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Für wen lohnt sich das Altersvorsorgedepot?

Porträtfoto von Tilman Freyenhagen, Geschäftsführer und Gesellschafter der Alsterspree Verlag GmbH

Aktualisiert am · Geschäftsführer & Gesellschafter der Alsterspree Verlag GmbH

Eine moderne, stilisierte Übersichtsgrafik, die verschiedene Sparertypen wie Familien, Selbständige und junge Berufseinsteiger zeigt, die ihren Weg zum neuen Altersvorsorgedepot wählen.

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Das Altersvorsorgedepot ab 2027: Die neue private Vorsorge im Überblick

Das staatlich geförderte Altersvorsorgedepot ab 2027 lohnt sich besonders für Familien mit Kindern, junge Berufseinsteiger sowie für Gutverdiener und erstmals auch für Selbstständige. Durch den bewussten Verzicht auf starre Beitragsgarantien können Sie Ihr Erspartes direkt in renditestarke ETFs und Fonds anlegen, wodurch langfristig deutlich höhere Ertragschancen als mit herkömmlichen Riester-Verträgen möglich sind. Diese Abkehr vom alten Garantiezwang bedeutet, dass Sparer nicht mehr in niedrig verzinsten Rentenpapieren gefangen sind. Als neutrale Plattform begleiten wir Sie auf diesem Weg und bereiten im Vorsorgewissen Informationsportal alle gesetzlichen Grundlagen transparent und fundiert für Sie auf.

Renditeorientierung ohne Garantiezwang

Der entscheidende Systemwechsel liegt im Wegfall der Beitragsgarantie, die frühere staatlich geförderte Produkte oft unrentabel machte. Während Anbieter bisher gesetzlich gezwungen waren, eingezahlte Beiträge zu hundert Prozent abzusichern, erlaubt das neue Depotmodell eine freie Aufteilung bis hin zu einer reinen Aktienquote[1]. Ihr Kapital kann dadurch voll am langfristigen globalen Wirtschaftswachstum und dem Zinseszinseffekt teilhaben. Mit dem Förderrechner Altersvorsorgedepot können Sie die langfristigen Auswirkungen dieser Reform auf Ihre persönliche Vorsorgesituation bereits vor dem offiziellen Start am 1. Januar 2027 vergleichen und simulieren.

Die staatlichen Förderfaktoren: Wie sich die Zulagen im Detail berechnen

Die private Altersvorsorge in Deutschland erfährt mit dem neuen Altersvorsorgedepot ab 2027 eine grundlegende Reform des Fördersystems. Anstelle des bisherigen, oft als bürokratisch empfundenen Riester-Verfahrens führt das Bundesministerium der Finanzen ein transparentes Matching-System ein. Hierbei hängen die staatlichen Zulagen direkt von den eigenen Einzahlungen ab. Die maximale jährliche Grundzulage beträgt künftig 540 Euro. Um diese volle Förderung zu erhalten, ist ein jährlicher Eigenbeitrag von 1.800 Euro erforderlich. Die Berechnung erfolgt stufenweise und belohnt bereits kleinere Sparbeträge überdurchschnittlich stark.

Stufenweise Berechnung der Grundzulage

FörderstufeJährlicher EigenbeitragStaatlicher FördersatzMaximale Zulage
Erste StufeDie ersten 360 Euro50 Prozent180 Euro
Zweite StufeDie weiteren 1.440 Euro25 Prozent360 Euro
Gesamtübersicht1.800 EuroEffektiv 30 Prozent540 Euro

Neben der Grundzulage sieht die Reform eine attraktive Kinderzulage vor. Für jedes kindergeldberechtigte Kind erhalten Sparer einen staatlichen Zuschuss von bis zu 300 Euro jährlich, der mit einem Fördersatz von 25 Prozent auf eigene Einzahlungen gewährt wird[2]. Junge Berufseinsteiger unter 25 Jahren profitieren zudem von einem einmaligen Einstiegsbonus von 200 Euro, was den frühzeitigen Vermögensaufbau zusätzlich erleichtert. Da das Einkommen für die Förderberechtigung künftig keine Rolle mehr spielt, steht dieser Weg auch Selbständigen und Gutverdienern uneingeschränkt offen.

