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Altersvorsorgedepot mit 45 starten: Späteinstieg durchgerechnet

Porträtfoto von Katrin Straub, Geschäftsführerin der imatch GmbH

Veröffentlicht am · Aktualisiert am · Geschäftsführerin der imatch GmbH

Dieser Artikel wurde von einem Autor mit Unterstützung von KI verfasst.

Ein moderner Finanzplan auf einem Tablet-Bildschirm neben einer Tasse Kaffee, der eine langfristige Vermögensentwicklung und Berechnungen zur Altersvorsorge ab 45 Jahren zeigt.

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Warum 45 Jahre kein zu spätes Einstiegsalter für Aktien-ETFs sind

Ein Späteinstieg mit 45 Jahren ist keineswegs zu spät, sondern bietet hervorragende Aussichten für einen rentablen Vermögensaufbau. Bei einem regulären Renteneintritt mit 67 Jahren verbleibt Ihnen ein Anlagehorizont von exakt 22 Jahren. Diese Zeitspanne reicht statistisch vollkommen aus, um kurzfristige Marktschwankungen verlässlich auszugleichen und von der langfristigen Wertentwicklung globaler Aktienmärkte zu profitieren. Auch bei der Frage, wie hoch der Anteil für einen Aktien-ETF im Altersvorsorgedepot sein sollte, ist dieser lange Zeithorizont ein entscheidender Vorteil.

Historische Evidenz: Die 15-Jahre-Regel am Aktienmarkt

Historische Analysen des Deutschen Aktieninstituts (DAI) belegen, dass Anleger bei einem Anlagehorizont von mindestens 15 Jahren mit einem breit gestreuten Portfolio in der Vergangenheit in keinem einzigen Fall Verluste erlitten haben[1]. Im Gegenteil: Selbst bei ungünstigen Einstiegszeitpunkten lag die durchschnittliche jährliche Rendite im positiven Bereich, während sie im historischen Mittel oft zwischen 7 % und 9 % pro Jahr betrug[1]. Mit Ihren verbleibenden 22 Jahren bis zur Rente liegen Sie somit komfortabel über dieser kritischen Schwelle. Dies macht die Entscheidung, beispielsweise im Zuge eines Wechsel von Riester auf ein modernes, aktienbasiertes Altersvorsorgedepot umzusteigen, mathematisch äußerst attraktiv.

  • Glättung von Marktzyklen: Ein Zeitraum von 22 Jahren umspannt erfahrungsgemäß mehrere Wirtschaftszyklen, wodurch Krisenphasen wie die Finanzkrise von 2008 oder die Dotcom-Blase vollständig ausgebügelt werden[1].
  • Kraftvoller Zinseszins: Da die Erträge im Altersvorsorgedepot steuerfrei reinvestiert werden können, entfaltet der Zinseszins insbesondere in der zweiten Hälfte der Laufzeit seine maximale Dynamik.
  • Verzicht auf Beitragsgarantien: Im Gegensatz zu alten Riester-Verträgen entfällt beim Altersvorsorgedepot die Pflicht zur nominalen Beitragsgarantie, sodass Ihr Kapital durchgehend renditestark in Aktien investiert bleibt.

Über das Vorsorgewissen Informationsportal erhalten Sie Zugriff auf alle gesetzlichen Grundlagen und weiterführenden Analysen für Ihre Ruhestandsplanung. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass historische Wertentwicklungen keine verlässliche Prognose für zukünftige Renditen darstellen. Berechnungen und historische Vergleiche dienen rein illustrativen Zwecken. Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.

Die staatliche Förderung ab 2027 im Detail: So profitiert Ihr Altersvorsorgedepot

Wer mit 45 Jahren in das neue Altersvorsorgedepot einsteigt, dem verbleiben bis zum regulären Renteneintritt mit 67 Jahren exakt 22 Jahre. Diese Zeitspanne reicht an den weltweiten Aktienmärkten historisch hervorragend aus, um marktübliche Schwankungen auszugleichen und vom langfristigen Wertzuwachs breit gestreuter Portfolios zu profitieren[2]. Ab dem 1. Januar 2027 greift hierbei ein neues Fördermodell: Der Staat zahlt eine beitragsproportionale Grundzulage von 30 Prozent auf Ihre eigenen Sparbeiträge. Wenn Sie jährlich 1.800 Euro einzahlen, sichern Sie sich die maximale staatliche Grundzulage von 540 Euro[2]. Wie Sie Ihre Beiträge optimal aufteilen, um von dieser staatlichen Förderung optimal zu profitieren, erfahren Sie im Ratgeber zur maximalen Förderung.

  • Jährlicher Eigenanteil: Sie zahlen 1.800 Euro selbst ein (entspricht 150 Euro im Monat).
  • Staatliche Grundzulage: Der Staat steuert jährlich 540 Euro bei (30 Prozent Förderquote).
  • Gesamtinvestition: Jedes Jahr fließen somit 2.340 Euro direkt in Ihr breit gestreutes ETF-Portfolio.
  • Zusatzeffekt über 22 Jahre: Allein die staatlichen Zulagen summieren sich ohne Zinsen auf stolze 11.880 Euro.

