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Riester-Garantie aufgeben für mehr Rendite?

Porträtfoto von Tilman Freyenhagen, Geschäftsführer und Gesellschafter der Alsterspree Verlag GmbH

Aktualisiert am · Geschäftsführer & Gesellschafter der Alsterspree Verlag GmbH

Eine Waagschale mit einem schützenden Schild für Riester-Sicherheit auf der einen Seite und wachsenden Pflanzen für die Depot-Rendite auf der anderen.

Riester oder AVD – was passt zu dir?

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Der Status quo: Wie die Riester-Beitragsgarantie Ihre Rendite bremst

Die gesetzliche Beitragsgarantie von 100 Prozent bei der Riester-Rente schützt zwar Ihr eingezahltes Kapital vor nominalen Verlusten, schränkt jedoch gleichzeitig die Renditechancen drastisch ein. Um diese Sicherheit zu gewährleisten, müssen Anbieter einen Großteil Ihrer Beiträge in niedrig verzinsliche, sichere Staatsanleihen investieren, statt chancenreiche Aktien-ETFs zu nutzen. In Phasen niedriger Zinsen führt dies in Kombination mit den hohen Produktkosten oft zu einer realen Rendite nach Inflation von nahe null Prozent[1].

Dynamische Wertsicherung und der entgangene Zinseszinseffekt

Das Kernproblem liegt in der sogenannten dynamischen Wertsicherung. Dieses System schichtet das Sparguthaben bei Marktschwankungen automatisch von Aktien in Rentenpapiere um. In einer Marktphase mit sinkenden Kursen wird somit Kapital im Tiefpunkt abgezogen und festverzinslich angelegt, wodurch Sie an der anschließenden Erholung nicht mehr teilhaben können. Dieser Mechanismus verhindert den langfristig so wichtigen Zinseszinseffekt. Über eine Laufzeit von mehreren Jahrzehnten entgehen Ihnen dadurch erhebliche Vermögenszuwächse, während die schleichende Geldentwertung durch die Inflation die reale Kaufkraft Ihres Kapitals mindert. Mit unserem Förderrechner Altersvorsorgedepot können Sie diesen Effekt für Ihre persönliche Situation simulieren, um die langfristigen Auswirkungen eines Wechsels transparent zu vergleichen.

KriteriumKlassische Riester-Rente (100% Garantie)Neues Altersvorsorgedepot (Keine Garantie)
AnlagestrategieFokus auf sichere, niedrig verzinsliche StaatsanleihenFreie Anlage in breit gestreute Aktien-ETFs
Erwartete RenditeGering (oft nahe null Prozent nach Kosten und Inflation)Historisch deutlich höher durch globale Aktienmärkte
AnlagehorizontEher für kurze Restlaufzeiten geeignetOptimal für langfristigen Vermögensaufbau (ab 10-15 Jahren)
RisikoprofilNominaler Kapitalerhalt, aber hohes KaufkraftrisikoKurzfristige Schwankungen, langfristig minimiertes Verlustrisiko

Für sicherheitsorientierte Sparer stellt sich daher die Frage nach der Definition von Sicherheit. Eine Garantie schützt vor nominalem Verlust, garantiert jedoch im aktuellen Marktumfeld fast sicher einen realen Kaufkraftverlust. Wer bereit ist, auf die starre gesetzliche Garantie zu verzichten, kann mit dem neuen Altersvorsorgedepot ab 2027 die Renditekraft der globalen Aktienmärkte nutzen. Für eine fundierte Abwägung Ihres individuellen Risikoprofils steht Ihnen unser Vorsorgewissen Informationsportal zur Verfügung, oder Sie lassen sich über unsere Unabhängige Beratungsvermittlung durch zertifizierte Experten persönlich begleiten.