Für eine exakte Kalkulation Ihrer persönlichen Förderquote und des verbleibenden Eigenbeitrags empfiehlt sich die Nutzung digitaler Werkzeuge. Mit dem Förderrechner Altersvorsorgedepot können Sie verschiedene Szenarien interaktiv simulieren und die langfristige Renditeentwicklung berechnen. Wer sich unsicher ist, ob ein eigenständiges Depot über den Kriteriengestützter Anbietervergleich oder der Weg über eine Unabhängige Beratungsvermittlung vorteilhafter ist, findet auf unserem Portal neutrale Orientierungshilfen. Rechtlicher Hinweis: Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.

Familien und Kinder: Hohe Zulagenhebel für Eltern

Das neue Altersvorsorgedepot bietet insbesondere für Familien mit Kindern ein hochattraktives staatliches Fördersystem, das die langfristige Rendite signifikant steigern kann. Der wesentliche Hebel liegt in der jährlichen Kinderzulage von bis zu 300 Euro pro Kind, die direkt als staatlicher Zuschuss in Ihr Depot fließt[2]. Im Gegensatz zum bisherigen Riester-System wird diese Zulage im Verhältnis eins zu eins auf Ihre eigenen Beiträge gewährt. Wenn Sie also mindestens den entsprechenden Eigenbeitrag einzahlen, erhalten Sie für jedes Kind die volle Unterstützung des Staates. Mit dem Förderrechner Altersvorsorgedepot können Sie die exakten Zulagen für Ihre persönliche Familiensituation unkompliziert berechnen. Ergänzt wird die Förderung durch eine gestaffelte Grundzulage, die sich aus 50 Prozent für die ersten 360 Euro und 25 Prozent für Beiträge darüber zusammensetzt.

HaushaltskonstellationJährlicher EigenbeitragStaatliche Zulagen (Grund- und Kinderzulage)Zulagenquote (Förderhebel)
Familie mit 1 Kind360 Euro180 Euro Grundzulage + 300 Euro Kinderzulage = 480 Euro133 Prozent
Familie mit 2 Kindern600 Euro240 Euro Grundzulage + 600 Euro Kinderzulage = 840 Euro140 Prozent
Familie mit 3 Kindern900 Euro315 Euro Grundzulage + 900 Euro Kinderzulage = 1.215 Euro135 Prozent

Diese Berechnungen zeigen eindrucksvoll, wie stark der staatliche Hebel gerade bei mehreren Kindern wirkt. Ein großer Vorteil im Vergleich zur herkömmlichen Riester-Rente ist der Wegfall von starren Beitragsgarantien und hohen Versicherungskosten. Die Zulagen fließen beim Altersvorsorgedepot direkt in renditestarke Anlageklassen wie ETFs oder Aktienportfolios. Dadurch können Familien über eine lange Laufzeit bis zum Renteneintritt massiv vom Zinseszinseffekt profitieren und ein stabiles Vermögen für die Zukunft aufbauen. In unserem Vorsorgewissen Informationsportal finden Sie weiterführende Details und Analysen zur steuerlichen Behandlung und zur optimalen Fondsauswahl für Ihren Familien-Sparplan.

Hinweis zu den Berechnungen: Alle genannten Zahlen, Berechnungsbeispiele und Förderkonstellationen dienen ausschließlich Demonstrationszwecken und hängen von den finalen gesetzlichen Bestimmungen ab. Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.

Berufseinsteiger und junge Sparer: Frühstart mit dem Einstiegsbonus

Für junge Sparer und Auszubildende bietet das neue Altersvorsorgedepot ab dem Jahr 2027 einen besonders attraktiven Einstieg in den langfristigen Vermögensaufbau. Wenn Sie frühzeitig mit der privaten Altersvorsorge beginnen, profitieren Sie von einer verlängerten Ansparphase und gezielten staatlichen Anreizen. Das Bundesministerium der Finanzen gewährt jungen Sparern unter 25 Jahren einen einmaligen Berufseinsteigerbonus in Höhe von 200 Euro, der zusätzlich zur regulären Grundzulage ausgezahlt wird[2]. Dieser finanzielle Zuschuss dient als starker Starthebel, um das Depot frühzeitig mit staatlicher Hilfe zu füllen und den Zinseszinseffekt über Jahrzehnte hinweg optimal zu nutzen.

