedepot von einem staatlichen Einsteigerbonus von 200 Euro zusätzlich zur regulären Grundförderung.
- Angestellte und Familien: Können bestehende Riester-Verträge fortführen oder ab 2027 das Altersvorsorgedepot flexibel für den Vermögensaufbau nutzen.
Für die rund 4 Millionen Selbstständigen und Freiberufler in Deutschland bringt die Reform eine grundlegende Neuerung: Sie waren vom klassischen Riester-Sparen weitgehend ausgeschlossen, sofern keine Pflichtversicherung vorlag. Ein übereilter Abschluss vor der Deadline ist für diese Gruppe weder möglich noch sinnvoll, da das ab 2027 verfügbare Altersvorsorgedepot erstmals flexible, chancenorientierte ETF-Sparpläne mit staatlichen Zulagen kombiniert. Auch für junge Sparer unter 25 Jahren ist das Abwarten attraktiv: Der gesetzliche Einsteigerbonus von 200 Euro erhöht das Anfangskapital im neuen Depot direkt zum Start.
Für bestehende Riester-Sparer und angestellte Familienväter oder -mütter stellt sich die Lage differenziert dar. Wer bereits einen Vertrag mit hoher Garantieverzinsung oder signifikanten Kinderzulagen hält, muss vor 2027 nichts überstürzen. Der Gesetzgeber sieht einen vollständigen Bestandsschutz für Altverträge vor[2]. Ein Neuabschluss in letzter Minute lohnt sich für Angestellte meist nur dann, wenn ein hohes Sicherheitsbedürfnis mit einer 100-Prozent-Beitragsgarantie besteht. In allen anderen Konstellationen bietet der spätere Einstieg in das Altersvorsorgedepot durch niedrigere Effektivkosten und höhere Rentabilitätschancen die wirtschaftlich überlegene Alternative. Bitte beachten Sie: Alle Berechnungen und Modellrechnungen dienen der Veranschaulichung und stellen keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG dar.
Vertragswechsel und Bestandsschutz: Was mit alten und 2026 geschlossenen Verträgen passiert
Wer vor 2027 einen Riester-Vertrag abgeschlossen hat – auch noch im Jahr 2026 –, genießt nach den Vorgaben des Bundesfinanzministeriums umfassenden Bestandsschutz[2]. Sie müssen Verträge keineswegs kündigen oder übereilt auflösen. Das Gesetz garantiert Ihnen die Fortführung aller bestehenden Vereinbarungen mit der gewohnten steuerlichen Förderung und der vereinbarten Beitragsgarantie. Gleichzeitig erhalten Sie ab 2027 ein gesetzliches Optionsrecht: Sie können Ihr gefördertes Kapital steuerneutral in das neue Altersvorsorgedepot übertragen oder in die neue Förderlogik wechseln, ohne dass dies als schädliche Verwendung gewertet wird.
Die drei Handlungsoptionen für Bestandsverträge im Überblick
- Fortführung des Altvertrags: Sie besparen Ihren bestehenden Riester-Vertrag unverändert weiter und erhalten die bisherigen Zulagen sowie den vollen Garantieschutz.
- Wechsel in die neue Förderung: Sie behalten den Vertrag bei Ihrem bisherigen Anbieter, stellen aber ab 2027 auf die neue Zulagen- und Förderstruktur um.
- Übertragung in ein Altersvorsorgedepot: Sie übertragen das bisher angesparte Kapital vollständig in ein neues Altersvorsorgedepot und nutzen dort die höheren Renditechancen des Kapitalmarkts.
Bei einer Kapitalübertragung ist die gesetzliche Begrenzung für Wechselkosten entscheidend, damit der bestehende Vermögensstamm nicht geschmälert wird. Da eine schädliche Verwendung beim regulären Systemwechsel ausgeschlossen ist, bleiben sämtliche bereits gewährten staatlichen Zulagen und Steuervorteile vollständig erhalten. Wenn Sie Ihren Riester-Vertrag behalten möchten, bleibt Ihre Beitragsgarantie zu 100 Prozent gesichert. Ein Wechsel bietet sich vor allem dann an, wenn eine längere Restlaufzeit eine stärkere Ausrichtung auf den Aktienmarkt erlaubt.
