Soll ich von Riester zum Altersvorsorgedepot wechseln?

Riester oder AVD – was passt zu dir?
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Die Riester-Reform 2027: Was ändert sich für bestehende Verträge?
Ob sich ein Wechsel von Riester zum Altersvorsorgedepot lohnt, hängt von drei Faktoren ab: Ihrem Alter, Ihrem Sicherheitsbedürfnis bei der Beitragsgarantie und den Kosten Ihres Altvertrags. Für jüngere, renditeorientierte Sparer mit teuren Riester-Verträgen spricht vieles dafür; bei kurzer Restlaufzeit oder hoher Sicherheitspräferenz seltener.
Gesetzlicher Bestandsschutz für Altverträge
Die wichtigste Nachricht vorweg: Niemand wird gezwungen, seinen Riester-Vertrag aufzulösen. Für alle bestehenden Verträge gilt ein gesetzlicher Bestandsschutz, sodass Sie Ihre private Altersvorsorge unverändert weiterführen können. Das bedeutet, dass Sie Ihre gewohnten staatlichen Zulagen und steuerlichen Vorteile behalten, sofern Sie die vertraglichen Bedingungen weiterhin erfüllen. Ein automatischer Wechsel findet nicht statt. Dennoch markiert der 1. Januar 2027 einen historischen Neuanfang in der geförderten privaten Altersvorsorge in Deutschland, da ab diesem Zeitpunkt das neue Altersvorsorgedepot zur Verfügung steht, das auf die starre hundertprozentige Beitragsgarantie verzichtet und somit ganz neue Renditechancen eröffnet[1].
- Beitragsgarantie: Während die klassische Riester-Rente eine vollständige Garantie der eingezahlten Beiträge vorschreibt, erlaubt das Altersvorsorgedepot den Verzicht auf Garantien zugunsten höherer Aktienquoten.
- Anlageoptionen: Das neue Depot ermöglicht eine freie und renditestarke Anlage in ETFs und Aktien, während Riester-Mittel oft in teuren, konservativen Rentenversicherungen gebunden sind.
- Kostenstruktur: Klassische Riester-Verträge sind häufig durch hohe Verwaltungs- und Abschlussgebühren belastet, wohingegen moderne Depotlösungen meist deutlich kostengünstiger ausfallen.
Dieser grundlegende Systemwechsel führt dazu, dass rund zehn Millionen aktive Riester-Sparer vor der Entscheidung stehen, ob sie ihre Verträge beibehalten oder übertragen wollen. Ein Wechsel ist gesetzlich ab 2027 möglich, wobei das angesparte Kapital direkt übertragen werden kann. Um herauszufinden, ob sich dieser Schritt für Sie individuell lohnt, können Sie fundierte Berechnungen anstellen. Nutzen Sie dafür unseren Förderrechner Altersvorsorgedepot, um die potenzielle Ersparnis und Renditeentwicklung transparent zu simulieren, oder informieren Sie sich ausführlich in unserem Ratgeber zum Altersvorsorgedepot.
Die wichtigste Frage: Wer sollte wechseln und wer sollte bleiben?
Ob sich ein Wechsel von der klassischen Riester-Rente zum neuen Altersvorsorgedepot ab 2027 für Sie lohnt, hängt im Wesentlichen von Ihrem Alter, Ihrem Garantiebedürfnis und den Kosten Ihres aktuellen Vertrags ab. Für jüngere, renditeorientierte Sparer mit langer Restlaufzeit bietet das neue Depot erhebliche Vorteile, während ältere Sparer oder sehr sicherheitsorientierte Personen den Verbleib im Riester-System prüfen sollten. Eine pauschale Empfehlung gibt es nicht, weshalb eine individuelle Analyse unerlässlich ist.