  • Einmaliger Bonus: Ein zusätzlicher Zuschuss von 200 Euro für Sparer unter 25 Jahren erleichtert die erste Einzahlungsphase.
  • Extrem langer Anlagehorizont: Durch eine Laufzeit von oft über 40 Jahren können Zinsen und Marktrenditen exponentiell anwachsen.
  • Hohe Flexibilität: In jungen Jahren mit unregelmäßigem Einkommen lässt sich die Sparrate an die jeweilige Lebensphase anpassen.
  • Renditestarke Anlageklassen: Der Verzicht auf teure Beitragsgarantien im Altersvorsorgedepot ermöglicht eine volle Investition in renditestarke ETFs und Aktien.

Ein einfaches Rechenbeispiel verdeutlicht die langfristige Hebelwirkung für junge Berufseinsteiger. Wenn Sie mit 20 Jahren monatlich einen überschaubaren Betrag einzahlen und den einmaligen Bonus von 200 Euro mitnehmen, kann das Endkapital bei Renteneintritt dank des Zinseszinseffekts signifikant höher ausfallen als bei einem Sparbeginn mit 35 Jahren. Um Ihre individuellen Ansprüche und die voraussichtliche staatliche Förderung genau zu ermitteln, steht Ihnen unser neutraler Förderrechner Altersvorsorgedepot zur Verfügung. Mit diesem Tool vergleichen Sie die geförderte Depotvariante unkompliziert mit ungeförderten Sparplänen. Bitte beachten Sie hierbei unseren gesetzlichen Hinweis: Diese Berechnungen dienen nur zur Veranschaulichung und sind keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.

Warum der Zinseszinseffekt bei jungen Sparern besonders wirkt

In der Finanzmathematik gilt die Zeit als wichtigster Faktor für das Vermögenswachstum. Da Berufseinsteiger in der Regel noch mehrere Jahrzehnte bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter vor sich haben, können kurzfristige Marktschwankungen problemlos ausgesessen werden. Die staatliche Förderung durch die Grundzulage und den Berufseinsteigerbonus fließt direkt wieder in die gewählten Anlageprodukte des Altersvorsorgedepots zurück, wodurch sich der Zinseszins-Effekt Jahr für Jahr selbst verstärkt. Für junge Menschen, die sich nicht allein auf die gesetzliche Rente verlassen möchten, stellt das geförderte Depot daher ein hocheffizientes Fundament dar.

Gutverdiener und Steuerzahler: Maximierung der Steuervorteile

Für Steuerpflichtige mit einem höheren Einkommen bietet das Altersvorsorgedepot ab 2027 eine attraktive steuerliche Perspektive. Während Familien vor allem von den direkten staatlichen Zulagen profitieren, steht bei Gutverdienern die Steuerentlastung im Vordergrund. Die eigenen Beiträge können bis zu einem Höchstbetrag von 1.800 Euro pro Jahr als Sonderausgaben in der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden[3]. Das zuständige Finanzamt prüft im Rahmen der Einkommensteuererklärung automatisch über eine sogenannte Günstigerprüfung, ob der Steuerabzug oder die direkte Zulagenförderung für den Steuerzahler vorteilhafter ist.

  • Sonderausgabenabzug: Einzahlungen in das Altersvorsorgedepot sind bis zu einer jährlichen Grenze von 1.800 Euro steuerlich abzugsfähig und reduzieren das zu versteuernde Einkommen direkt[3].
  • Automatische Günstigerprüfung: Das Finanzamt berechnet selbstständig, ob die steuerliche Entlastung über den Sonderausgabenabzug den Wert der staatlichen Grundzulage übersteigt[4].
  • Verrechnung der Vorteile: Ist der Steuervorteil höher als die Zulage, wird der Differenzbetrag als zusätzliche Steuererstattung gutgeschrieben, sodass Gutverdiener die maximale staatliche Förderung ausschöpfen.