Entscheidungsmatrix: In 4 Schritten zur richtigen Wahl vor Jahresende
Um vor dem Jahreswechsel eine fundierte Wahl zwischen einem sofortigen Riester-Abschluss und dem Abwarten auf das Jahr 2027 zu treffen, empfehlen wir eine strukturierte Bestandsaufnahme. Zwar garantiert das Bundesfinanzministerium für Altverträge einen vollumfänglichen Bestandsschutz[2], doch führt ein übereilter Vertragsabschluss oft zu jahrelangen Abschlusskosten. Mit unserer vierstufigen Entscheidungsmatrix prüfen Sie sachlich, welcher Weg zu Ihrem Profil passt, bevor Sie sich festlegen.
Die 4 Prüfkriterien für Ihre Entscheidung
- Beitragsgarantie vs. Renditechance: Legen Sie strengen Wert auf eine 100-prozentige nominale Garantie Ihres eingezahlten Kapitals, bietet der traditionelle Riester-Vertrag diesen Schutz, allerdings zu Lasten der Rendite. Wenn Sie hingegen ertragsstarke Kapitalmarktanlagen bevorzugen, ist das kommende Altersvorsorgedepot das geeignetere Instrument.
- Restlaufzeit bis zum Renteneintritt: Bei einem Anlagehorizont von mehr als 15 Jahren wiegt der Zinseszins-Effekt ungehemmter ETF-Investments deutlich schwerer als Garantieversprechen. Bei sehr kurzer Restlaufzeit unter 10 Jahren kann der Garantieerhalt eines Altvertrags Sicherheit bieten.
- Monatliche Sparrate und Einkommen: Das Altersvorsorgedepot gewährt hohe Flexibilität ohne starre Mindesteinzahlungsregeln. Riester erfordert stets exakt 4 Prozent des beitragspflichtigen Vorjahreseinkommens für die volle Zulagenförderung.
- Abschlusskosten und Flexibilität: Ein Neuabschluss vor dem Stichtag tilgt in den ersten fünf Jahren vorrangig Abschluss- und Vertriebskosten. Wer abwartet, vermeidet diese Kostenbelastung und bleibt für flexible Depotlösungen ab 2027 frei.
Lassen Sie sich vor der Frist nicht von künstlichem Vertriebsdruck verunsichern. Eine sorgfältige Gegenüberstellung schützt Sie vor übereilten Bindungen und sichert Ihnen die optimale Förderung. Hinweis: Sämtliche Modellrechnungen dienen der reinen Orientierung. Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.
Fachliche Beratung oder Selbstentscheidung: Die passenden nächsten Schritte
Gleichgültig, ob Sie die Einführung des neuen Systems im Jahr 2027 abwarten oder Ihre bestehenden Riester-Verträge neu bewerten: Die Vorbereitung der eigenen Finanzstrategie erfordert klare, geordnete Schritte. Wir begleiten Sie auf diesem Weg mit zwei vollkommen gleichwertigen Ansätzen, die sich exakt an Ihren persönlichen Präferenzen ausrichten. Die Vorgaben des Bundesministeriums der Finanzen garantieren dabei verlässliche Rahmenbedingungen für die geförderte Vorsorge[2].
Drei Schritte zur Vorbereitung auf den Systemwechsel
- Digitaler Weg für Selbstentscheider: Wenn Sie Ihre Altersvorsorge eigenverantwortlich über günstige Portfolios und ETFs strukturieren möchten, benötigen Sie transparente Kriterien. Unser Kriteriengestützter Anbietervergleich hilft Ihnen, Neobroker sowie Depotanbieter hinsichtlich Handelskosten, Produktpalette und Schnittstellen zur staatlichen Zulagenverwaltung neutral zu vergleichen.
- Fachliche Begleitung bei komplexen Konstellationen: Bei mehreren Altverträgen, Unklarheiten zur optimalen Aufteilung von Kinderzulagen oder individuellen Steuerfragen bietet eine persönliche Beratung die nötige Sicherheit. Über unsere Unabhängige Beratungsvermittlung vermitteln wir Sie an qualifizierte, neutrale Finanzberater, die Ihre Vermögenssituation ganzheitlich prüfen.
- Sorgfältige Zusammenstellung Ihrer Dokumente: Unabhängig von Ihrem gewählten Pfad sollten Sie Ihre Vorsorgeunterlagen frühzeitig ordnen. Dazu gehören die jährlichen Standmitteilungen Ihrer Riester-Verträge, Zulagenanträge sowie Nachweise über bisher erhaltene staatliche Boni. Dies vereinfacht eine spätere Übertragung oder Beitragsfreistellung zum Start des neuen Systems erheblich.