Das neue Altersvorsorgedepot ab 2027: Vermögensaufbau ohne starre Garantien

Beim Wechsel zum Altersvorsorgedepot geben Sie die 100-Prozent-Beitragsgarantie der Riester-Rente auf. Ob sich dieser Verzicht lohnt, hängt vor allem von Ihrer verbleibenden Laufzeit ab: Bei langen Zeiträumen überwiegt historisch die deutlich höhere Renditechance von Aktien-ETFs, während bei kurzen Laufzeiten die Sicherheit der Garantie schwerer wiegt. Die gesetzliche Grundlage für dieses neue, staatlich geförderte Depotmodell ohne starre Garantievorgaben hat der Deutsche Bundestag am 27. März 2026 beschlossen[2]. Das Vorsorgewissen Informationsportal hilft Ihnen dabei, diese tiefgreifenden Änderungen im Detail nachzuvollziehen.

Der Verzicht auf Garantien und seine gesetzlichen Grundlagen

Das neue Altersvorsorgedepot zeichnet sich durch den vollständigen Wegfall teurer Versicherungsmäntel aus. Während herkömmliche Riester-Verträge die eingezahlten Beiträge gesetzlich zu 100 Prozent garantieren mussten, entfällt diese Mindestgarantie beim Altersvorsorgedepot komplett. Dadurch fließen Ihre Beiträge ohne Abzüge für Absicherungsmechanismen direkt in breit gestreute ETFs. Laut dem Beschluss des Bundestags können Anleger ihre Fonds frei auswählen und so gezielt am globalen Wirtschaftswachstum partizipieren[2]. Das staatlich geförderte Depot bietet somit maximale Flexibilität beim langfristigen Vermögensaufbau, verlangt von sicherheitsorientierten Sparern jedoch auch eine bewusste Auseinandersetzung mit marktüblichen Schwankungen.

  • Freie Fondsauswahl: Anleger können ihr Portfolio selbst zusammenstellen und bis zu 100 Prozent in Aktien-ETFs investieren.
  • Wegfall des Versicherungsmantels: Es fallen keine hohen Abschluss- und Verwaltungskosten für klassische Rentenversicherungsverträge an.
  • Keine Beitragsgarantie: Das Kapital schwankt mit dem Markt, was langfristig die Zinseszins-Wirkung maximiert.

Für Sparer, die an die absolute Sicherheit der Riester-Garantie gewöhnt sind, stellt dieser Systemwechsel eine emotionale Hürde dar. Mathematisch gesehen schrumpft das Risiko von Verlusten bei langen Anlagehorizonten jedoch gegen null, während die Renditeerwartung ohne die hohen Garantiekosten drastisch ansteigt. Um herauszufinden, ob ein Wechsel für Ihre persönliche Situation vorteilhaft ist, können Sie den Förderrechner Altersvorsorgedepot nutzen oder eine Beratung in Anspruch nehmen, um offene Fragen mit einem Experten zu klären.

Garantieklassen im Vergleich: 100 Prozent, 80 Prozent oder Null-Garantie

Mit dem Start der neuen geförderten Altersvorsorge zum 1. Januar 2027 fällt die starre Vorgabe, dass jeder Vertrag die eingezahlten Beiträge zu 100 Prozent garantieren muss. Künftig können Sparer flexibel zwischen drei staatlich anerkannten Garantieklassen wählen, um ihr persönliches Sicherheitsbedürfnis optimal abzubilden[3]. Während klassische Riester-Verträge auf die vollständige Beitragsgarantie setzten, steht das neue Altersvorsorgedepot als komplett garantiefreie Option zur Wahl. Dazwischen etabliert sich eine neue Teilgarantie von 80 Prozent als Kompromiss für sicherheitsorientierte Anleger.