Für junge Sparer mit einer langen Ansparphase von über 15 Jahren stehen die Renditechancen im Vordergrund. Da das Altersvorsorgedepot keinen starren Garantievorgaben unterliegt, kann Ihr Kapital gewinnbringend in weltweite ETFs fließen. Für ältere Sparer hingegen, die kurz vor dem Renteneintritt stehen, ist der Verbleib oft die sicherere Wahl, da die verbleibende Zeit zu kurz ist, um eventuelle Marktschwankungen auszugleichen. Wer stark sicherheitsorientiert ist, behält die klassische Riester-Rente wegen der 100-Prozent-Beitragsgarantie, nimmt dafür jedoch die historisch niedrige Rendite und hohe Vertragsgebühren in Kauf.
| Kriterium | Wechsel zum Altersvorsorgedepot | Verbleib in der Riester-Rente |
|---|---|---|
| Restlaufzeit | Sehr vorteilhaft bei langer Laufzeit (über 15 Jahre), da hohe Renditechancen durch ETFs. | Vorteilhaft bei kurzer Laufzeit (unter 10 Jahre), um bestehendes Kapital abzusichern. |
| Garantiebedarf | Verzicht auf Beitragsgarantien ermöglicht eine höhere Rendite im Aktienmarkt. | 100-Prozent-Beitragsgarantie schützt das eingezahlte Kapital vollständig vor Verlusten. |
| Kostenstruktur | Deutlich geringere Gebühren durch Depotführung bei modernen Brokern. | Oft hohe jährliche Gebühren, die die staatlichen Zulagen teilweise aufzehren. |
Bei einem Wechsel ist zudem der gesetzliche Rahmen entscheidend. Für die Übertragung des Kapitals darf der alte Anbieter in den ersten fünf Jahren maximal 150 Euro Wechselgebühr verlangen, danach ist der Transfer kostenfrei[1]. Wer unsicher ist, kann den Förderrechner Altersvorsorgedepot nutzen, um den finanziellen Unterschied auf Basis des eigenen Riester-Guthabens genau zu simulieren. Für eine fundierte Entscheidung stehen Ihnen unser Vorsorgewissen Informationsportal sowie eine persönliche Unabhängige Beratungsvermittlung zur Seite.
Hinweis zur Entscheidungsfindung: Die hier dargestellten Vergleiche dienen der allgemeinen Orientierung und stellen keine Anlageberatung im Sinne des Paragrafen 1 Absatz 1a Nummer 1a KWG dar.
Beitragsgarantie vs. Renditechancen: Das Sicherheits-Dilemma gelöst
Die herkömmliche Riester-Rente ist gesetzlich an eine starre 100-Prozent-Beitragsgarantie gebunden. Was auf den ersten Blick nach einem verlässlichen Schutz klingt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung oft als Renditebremse. Um den Erhalt aller eingezahlten Beiträge zum Rentenbeginn zu garantieren, müssen Anbieter erhebliche Teile des Kapitals in risikoarme, aber extrem zinsarme Wertpapiere investieren. Besonders in Phasen niedriger Zinsen führt dies dazu, dass kaum Geld in renditestarke Aktien oder ETFs fließen kann. Viele Riester-Sparer verzeichnen dadurch real, also nach Abzug der Inflation, einen Kaufkraftverlust.
- Klassischer Riester: Verpflichtende Beitragsgarantie von 100 Prozent, was die Aktienquote stark einschränkt.
- Gefördertes Garantieprodukt: Flexible Absicherung von wahlweise 80 oder 100 Prozent der eingezahlten Beiträge.
- Altersvorsorgedepot: Verzicht auf Beitragsgarantien zugunsten einer unbegrenzten Aktien- und ETF-Quote für maximale Renditechancen.