Bei einem persönlichen Grenzsteuersatz von beispielsweise 42 Prozent führt der Sonderausgabenabzug von 1.800 Euro zu einer spürbaren steuerlichen Entlastung, die die Rentabilität des Depots im Vergleich zu einem ungeförderten Wertpapiersparplan deutlich anhebt[5]. Da die Ansparphase steuerfrei verläuft (Dividenden und Kursgewinne werden im Depot also nicht direkt versteuert), ergibt sich ein erheblicher Steuerstundungseffekt. Die Besteuerung erfolgt erst in der Auszahlungsphase im Alter, in der der persönliche Steuersatz in der Regel niedriger liegt als während des aktiven Berufslebens.

Dieses steueroptimierte Fundament macht das Altersvorsorgedepot zu einem wertvollen Baustein für Besserverdiener, die ihre Altersvorsorge kosteneffizient strukturieren möchten. Um die konkrete steuerliche Entlastung und das zukünftige Endkapital für Ihre persönliche Einkommenssituation präzise zu kalkulieren, steht Ihnen der Förderrechner Altersvorsorgedepot zur Verfügung. Das Tool berechnet das individuelle Delta im Vergleich zu einer ungeförderten Anlage und hilft Ihnen, eine fundierte Entscheidung für Ihre private Altersvorsorge zu treffen. Für komplexere steuerliche Fragestellungen oder eine strukturierte Begleitung können Sie zudem unsere Unabhängige Beratungsvermittlung in Anspruch nehmen, um einen qualifizierten Beratungspartner zu kontaktieren.

Bitte beachten Sie: Alle steuerlichen und mathematischen Berechnungen dienen rein illustrativen Zwecken und stellen keine steuerliche Beratung oder Anlageberatung dar (Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG).

Selbständige und Freiberufler: Erstmals voll förderberechtigt

Für Selbständige und Freiberufler stellt das Jahr 2027 eine historische Wende in der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge dar. Während diese Berufsgruppe bei der klassischen Riester-Rente meist leer ausging, sofern sie nicht pflichtversichert oder über den Ehepartner förderberechtigt war, sind ab 2027 alle Selbstständigen und Freiberufler unmittelbar förderberechtigt[6]. Durch diese Neuregelung erhalten Sie vollen Zugriff auf die staatlichen Zulagen und die steuerliche Förderung über das neue Altersvorsorgedepot. Auf dem Vorsorgewissen Informationsportal begleiten wir diesen Übergang mit quellenbasierten Analysen.

Besonders attraktiv ist die Reform aufgrund der flexiblen Beitragsgestaltung, die dem unregelmäßigen Einkommensverlauf vieler Freiberufler entgegenkommt. Da die Beitragszahlungen flexibel angepasst werden können, lässt sich die Vorsorge exakt an die aktuelle Liquidität Ihres Betriebs anpassen. Um zu ermitteln, wie sich schwankende Beiträge auf Ihre staatliche Förderung auswirken, empfiehlt sich ein Blick auf den interaktiven Förderrechner Altersvorsorgedepot.

  • Volle staatliche Zulagen: Erhalt der Grundzulage und gegebenenfalls der Kinderzulagen ohne die Notwendigkeit einer Pflichtversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung.
  • Attraktive Steuervorteile: Die Beiträge können im Rahmen des Sonderausgabenabzugs direkt steuerlich geltend gemacht werden, was die Steuerlast im jeweiligen Jahr spürbar senkt.
  • Flexibilität bei schwankenden Einnahmen: Beiträge können in wirtschaftlich starken Phasen erhöht und in umsatzschwächeren Zeiten reduziert oder ausgesetzt werden.
  • Pfändungsschutz in der Ansparphase: Das im Altersvorsorgedepot angesparte Kapital genießt nach den BMF-Richtlinien weitreichenden Schutz vor Pfändung und Anrechnung in Notlagen[2].

Mit dieser Reform entfällt die oft kritisierte Benachteiligung von Unternehmensgründern und etablierten Selbstständigen im Vergleich zu Angestellten. Das Altersvorsorgedepot bietet Ihnen damit ein hochflexibles, renditestarkes und staatlich bezuschusstes Instrument, um eine private Säule für Ihren Ruhestand aufzubauen. Bitte beachten Sie: Alle Berechnungen und Darstellungen auf dieser Plattform dienen der allgemeinen Information und Orientierung. Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.