GarantieklasseErwartete RenditeRisikoprofilAnlagehorizont
100 Prozent (Vollgarantie)GeringSehr niedrig (Kapitalerhalt)Kurz (unter 10 Jahre)
80 Prozent (Teilgarantie)ModeratMittel (begrenzte Schwankung)Mittelfristig (10 bis 15 Jahre)
0 Prozent (Null-Garantie / Altersvorsorgedepot)MaximalHoch (kurzfristige Schwankung)Langfristig (über 15 Jahre)

Vom Sicherheitsnetz zum Renditehemmer: Der Preis der Vollgarantie

Wer die gewohnte 100-Prozent-Garantie für ein Altersvorsorgedepot aufgibt, entscheidet sich bewusst gegen ein starres Sicherheitsnetz und für erhöhte Renditechancen. Eine Vollgarantie zwingt Anbieter dazu, einen Großteil des Kapitals in risikoarme, aber renditeschwache Rentenpapiere zu investieren. Dies bremst das Wachstum über lange Laufzeiten massiv aus. Bei der Null-Garantie-Option des Altersvorsorgedepots kann Ihr Geld dagegen vollständig in chancenreiche Aktien-ETFs fließen, um die historische Marktrendite optimal zu nutzen. Für eine fundierte Abwägung bietet unser Ratgeber zum Altersvorsorgedepot eine tiefgehende Analyse aller Vor- und Nachteile. Zusätzlich unterstützt Sie der Förderrechner Altersvorsorgedepot dabei, die konkreten Auswirkungen unterschiedlicher Garantieklassen auf Ihre voraussichtliche Rente transparent zu simulieren.

Für sicherheitsorientierte Sparer, die den Schritt hin zu schwankenden Märkten scheuen, kann die neue 80-Prozent-Teilgarantie eine psychologisch wertvolle Brücke schlagen. Sie sichert den Großteil der Einzahlungen ab, erlaubt aber gleichzeitig eine höhere Aktienquote als die klassische Riester-Rente. Wer sich unsicher ist, welcher Weg am besten zur eigenen Risikobereitschaft passt, kann sich über den Service Unabhängige Beratungsvermittlung auf Vorsorgedepot-Lotse an lizenzierte Experten vermitteln lassen.

Der Rendite-Trade-off: Was der Verzicht auf Garantien langfristig einbringt

Wer von Riester in das neue Altersvorsorgedepot wechselt, steht vor der grundlegenden Abwägung zwischen nominaler Sicherheit und realer Renditechance. Die klassische Riester-Rente garantiert die eingezahlten Beiträge zu 100 Prozent. Was auf den ersten Blick beruhigend wirkt, erweist sich in der Praxis als Renditebremse, da Anbieter den Großteil der Beiträge in renditearme, sichere Zinspapiere anlegen müssen. Das Altersvorsorgedepot bricht mit diesem Zwang. Durch den Verzicht auf starre Kapitalschutz-Vorgaben kann Ihr Kapital vollständig in renditestarke Anlageklassen fließen. Dies ermöglicht es Ihnen, den Rendite-Nachteil traditioneller Riester-Verträge zu überwinden und langfristig von den Dynamiken der Weltmärkte zu profitieren.

Historische Daten zeigen, wie lohnend dieser Schritt über lange Zeiträume sein kann. Eine langfristige Anlage in den breit gestreuten Weltaktienindex MSCI World brachte über Sparhorizonte von 15 Jahren oder mehr in der Vergangenheit eine durchschnittliche jährliche Rendite von 7 bis 8 Prozent ein[4]. Bei einer solchen Wertentwicklung wirkt der Zinseszins über Jahrzehnte hinweg wie ein massiver Hebel. Während ein Riester-Vertrag durch Garantieerhalt oft kaum die Inflation ausgleicht, wächst das ungarantierte Vermögen im Depot statistisch deutlich über den reinen Beitragswert hinaus. Der Anlagehorizont fungiert dabei als natürlicher Risikopuffer, da kurzfristige Marktschwankungen über die Jahre historisch zuverlässig ausgeglichen wurden.