Mehr Flexibilität und der langfristige Zinseszinseffekt
Mit der für das Jahr 2027 geplanten Reform der privaten Altersvorsorge löst die Bundesregierung dieses starre Sicherheits-Dilemma auf. Bürgerinnen und Bürger erhalten fortan die Freiheit, selbst zu entscheiden, wie viel Absicherung sie benötigen[1]. Das neue Altersvorsorgedepot verzichtet komplett auf Mindestgarantien, wodurch Ihr Kapital zu 100 Prozent in global gestreute ETFs fließen kann. Auf diese Weise profitieren Sie über lange Laufzeiten uneingeschränkt vom Zinseszinseffekt. Für sicherheitsorientierte Sparer stehen parallel geförderte Garantieprodukte mit einer Absicherung von 80 oder 100 Prozent zur Verfügung[2]. Über unser Vorsorgewissen Informationsportal können Sie die mathematischen Unterschiede im Detail nachvollziehen. Ob sich ein Wechsel für Sie lohnt, lässt sich zudem direkt über den Förderrechner Altersvorsorgedepot für Ihre persönliche Situation ermitteln.
Der Wechselprozess: So funktioniert die Kapitalübertragung ab 2027
Der Wechsel von einem bestehenden Riester-Vertrag in das neue Altersvorsorgedepot ist ab dem Jahr 2027 gesetzlich geregelt. Viele Sparer scheuen den Schritt, weil sie bürokratische Hürden oder finanzielle Verluste befürchten. Die Reform schafft hier jedoch klare und verbraucherfreundliche Rahmenbedingungen für den gesamten Übertragungsprozess. Mit dem Förderrechner Altersvorsorgedepot können Sie die finanziellen Auswirkungen eines solchen Wechsels für Ihre persönliche Situation vorab präzise kalkulieren.
Zulagen bleiben steuerfrei erhalten
Die wichtigste Nachricht für Riester-Sparer lautet: Bei einer Kapitalübertragung bleibt die staatliche Förderung in vollem Umfang erhalten. Sämtliche in der Vergangenheit erhaltene Zulagen und steuerliche Vergünstigungen sind geschützt und müssen im Zuge des Wechsels nicht an den Staat zurückgezahlt werden. Zudem ist die Übertragung des gesamten Guthabens auf das neue Altersvorsorgedepot steuerfrei, sodass beim Wechsel keine Kapitalertragsteuer oder sonstige Abgaben anfallen[1]. Das Kapital arbeitet nahtlos im neuen, renditestärkeren Depot weiter.
Gesetzlicher Kostendeckel von maximal 150 Euro
Um Sparer vor überhöhten Gebühren der Alt-Anbieter zu schützen, greift ab 2027 ein gesetzlicher Wechselkosten-Deckel. Wenn Sie Ihr Riester-Kapital übertragen möchten, darf der abgebende Anbieter in den ersten fünf Jahren nach Vertragsabschluss maximal 150 Euro an Wechselgebühren in Rechnung stellen[1]. Ab dem sechsten Vertragsjahr ist der Wechsel für Sie sogar komplett kostenfrei. Der annehmende Anbieter darf für die Einrichtung des neuen Altersvorsorgedepots ebenfalls eine einmalige Verwaltungspauschale von höchstens 150 Euro verlangen.
- Altvertrag analysieren: Prüfen Sie den aktuellen Kontostand Ihres Riester-Vertrags sowie die laufenden Effektivkosten, um eine fundierte Entscheidung zu treffen.
- Depot eröffnen: Wählen Sie einen passenden Anbieter für Ihr neues Altersvorsorgedepot - nutzen Sie dafür am besten das Tool Kriteriengestützter Anbietervergleich - und eröffnen Sie das Depot.
- Übertrag beauftragen: Stellen Sie beim neuen Anbieter einen Wechselantrag. Dieser übernimmt die formelle Abwicklung und fordert das Kapital steuerfrei beim alten Anbieter an.
Hinweis: Alle Berechnungen und Vergleiche dienen der allgemeinen Information. Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.