Bestehende Riester-Sparer: Sollten Sie wechseln oder abwarten?

Millionen Sparer in Deutschland besitzen derzeit einen Riester-Vertrag, der durch die gesetzliche Beitragsgarantie oft nur magere Renditen abwirft, da die Anbieter das Kapital in risikoarme Rentenpapiere anlegen müssen. Ab dem Jahr 2027 steht Ihnen ein gesetzlich geregelter Weg offen, um dieser Renditefalle zu entkommen: Sie können Ihr angespartes Riester-Kapital steuerfrei auf ein neues Altersvorsorgedepot übertragen und somit direkt in renditestarke ETFs investieren[2]. Bei dieser Übertragung erlischt jedoch die bisherige nominale Beitragsgarantie des Altvertrags, weshalb der Schritt genau abgewogen werden muss.

KriteriumKlassischer Riester-VertragNeues Altersvorsorgedepot
Beitragsgarantie100 Prozent gesetzliche BeitragsgarantieKeine gesetzliche Mindestgarantie erforderlich
RenditechancenGering durch hohe Anlage in AnleihenSehr hoch durch flexible ETF-Aktienanlage
KostenstrukturOft hohe Abschluss- und VerwaltungskostenIn der Regel sehr günstige Depotgebühren
VererbbarkeitNur unter strengen Auflagen förderunschädlichEinfach und flexibel vererbbar
AuszahlungsphaseLebenslange Rente vorgeschriebenFlexible Entnahmepläne möglich

Ob sich ein Wechsel für Sie lohnt, hängt entscheidend von Ihrer verbleibenden Laufzeit bis zur Rente und Ihrer Risikobereitschaft ab. Junge Sparer mit mehr als zehn oder fünfzehn Jahren Ansparzeit profitieren in der Regel stark von einem Wechsel, da die langfristigen Ertragschancen an den Aktienmärkten das Risiko fehlender Garantien meist deutlich übertreffen. Stehen Sie hingegen bereits kurz vor dem Ruhestand, kann das Beibehalten des Altvertrags zur Sicherung des Kapitals ratsam sein. Nutzen Sie den Förderrechner Altersvorsorgedepot auf unserem Portal, um eine erste fundierte Tendenz für Ihre persönliche Situation und den potenziellen Vermögenszuwachs zu ermitteln.

Da bestehende Riester-Verträge hochgradig individuell sind, teils hohe Wechselgebühren der alten Anbieter anfallen und steuerliche Details eine Rolle spielen, sollten Sie keine übereilten Entscheidungen treffen. Wenn Sie sich unsicher sind oder eine professionelle Analyse Ihres Altvertrags wünschen, steht Ihnen die Unabhängige Beratungsvermittlung zur Seite. Wir verbinden Sie mit lizenzierten Experten, die Ihren Altvertrag neutral prüfen, die Wechselkosten analysieren und mit Ihnen gemeinsam den optimalen Weg für Ihre Altersvorsorge festlegen.

Für wen lohnt sich das Depot nicht? Einschränkungen und vorsichtige Profile

Obwohl das neue Altersvorsorgedepot ab dem Start im Jahr 2027 attraktive staatliche Zulagen verspricht, eignet es sich keineswegs für jeden Sparertyp gleichermaßen. Als neutraler Guide, der auf dem Portal Vorsorgedepot-Lotse quellenbasiert aufklärt, legen wir die Einschränkungen transparent offen. Die geplante Reform verzichtet beim staatlichen Standarddepot bewusst auf Beitragsgarantien, um eine renditestarke Anlage am Aktienmarkt zu ermöglichen. Das bedeutet jedoch auch ein ungedeckeltes Kursrisiko, das nicht zu jedem persönlichen Sicherheitsbedürfnis oder zu jeder Lebenssituation passt.

Besonders für rentennahe Jahrgänge mit kurzen Restlaufzeiten von unter zehn Jahren bis zum Ruhestand ist eine kritische Prüfung ratsam. Da die geförderte Anlage überwiegend in Aktienfonds erfolgt, drohen kurzfristige Marktschwankungen, für deren Ausgleich älteren Sparern schlicht die Zeit fehlt. Zudem entfaltet der Zinseszins-Effekt bei kurzen Laufzeiten kaum seine Wirkung, während die jährlichen Effektivkosten das angesparte Kapital überproportional belasten können[7]. Für diese Gruppe kann die Fortführung eines bestehenden, klassischen Riester-Vertrags mit Garantiezusage die sicherere Option darstellen.