KriteriumRiester-RenteAltersvorsorgedepot
Beitragsgarantie100 Prozent gesetzlich vorgeschriebenIn der Regel keine Garantie (0 Prozent)
Erwartete RenditeGering (oft 1 bis 2 Prozent nach Kosten)Höher (historisch 7 bis 8 Prozent bei ETFs)
Empfohlener HorizontAuch für kürzere Laufzeiten stabilLangfristig (optimal ab 15 Jahren)

Für sicherheitsorientierte Sparer gilt: Je länger Ihre Restlaufzeit bis zum Ruhestand ist, desto rationaler ist der Verzicht auf die Garantie. Um die Auswirkungen für Ihre persönliche Situation konkret zu berechnen, steht Ihnen unser Förderrechner Altersvorsorgedepot zur Verfügung. Sollten Sie unsicher sein, ob dieser Wechsel zu Ihrem individuellen Sicherheitsbedürfnis passt, hilft Ihnen die Unabhängige Beratungsvermittlung von Vorsorgedepot-Lotse dabei, eine fundierte Entscheidung zu treffen und sich von Experten begleiten zu lassen. Im Vorsorgewissen Informationsportal finden Sie zudem vertiefende Analysen zum neuen Altersvorsorgedepot. (Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.)

Das Risiko rational bewerten: Warum Verlustängste oft unbegründet sind

Ist der Verzicht auf die Riester-Garantie ein unverantwortliches Risiko? Aus finanzmathematischer Sicht ist die Antwort für langfristige Sparer ein klares Nein: Während die formale Beitragsgarantie die Rendite schmälert, sinkt das reale Verlustrisiko eines breit gestreuten ETF-Portfolios bei einer Anlagedauer von über 15 Jahren historisch betrachtet gegen Null. Für sicherheitsorientierte Sparer fühlt sich der Schritt zwar ungewohnt an, doch die Mathematik spricht eine deutliche Sprache.

Der Grund dafür liegt in der breiten Streuung auf weltweite Aktienmärkte, die das Risiko eines Totalverlusts im Grunde ausschließt. Zudem glättet der sogenannte Cost-Average-Effekt (Durchschnittskosteneffekt) das Risiko bei schwankenden Märkten: Durch regelmäßige, gleichbleibende Sparraten kaufen Sie bei niedrigen Kursen automatisch mehr Anteile und bei hohen Kursen weniger. Historische Daten des Deutschen Aktieninstituts zeigen, dass ein Sparplan auf den weltweiten Aktienindex MSCI World bei einem Anlagehorizont von mindestens 15 Jahren in der Vergangenheit noch nie einen Verlust erlitten hat[5]. Demgegenüber blockiert die Beitragsgarantie der Riester-Rente chancenreiche Anlagen, da Anbieter gezwungen sind, große Teile des Kapitals in renditeschwachen Rentenpapieren anzulegen.

MerkmalMit Riester-GarantieOhne Garantie (Altersvorsorgedepot)
Erwartete RenditeDeutlich geringer, da Kapital defensiv investiert werden mussHöher, da uneingeschränkte Anlage in weltweiten Aktien-ETFs möglich
Kurzfristiges RisikoSehr gering, da eingezahlte Beiträge gesetzlich geschützt sindHöher, da Aktienmärkte kurzfristig stark schwanken können
Horizont-Risiko (>15 Jahre)Sehr hoch (Schmälerung der Kaufkraft durch mangelnden Inflationsausgleich)Gen Null (historisch gab es über diesen Zeitraum keine Verluste)

Hinweis: Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG. Historische Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Wer also noch mindestens 15 Jahre bis zum Renteneintritt hat, kann auf die formale Garantie verzichten und profitiert von einer höheren erwarteten Rendite. Um diese Entscheidung individuell zu analysieren, steht Ihnen unser neutrales Vorsorgewissen Informationsportal zur Verfügung. Zudem können Sie mit dem Förderrechner Altersvorsorgedepot den genauen Effekt eines Wechsels ermitteln. Falls Sie sich unsicher sind oder eine persönliche Absicherung wünschen, vermitteln wir Sie über unsere Unabhängige Beratungsvermittlung gerne an lizenzierte Experten.