Kostenvergleich: Riester-Gebühren vs. Depotkosten im Altersvorsorgedepot
Ein entscheidendes Kriterium bei der Frage, ob Sie Ihren Riester-Vertrag fortführen oder in das neue Altersvorsorgedepot wechseln sollten, ist die Gebührenstruktur. Klassische Riester-Rentenversicherungen weisen oft erhebliche Abschluss- und Verwaltungskosten auf. Laut einer Auswertung des gemeinnützigen Analysehauses Finanzwende fließt bei einem durchschnittlichen Riester-Vertrag nahezu jeder vierte eingezahlte Euro in die Kosten, in der Spitze sind es sogar 38 von 100 Euro von Beitrag und Zulagen[3]. Diese Gebühren mindern den Anteil Ihres Ersparten, der tatsächlich für Sie verzinst wird. Hinweis: Dies ist eine vergleichende Kostenübersicht; es handelt sich um keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.
Kosteneffizienz durch Neobroker und ETFs
Das Altersvorsorgedepot ermöglicht es Ihnen, Ihr Altersvorsorgevermögen über kostengünstige Neobroker in breit gestreute ETFs anzulegen. Während die Effektivkostenquote bei Riester-Rentenversicherungen durch Abschlusskosten, Vertriebsgebühren und teure aktiv gemanagte Fonds oft über 1,5 % bis 2,5 % pro Jahr liegt, lassen sich ETF-Sparpläne in einem Depot bereits für Gesamtkosten von weit unter 0,5 % pro Jahr realisieren. Dieser kleine Unterschied entfaltet über eine Laufzeit von mehreren Jahrzehnten durch den Zinseszinseffekt eine enorme Wirkung auf Ihr voraussichtliches Endkapital. Um die genauen Auswirkungen für Ihren Vertrag zu ermitteln, können Sie den Förderrechner Altersvorsorgedepot auf unserem Portal nutzen.
Wechselkosten und finanzielle Hürden
Ein Wechsel ist mit einem gesetzlichen Wechselkostendeckel versehen. Wenn Sie Ihren Altvertrag übertragen, dürfen Ihnen maximal 150 Euro vor Ablauf von 5 Jahren berechnet werden; danach ist der Wechsel in der Regel kostenfrei. In unserem Vorsorgewissen Informationsportal erfahren Sie im Detail, wie Sie die Übertragung Ihres bestehenden Kapitals ohne steuerliche Nachteile oder den Verlust Ihrer Zulagenhistorie beantragen können.
| Kostenart | Klassischer Riester-Vertrag | Altersvorsorgedepot (Neobroker / ETF) |
|---|---|---|
| Abschlussgebühren | Bis zu 2,5 % der gesamten Beitragssumme | In der Regel keine (0,00 %) |
| Verwaltungskosten | Hohe jährliche Fix- und prozentuale Gebühren | Sehr geringe Depotgebühren |
| Fondskosten | Aktiv gemanagte Fonds (oft 1,5 % bis 2,5 % p.a.) | Günstige ETFs (meist 0,10 % bis 0,25 % p.a.) |
| Wechselgebühren | Sehr unterschiedlich, teilweise intransparent | Gesetzlicher Deckel von maximal 150 Euro |
Wann sich das Behalten des Riester-Vertrags ausnahmsweise lohnen kann
Obwohl das neue Altersvorsorgedepot ab 2027 deutlich flexiblere Anlagemöglichkeiten bietet, existiert für bestehende Riester-Verträge ein umfassender Bestandsschutz. Ein automatischer Wechsel ist keineswegs immer die wirtschaftlich sinnvollste Entscheidung. In bestimmten Konstellationen weisen Altverträge finanzielle oder strukturelle Merkmale auf, die durch die neue Anlageform nicht ohne Weiteres kompensiert werden können. Bevor Sie eine Entscheidung treffen, sollten Sie daher genau prüfen, ob Ihr Vertrag zu den Ausnahmefällen gehört, in denen ein Verbleib im alten System vorteilhaft ist.