Sehr risikoscheue Anleger, die absolute Kapitalsicherheit wünschen und Wertschwankungen ausschließen möchten, sollten ebenfalls vorsichtig sein. Wer bei fallenden Kursen an der Börse unruhig wird, findet im Standarddepot ohne Garantien nicht die gewünschte Sicherheit. In unserem Vorsorgewissen Informationsportal zeigen wir auf, dass Garantieverträge zwar möglich sind, diese aber durch höhere Gebühren die Renditechancen schmälern. Sie können unser neutrales Tool Kriteriengestützter Anbietervergleich nutzen, um gezielt Anbieter mit Beitragsgarantien zu filtern und eine fundierte Entscheidung zu treffen.

SparertypHerausforderung ab 2027Empfohlene Strategie
Rentennahe Sparer (unter 10 Jahre bis Rente)Zu kurze Laufzeit, um Marktschwankungen am Aktienmarkt auszugleichen.Bestehende Riester-Verträge mit Garantien prüfen oder konservative Anlagen wählen.
Sehr risikoscheue AnlegerKeine gesetzliche Beitragsgarantie im geförderten Standarddepot.Garantie-Optionen vergleichen oder eine persönliche Beratung in Anspruch nehmen.

Häufig gestellte Fragen

Ab wann kann man ein Altersvorsorgedepot eröffnen?
Finanzunternehmen können das neue Altersvorsorgedepot ab dem 1. Januar 2027 offiziell anbieten. Zu diesem Zeitpunkt tritt die geplante Reform der privaten Altersvorsorge in Kraft, die vom Bundestag beschlossen wurde.
Wie hoch ist die staatliche Förderung beim Altersvorsorgedepot?
Die staatliche Förderung teilt sich auf: Sie erhalten bis zu 540 Euro jährliche Grundzulage. Diese setzt sich aus 50 Prozent Zuschuss auf die ersten 360 Euro Eigenbeitrag und 25 Prozent auf weitere Einzahlungen bis zu 1.800 Euro zusammen.
Lohnt sich das Altersvorsorgedepot für Familien mit Kindern?
Ja, für Familien ist das Altersvorsorgedepot besonders attraktiv. Sie erhalten zusätzlich zur Grundzulage eine jährliche Kinderzulage von 300 Euro pro Kind, was die effektive Förderquote auf die eigenen Beiträge stark erhöht.
Gibt es einen Bonus für junge Berufseinsteiger?
Ja, Sparer, die vor ihrem 25. Geburtstag einen Altersvorsorgevertrag abschließen, erhalten einen einmaligen Berufseinsteigerbonus in Höhe von 200 Euro direkt in ihr Altersvorsorgedepot gutgeschrieben.
Sind Selbstständige und Freiberufler für das Depot förderberechtigt?
Ja, mit der Reform ab 2027 werden auch Selbstständige und Freiberufler grundsätzlich und unmittelbar förderberechtigt. Sie können somit die volle staatliche Förderung und die Steuervorteile des Altersvorsorgedepots nutzen.
Was passiert mit einem bereits bestehenden Riester-Vertrag?
Bestehende Riester-Verträge müssen nicht gekündigt werden. Sie können ab 2027 prüfen, ob sich eine Beitragsfreistellung oder eine kostenfreie Übertragung des angesparten Guthabens in das neue Altersvorsorgedepot für Sie lohnt.

Quellen

  1. [1]justetf.com
  2. [2]bundesfinanzministerium.de
  3. [3]union-investment.de
  4. [4]bundesfinanzministerium.de
  5. [5]perfinex.de
  6. [6]versicherungsmakler.ac
  7. [7]verbraucherzentrale.de
  8. []Vorsorgedepot-Lotse – Altersvorsorgedepot 2027 verstehen, berechnen, entscheiden
  9. []Förderrechner Altersvorsorgedepot
  10. []Ratgeber zum Altersvorsorgedepot

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