Der Wechselprozess: So übertragen Sie Ihr Riester-Guthaben ins Altersvorsorgedepot

Der Wechsel von einem bestehenden Riester-Vertrag in das neue Altersvorsorgedepot muss sorgfältig vorbereitet werden, damit Sie von den Renditevorteilen moderner ETF-Anlagen profitieren können. Ein wesentlicher Vorteil der Reform ist, dass der Übertrag des bisher angesparten Deckungskapitals steuerfrei bleibt[3]. Alle zuvor erhaltenen staatlichen Zulagen und steuerlichen Vergünstigungen bleiben bei diesem anbieterübergreifenden Wechsel vollständig erhalten, sofern das Kapital direkt in den neuen Vertrag übertragen wird. Durch diesen gesetzlichen Rahmen wird sichergestellt, dass sicherheitsorientierte Sparer beim Wechsel keine steuerlichen Nachteile erleiden.

  • Steuerfreie Übertragung: Das gesamte angesparte Deckungskapital wird ohne steuerliche Belastung direkt in das neue Altersvorsorgedepot übertragen.
  • Bestandsschutz der Förderung: Sämtliche in der Vergangenheit gutgeschriebenen Zulagen und Steuervorteile bleiben beim Wechsel geschützt.
  • Gesetzliche Kostenbegrenzung: Der annehmende Anbieter darf für den gesamten Wechselprozess eine einmalige Verwaltungspauschale von höchstens 150 Euro berechnen.
  • Kündigungsfristen beachten: Je nach den Bedingungen Ihres bisherigen Riester-Vertrags müssen Sie Kündigungsfristen einhalten, die in der Regel zwischen drei und sechs Monaten liegen.

Für den Wechsel von Riester zum Altersvorsorgedepot gilt ein gesetzlicher Wechselkosten-Deckel von maximal 150 Euro, der nach einer Laufzeit von fünf Jahren entfällt. Bevor Sie den Übertrag formal anstoßen, sollten Sie die genauen Fristen und Bedingungen Ihres aktuellen Anbieters prüfen. Mit dem Förderrechner können Sie die langfristigen Auswirkungen der Wechselkosten sowie das zukünftige Kapitalpotenzial verlässlich vergleichen. Für eine detaillierte Vorbereitung steht Ihnen zudem unser neutraler Ratgeber zur Verfügung.

Die persönliche Altersvorsorge-Entscheidung: Welcher Weg passt zu Ihnen?

Die Entscheidung, die Beitragsgarantie einer klassischen Riester-Rente für das neue Altersvorsorgedepot aufzugeben, ist keine leichtfertige Spekulation, sondern eine bewusste Abwägung. Ob dieser Schritt für Sie sinnvoll ist, hängt primär von Ihrem Alter, dem verbleibenden Anlagehorizont und Ihrer individuellen Risikotoleranz ab. Für sicherheitsorientierte Sparer fühlt sich der Verzicht auf ein nominelles Garantieversprechen oft riskant an. Historisch betrachtet hat diese Sicherheit jedoch ihren Preis: Wissenschaftliche Berechnungen zeigen, dass starre Beitragsgarantien die langfristige Rendite um zwei bis drei Prozentpunkte pro Jahr schmälern können[6].

Alters-Check und Risikotoleranz als Kompass

Der verbleibende Anlagehorizont dient dabei als wichtigster Kompass. Wer noch mehr als 15 Jahre bis zum Ruhestand vor sich hat, kann marktübliche Schwankungen an den Aktienmärkten erfahrungsgemäß gelassen aussitzen, da sich temporäre Kursrückgänge über die Zeit ausgleichen. Bei kürzeren Laufzeiten unter zehn Jahren wiegt das Risiko schwankender Kurse ohne Sicherheitsnetz schwerer. Hier ist eine ehrliche Einschätzung Ihrer Risikotoleranz gefragt: Sind Sie bereit, kurzzeitige Buchverluste zu akzeptieren, um langfristig von den Renditechancen breit gestreuter Aktien-ETFs zu profitieren? Unser Förderrechner Altersvorsorgedepot hilft Ihnen dabei, dieses mathematische Verhältnis greifbar zu machen und den potenziellen Kapitalzuwachs gegenüberzustellen.