- Hochverzinstes Altguthaben: Riester-Rentenversicherungen, die in den Anfangsjahren ab 2002 abgeschlossen wurden, garantieren teilweise einen Rechnungszins von bis zu 3,25 Prozent. Dieser Garantiezins wirkt über die gesamte Ansparphase hinweg und bleibt auch in der Rentenphase erhalten. Bei einem Wechsel in ein Altersvorsorgedepot geht dieser vertragliche Anspruch sowie gegebenenfalls die Schlussüberschussbeteiligung unwiederbringlich verloren[4].
- Maximale Kinderzulagen bei geringem Eigenbeitrag: Wenn Sie eine hohe Anzahl an kindergeldberechtigten Kindern haben, können die staatlichen Zulagen den Großteil Ihrer Sparrate ausmachen, während Ihr eigener Mindesteigenbeitrag minimal bleibt. Da die Förderung im neuen Altersvorsorgedepot prozentual an den eigenen Beitrag gekoppelt wird, kann das alte System in solchen spezifischen Familienkonstellationen eine höhere Förderquote bieten[4].
- Kurze Restlaufzeit bis zum Rentenbeginn: Stehen Sie kurz vor dem Ruhestand, verbleibt der Aktienanlage im Depot kaum Zeit, um Schwankungen an den Kapitalmärkten auszugeleichen. Zudem ist in alten Verträgen oft ein vorteilhafter Rentenfaktor festgeschrieben, der die Höhe der lebenslangen Rente pro 10.000 Euro Guthaben sichert. Neuere Produkte weisen aufgrund der gestiegenen Lebenserwartung meist deutlich niedrigere Rentenfaktoren auf[4].
Da ein Wechsel in das neue System unwiderruflich ist, empfiehlt sich eine präzise mathematische Gegenüberstellung der beiden Optionen[4]. Über das Vorsorgewissen Informationsportal stellen wir detaillierte Analysen zu den gesetzlichen Übergangsregeln bereit, um Ihnen eine fundierte Entscheidung zu ermöglichen. Zusätzlich können Sie den Förderrechner Altersvorsorgedepot nutzen, um Ihr bestehendes Riester-Guthaben und Ihre Zulagenhistorie den voraussichtlichen Erträgen des Depots gegenüberzustellen. Sollte Ihr Fall besonders komplex sein, steht Ihnen unsere Unabhängige Beratungsvermittlung zur Verfügung, um ein persönliches Gespräch mit lizenzierten Experten zu vereinbaren. Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.
Berechnungshilfe: Ermitteln Sie Ihren individuellen Wechsel-Vorteil
Da die persönliche finanzielle Situation, das Eintrittsalter und die bestehenden Riester-Konditionen stark variieren, gibt es keine pauschale Empfehlung für oder gegen eine Übertragung. Um Licht in diese komplexe Fragestellung zu bringen, haben wir für Sie ein interaktives Analysetool entwickelt. Mit dem Förderrechner Altersvorsorgedepot können Sie Ihren potenziellen Kapitalschub durch einen Wechsel exakt berechnen. Das Tool stellt die langfristige Wertentwicklung Ihres bestehenden Riester-Vertrags den Prognosen eines neuen, kostengünstigeren Altersvorsorgedepots gegenüber, sodass Sie eine belastbare Grundlage für Ihre Altersvorsorge erhalten.
Der integrierte Rechner führt eine transparente Jahr-für-Jahr-Hochrechnung durch, die neben Ihren Eigenbeiträgen und staatlichen Zulagen auch den entscheidenden Gebühren-Impact berücksichtigt. Ein bestehender Riester-Vertrag kann auf das neue Altersvorsorgedepot übertragen werden, wobei für das übertragene Guthaben dann die neuen steuerlichen Regeln gelten[1]. Unser Tool kalkuliert hierbei auch das gesetzlich gedeckelte Wechselentgelt ein, welches in den ersten fünf Jahren auf maximal 150 Euro begrenzt ist und danach komplett entfällt. Dadurch ermittelt die Software präzise den sogenannten Break-even-Punkt, ab dem sich der Wechsel für Sie finanziell lohnt.