Ob Sie Ihre Anlagestrategie lieber eigenständig im digitalen Raum umsetzen oder im persönlichen Dialog vertiefen: Die Abwägung zwischen App oder persönliche Beratung richtet sich stets nach Ihrem individuellen Orientierungsbedürfnis. Ergänzend stehen Ihnen unser Förderrechner Altersvorsorgedepot für präzise Modellrechnungen sowie das Vorsorgewissen Informationsportal zur vertiefenden Lektüre zur Verfügung.
Häufig gestellte Fragen
- Kann man 2026 noch einen Riester-Vertrag abschließen?
- Ja, bis zum 31. Dezember 2026 können Verträge nach bisherigem Recht abgeschlossen werden. Diese Verträge genießen zeitlich unbegrenzten Bestandsschutz. Ab dem 1. Januar 2027 ist der Neuzugang für die alte Riester-Förderung geschlossen, und neue Verträge werden nach der reformierten Systematik des Altersvorsorgereformgesetzes geführt.
- Welche Vorteile bietet das Altersvorsorgedepot gegenüber Riester?
- Das Altersvorsorgedepot verzichtet auf den bisherigen Zwang zu einer 100-Prozent-Beitragsgarantie. Dadurch können Sparer ihr Kapital in ertragsstärkere ETFs und Aktienfonds investieren. Zudem gilt eine vereinfachte Zulagenlogik, bei der bei 1.800 Euro Eigenbeitrag bis zu 540 Euro Grundzulage erreicht werden können.
- Für wen lohnt sich ein Riester-Abschluss vor 2027 noch?
- Ein Abschluss vor dem Stichtag kann für Personen sinnvoll sein, die zwingend eine nominale Kapitalgarantie wünschen oder als Geringverdiener beziehungsweise Alleinerziehende mit Kindern mit einem minimalen Eigenbeitrag von 60 Euro pro Jahr die bisherigen vollen Zulagen ausschöpfen können.
- Was passiert mit bestehenden Riester-Verträgen ab 2027?
- Bestehende Riester-Verträge laufen unverändert weiter. Inhaber haben das Wahlrecht, den Vertrag wie gewohnt fortzuführen, die Beitragszahlung einzustellen oder ab 2027 das vorhandene Kapital in ein neues Altersvorsorgedepot zu übertragen. Ein automatischer Zwangsumstieg findet nicht statt.
- Sind Selbständige beim neuen Altersvorsorgedepot förderberechtigt?
- Ja, rund 4 Millionen Selbständige und Freiberufler erhalten ab dem 1. Januar 2027 erstmals Zugang zur staatlich geförderten privaten Altersvorsorge. Sie waren im bisherigen Riester-System weitgehend ausgeschlossen und profitieren künftig von den gleichen Zulagen wie Angestellte.
- Wie hoch ist der Mindestbeitrag beim Altersvorsorgedepot ab 2027?
- Der gesetzliche Mindesteigenbeitrag für die volle prozentuale Förderung beträgt ab 2 Euro pro Jahr (10 Euro pro Monat). Damit wird der bisherige Riester-Sockelbetrag von 60 Euro pro Jahr abgelöst
Quellen
- [1]bundesregierung.de
- [2]bundesfinanzministerium.de
- []Altersvorsorgedepot: App oder persönliche Beratung?
- []Für wen lohnt sich das Altersvorsorgedepot?
- []Lohnt sich das Altersvorsorgedepot?
- []Das neue Altersvorsorgedepot 2027: Die Vorsorge-Revolution für Geringverdiener
- []Lohnt sich das Altersvorsorgedepot für junge Leute?
- []Riester-Rente behalten oder zum Altersvorsorgedepot wechseln
- []Riester-Garantie aufgeben: Lohnt sich das Altersvorsorgedepot?
- []Sind Selbstständige beim Altersvorsorgedepot förderberechtigt?
- []Soll ich von Riester zum Altersvorsorgedepot wechseln?
- []Was kostet der Wechsel von Riester zum Altersvorsorgedepot
Kostenlose Beratung anfragen
Kostenlos & unverbindlich. Beratung durch einen Berater aus unserem unabhängigen Netzwerk von 1.000+ geprüften Beratern.