KriteriumSelbstentscheiderBeratungssuchende
AnlagehorizontMeist über 15 JahreAuch für kürzere Laufzeiten sinnvoll
Wissen & ZeitEigenständige ETF-Auswahl gewünschtUnterstützung bei der Allokation gesucht
RisikobereitschaftSchwankungen werden akzeptiertSicherheit und Struktur stehen im Fokus
Bevorzugter WegDirekter Broker-VergleichVermittlung an unabhängige Experten

Am Ende müssen Sie die Entscheidung zwischen Garantie und Renditechance nicht allein treffen. Wenn Sie Ihre Altersvorsorge eigenständig strukturieren möchten, bietet unser Vorsorgewissen Informationsportal fundierte und neutrale Leitfäden. Wünschen Sie sich hingegen eine persönliche Begleitung bei der Abwägung Ihrer individuellen Risikotoleranz, vermitteln wir Sie gerne an qualifizierte Experten über unsere Unabhängige Beratungsvermittlung. Hinweis: Sämtliche Modellrechnungen und Vergleiche dienen ausschließlich Informationszwecken. Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.

Adäquate Begleitung: Wann eine unabhängige Beratung sinnvoll ist

Die Entscheidung, die vertraute 100-Prozent-Beitragsgarantie eines Riester-Vertrags für die renditestärkeren Chancen des neuen Altersvorsorgedepots aufzugeben, stellt insbesondere für sicherheitsorientierte Sparer eine erhebliche mentale Hürde dar. Obwohl mathematische Vergleiche oft für den Wechsel sprechen, ist der Verzicht auf Garantien mit emotionalen Bedenken verbunden. Eine professionelle, neutrale Beratung ist genau dann sinnvoll, wenn Sie die Risiken des Übergangs individuell abwägen wollen, um voreilige Fehlentscheidungen zu vermeiden[7]. Ein unabhängiger Experte hilft Ihnen dabei, ein fundiertes Risikoprofil zu erstellen, das zu Ihrer persönlichen Lebenssituation und Ihrem verbleibenden Anlagehorizont passt.

Es ist ratsam, sich von provisionsgetriebenen Vertrieben abzugrenzen, deren Geschäftsmodell oft auf dem Verkauf neuer, hauseigener Produkte mit hohen Abschlusskosten basiert. Eine neutrale Beratung hingegen betrachtet Ihre bestehende Riester-Rente unvoreingenommen und analysiert den realen Nutzwert der Garantien im Vergleich zur erwarteten ETF-Marktrendite[8]. Über unser Portal bieten wir Ihnen eine Unabhängige Beratungsvermittlung an, um Sie mit lizenzierten Experten zusammenzubringen. So gelingt der Übergang von der rein rechnerischen Erkenntnis zu einer dauerhaft tragfähigen finanziellen Entscheidung.

  • Objektive Vertragsanalyse: Unabhängige Berater bewerten die tatsächliche Förderquote Ihres alten Riester-Vertrags inklusive aller Zulagen und vergleichen diese mit dem neuen Depot.
  • Individuelle Risikotoleranz: Es wird ermittelt, wie gut Sie mit den marktüblichen Schwankungen eines reinen ETF-Depots ohne Beitragsgarantie umgehen können.
  • Vermeidung von Falschentscheidungen: Ein neutraler Blick schützt vor Panikverkäufen in Schwankungsphasen oder dem voreiligen Verwerfen staatlicher Förderansprüche.