- Gegenüberstellung des vorhandenen Riester-Bestandskapitals mit den zukünftigen Depotprognosen
- Echtzeit-Berechnung des Einflusses von Produktkosten auf Ihr Endkapital mittels eines interaktiven Gebühren-Sliders
- Individuelle Berücksichtigung Ihrer persönlichen Zulagenberechtigungen wie Grund-, Kinder- und Berufseinsteigerzulagen
- Berechnung des Net Present Value (NPV) zur Ermittlung des exakten finanziellen Vorteils über die verbleibende Laufzeit
Durch diese fundierte Gegenüberstellung erhalten Sie eine quellenbasierte, neutrale und rein sachliche Entscheidungshilfe. Ergänzend dazu bietet Ihnen unser Vorsorgewissen Informationsportal detaillierte Hintergrundberichte und Ratgeber zu den gesetzlichen Rahmenbedingungen der Altersvorsorgereform. Falls Ihre persönliche Vertragskonstellation komplexer sein sollte, vermitteln wir Ihnen über unsere Unabhängige Beratungsvermittlung qualifizierte und lizenzierte Beratungspartner, die Sie auf Ihrem Weg begleiten und offene Detailfragen im persönlichen Gespräch klären können.
Wichtiger Hinweis: Alle Berechnungen, Projektionen und Vergleiche, die mit unseren digitalen Tools durchgeführt werden, dienen ausschließlich der allgemeinen Orientierung und sind rein illustrativer Natur. Sie stellen keine Anlageberatung, Steuerberatung oder rechtsgeschäftliche Empfehlung dar (Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG).
Entscheidungshilfe: Selbst entscheiden oder unabhängig beraten lassen?
Die Entscheidung für den passenden Weg zur privaten Altersvorsorge hängt stark von Ihren individuellen Vorkenntnissen und Ihrem persönlichen Sicherheitsbedürfnis ab. Das neue Altersvorsorgedepot bietet im Vergleich zur klassischen Riester-Rente deutlich flexiblere Anlagemöglichkeiten am Kapitalmarkt, bringt jedoch auch neue Eigenverantwortung mit sich[5]. Um dieser Komplexität gerecht zu werden, bietet das Vorsorgewissen Informationsportal zwei gleichwertige, transparente Wege an: den direkten, eigenständigen Weg für Selbstentscheider oder die gezielte Absicherung durch eine professionelle Begleitung.
Der eigenständige Weg für Selbstentscheider
Wenn Sie bereits Erfahrung mit ETFs oder Aktien haben und Ihre Altersvorsorge eigenverantwortlich steuern möchten, ist der selbstbestimmte Weg optimal. Hierfür steht Ihnen das Tool Kriteriengestützter Anbietervergleich zur Verfügung. Diese Funktion ermöglicht es Ihnen, unterschiedliche Depotanbieter und Neobroker nach objektiven Qualitätsmerkmalen und Gebührenstrukturen zu filtern und direkt das passende Produkt auszuwählen. Sie verzichten dabei bewusst auf eine persönliche Beratung, sparen dadurch jedoch potenzielle Vertriebskosten und behalten die volle Kontrolle über Ihre Anlagestrategie.
Der Vorteil einer persönlichen, neutralen Beratung
Für viele Riester-Sparer ist die Entscheidung über einen Wechsel komplex, da steuerliche Effekte, bestehende Garantien und individuelle Familienkonstellationen berücksichtigt werden müssen[1]. In solchen Fällen bietet die Unabhängige Beratungsvermittlung eine verlässliche Unterstützung. Sie vermittelt Ihnen den direkten Kontakt zu lizenzierten, neutralen Experten, die Ihre persönliche Situation im Detail analysieren und eine fundierte Empfehlung aussprechen.
- Komplexe Vertragshistorien: Wenn Ihr Riester-Altvertrag komplizierte Sonderregelungen oder hohe Guthaben aufweist.
- Individueller Beratungsbedarf: Wenn Sie eine maßgeschneiderte steuerliche Einwertung Ihrer Förderansprüche wünschen.
- Geringes Vorwissen: Wenn Sie sich beim selbstständigen Handel mit Wertpapieren unsicher fühlen und professionelle Absicherung bevorzugen.
- Sicherheitspräferenz: Wenn Sie die Risiken des Kapitalmarkts im Detail mit einem unabhängigen Experten abwägen möchten.
Egal ob Sie Ihre Vorsorge eigenständig mit dem Tool Kriteriengestützter Anbietervergleich organisieren oder den sicheren Weg über die Unabhängige Beratungsvermittlung wählen: Unser Ziel ist es, Ihnen die nötige Orientierung zu geben. Nutzen Sie als ersten Schritt auch unseren Förderrechner Altersvorsorgedepot, um sich einen ersten Überblick über Ihre potenziellen Vorteile und staatlichen Zuschüsse zu verschaffen.
Häufig gestellte Fragen
- Kann ich mein Riester-Guthaben steuerfrei in das Altersvorsorgedepot übertragen?
- Ja, nach dem Entwurf des Bundesfinanzministeriums (BMF) zur Reform der privaten Altersvorsorge können Sie Ihr angespartes Riester-Guthaben ab 2027 steuerfrei und ohne Verlust der bisher erhaltenen staatlichen Zulagen in ein staatlich gefördertes Altersvorsorgedepot übertragen. Der Wechsel ist somit steuerneutral.
- Wie hoch sind die Kosten für einen Wechsel von Riester zum Altersvorsorgedepot?
- Die Gebühren für die Übertragung Ihres Riester-Vertrags zum neuen Altersvorsorgedepot sind gesetzlich gedeckelt. Die Wechselkosten für den Übertrag des angesparten Kapitals dürfen laut Reform-Eckpunkten maximal 150 Euro betragen, was die Hürden für den Wechsel deutlich senkt.
- Muss ich meinen Riester-Vertrag kündigen, wenn ich nicht wechseln möchte?
- Nein, Sie müssen Ihren Vertrag nicht kündigen. Für bestehende Riester-Verträge gilt ein umfassender gesetzlicher Bestandsschutz. Sie können Ihren Riester-Vertrag unverändert mit der bisherigen Fördersystematik und den alten Konditionen weiterführen.
- Gehen meine alten Riester-Zulagen verloren, wenn ich in das Altersvorsorgedepot wechsle?
- Nein, bei einem regulären Übertrag des Kapitals in ein Altersvorsorgedepot bleiben alle bisher erhaltenen staatlichen Zulagen (Grundzulage, Kinderzulage) vollumfänglich erhalten. Ein Verlust der Zulagen droht nur bei einer schädlichen Verwendung, also einer vorzeitigen regulären Kündigung mit Auszahlung auf Ihr privates Bankkonto.
- Lohnt sich der Wechsel zum Altersvorsorgedepot auch für Familien mit vielen Kindern?
- Dies muss individuell berechnet werden. Riester-Verträge sind aufgrund der hohen Kinderzulagen bei geringem Eigenbeitrag oft hoch gefördert. Da das neue Altersvorsorgedepot ab 2027 jedoch deutlich bessere Renditechancen durch den Verzicht auf starre Beitragsgarantien und geringere Gebühren bietet, kann sich der Wechsel selbst für Familien mit Kindern lohnen. Nutzen Sie hierfür den Förderrechner Altersvorsorgedepot.
- Kann ich den Wechsel vom Altersvorsorgedepot zurück zu Riester rückgängig machen?
- Nein, ein Wechsel von Ihrem bestehenden Riester-Vertrag in das neue Altersvorsorgedepot ist unumkehrbar. Sobald das Kapital übertragen wurde, gelten dauerhaft die Bedingungen des Altersvorsorgedepots. Daher ist eine sorgfältige Abwägung im Vorfeld ratsam.
Quellen
Riester oder AVD – was passt zu dir?
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