Zur Vorbereitung auf diesen Schritt empfiehlt sich die Nutzung digitaler Werkzeuge. Unser Förderrechner Altersvorsorgedepot liefert Ihnen erste verlässliche Berechnungen zur Kostenwirkung und dem potenziellen Endkapital. Das Vorsorgewissen Informationsportal bietet zudem tiefergehende Leitfäden zu den rechtlichen BMF-Richtlinien. Sollten Sie danach unsicher sein, ob Sie die Garantie aufgeben wollen, schließt die persönliche Beratung die verbleibende Entscheidungslücke, damit aus nackten Zahlen eine sichere Handlung erwächst. Bitte beachten Sie: Die Berechnungen unserer Tools sind illustrativ und stellen keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG dar.

Häufig gestellte Fragen

Was passiert mit meinen bisherigen Riester-Zulagen bei einem Wechsel?
Bei einem regulären Wechsel in das neue Altersvorsorgedepot ab 2027 bleibt der Bestandsschutz für Ihre bereits erhaltenen staatlichen Zulagen vollumfänglich erhalten. Die Zulagen und das bisherige Deckungskapital werden steuerfrei in das neue Depot übertragen, ohne dass Sie eine Rückzahlung der Förderung befürchten müssen.
Wie hoch sind die maximalen Gebühren für den Riester-Wechsel?
Der Gesetzgeber hat für den Wechsel bestehender Verträge einen Wechselkosten-Deckel eingeführt. Die Wechselgebühren sind auf maximal 150 Euro begrenzt, wenn der Wechsel vor Ablauf von fünf Jahren erfolgt. Nach dieser Frist ist der Wechsel für Sie in der Regel komplett kostenfrei.
Macht es Sinn, die Riester-Garantie kurz vor der Rente aufzugeben?
Nein, kurz vor dem Renteneintritt ist die Aufgabe der Beitragsgarantie meist nicht ratsam. Ohne ausreichenden Anlagehorizont können kurzfristige Marktschwankungen im Altersvorsorgedepot nicht mehr ausgeglichen werden. Je kürzer die Restlaufzeit, desto schwerer wiegt das Risiko von Verlusten.
Gibt es beim Altersvorsorgedepot überhaupt keine Garantien mehr?
Das Altersvorsorgedepot selbst ist ein anlageorientiertes Produkt ohne Beitragsgarantie (Null-Prozent-Garantie). Das Gesetz sieht jedoch daneben andere geförderte Produktklassen mit einer frei wählbaren Beitragsgarantie von 80 Prozent oder 100 Prozent vor, die mehr Sicherheit bieten.
Warum mindert die Riester-Beitragsgarantie die Rendite so stark?
Um die hundertprozentige Beitragsgarantie zu Rentenbeginn abzusichern, müssen Anbieter große Teile Ihrer Beiträge in risikoarme, aber extrem renditeschwache Staatsanleihen investieren. Dadurch bleibt in Niedrigzinsphasen kaum Kapital übrig, das rentabel in Aktien oder ETFs investiert werden kann.
Sollte ich meinen Riester-Vertrag kündigen oder übertragen?
Eine Kündigung ist meist die schlechteste Option, da Sie in diesem Fall alle erhaltenen Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen müssen. Ein regulärer Übertrag (Wechsel) in das Altersvorsorgedepot überträgt das angesparte Kapital förderunschädlich und schont Ihr angespartes Vermögen.

Quellen

  1. [1]finanztip.de
  2. [2]bundestag.de
  3. [3]bundesfinanzministerium.de
  4. [4]dai.de
  5. [5]extraetf.com
  6. [6]finanznachrichten.de
  7. [7]verbraucherzentrale.de
  8. [8]verbraucherzentrale-brandenburg.de
  9. []Vorsorgedepot-Lotse – Altersvorsorgedepot 2027 verstehen, berechnen, entscheiden
  10. []Förderrechner Altersvorsorgedepot
  11. []Ratgeber zum Altersvorsorgedepot

Riester oder AVD – was passt zu dir?

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