Durch den Zinseszins-Effekt entfalten diese staatlichen Zulagen über die verbleibende Laufzeit von über zwei Jahrzehnten eine beachtliche Hebelwirkung. Selbst bei einer konservativ angenommenen jährlichen ETF-Wertentwicklung von 5 Prozent wächst Ihr Depot dank der staatlichen Zuzahlungen deutlich schneller als ein ungeförderter Standard-Sparplan, da die Zulagen fortlaufend mitinvestiert werden. Dies zeigt anschaulich, welchen Hebel die AVD-Förderung für Ihren Vermögensaufbau bereithält. Um Ihre persönliche Konstellation präzise und neutral durchzurechnen, steht Ihnen der kostenlose Förderrechner Altersvorsorgedepot zur Verfügung. Dieses Tool ermittelt verlässlich Ihr voraussichtliches Endkapital und macht die genaue Kostenwirkung transparent.

Hinweis zu den Berechnungen: Alle genannten Zahlen und Hochrechnungen dienen der Veranschaulichung und sind illustrativ. Sie hängen von der tatsächlichen Marktentwicklung ab. Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.

Steuerliche Vorteile maximieren: Der Sonderausgabenabzug beim Späteinstieg

Wer mit 45 Jahren in das Altersvorsorgedepot einsteigt, befindet sich beruflich oft in den einkommensstärksten Jahren. Das bedeutet auch eine höhere Steuerlast, die sich jedoch gezielt als Rendite-Hebel nutzen lässt. Durch den Sonderausgabenabzug können Sie Ihre Einzahlungen steuerlich geltend machen. Der Gesetzgeber sieht vor, dass Sie Beiträge bis zu einer bestimmten Grenze direkt absetzen können. Für einen Späteinsteiger erhöht dies die Netto-Sparquote erheblich, da ein beachtlicher Teil der Einzahlungen direkt vom Finanzamt über die Steuererklärung erstattet wird. So fließt weniger Geld an den Fiskus und mehr Vermögen verbleibt in Ihrer langfristigen Altersvorsorge.

Konkret können Sparer nach den aktuellen gesetzlichen Regelungen für das Altersvorsorgedepot insgesamt bis zu 2.340 Euro pro Jahr als Sonderausgaben geltend machen[3]. Die Steuerersparnis richtet sich nach Ihrem persönlichen Grenzsteuersatz. Wer in seiner Haupterwerbsphase beispielsweise einen Grenzsteuersatz von 35 Prozent aufweist, sichert sich dadurch eine jährliche Steuererstattung von rund 819 Euro[3]. Dieser Steuereffekt wirkt wie ein sofortiger, garantierter Zins auf Ihre Einzahlungen. Wie viel Steuern Sie in Ihrer persönlichen Situation einsparen können, lässt sich präzise über den Förderrechner Altersvorsorgedepot ermitteln. Um die maximale Förderung zu erhalten, ist die richtige Ausrichtung Ihrer jährlichen Beiträge entscheidend.

Beitragsaspekt im AltersvorsorgedepotWert in Euro
Maximaler Sonderausgabenabzug2.340 €
Angenommener Grenzsteuersatz35 %
Jährliche Steuerersparnis819 €
Effektiver Netto-Eigenbeitrag1.521 €

Auf Sicht einer 22-jährigen Ansparphase bis zum regulären Renteneintritt mit 67 Jahren summiert sich dieser Steuereffekt enorm. Allein über die Steuerersparnis von jährlich 819 Euro fließen über den gesamten Zeitraum rechnerisch 18.018 Euro an Sie zurück. Wenn Sie diese jährlichen Steuererstattungen konsequent reinvestieren, entsteht ein beachtlicher Zinseszinseffekt, der Ihren Späteinstieg zusätzlich beschleunigt. Die AVD-Förderung erweist sich damit gerade für gut verdienende Angestellte im besten Alter als hochgradig effizientes Werkzeug. Bitte beachten Sie: Diese Berechnungen dienen nur der Veranschaulichung. Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.

Beispielrechnung: Das Altersvorsorgedepot nach 22 Jahren im direkten Vergleich

Ein Einstieg mit 45 Jahren lässt Ihnen bis zum Renteneintritt mit 67 Jahren genau 22 Jahre Zeit - ein idealer Zeithorizont, um die Schwankungen der Aktienmärkte auszugleichen. Wenn Sie monatlich 150 Euro (1.800 Euro jährlich) einzahlen, sichern Sie sich die maximale Förderung in Form der vollen staatlichen Grundzulage von 540 Euro pro Jahr[4]. Dadurch fließen jährlich insgesamt 2.340 Euro in Ihre Anlage, während beim ungeförderten ETF-Sparplan nur Ihre eigenen 1.800 Euro wirken. Mit unserem Förderrechner Altersvorsorgedepot können Sie diese Dynamik für verschiedene Sparraten individuell nachvollziehen. Die zusätzliche AVD-Förderung wirkt hier wie ein massiver Hebel auf Ihre persönliche Rendite.

KriteriumUngeförderter ETF-SparplanAltersvorsorgedepot (gefördert)
Jährlicher Eigenbeitrag1.800 €1.800 €
Staatliche Zulage pro Jahr0 €540 €
Gesamte Sparrate pro Jahr1.800 €2.340 €
Voraussichtliches Endkapital (nach 22 Jahren bei 6 % Rendite)ca. 78.106 €ca. 101.538 €
Zusätzlicher Vermögensvorteil-ca. 23.432 €

Diese Hochrechnung verdeutlicht, wie stark die Zulagen über eine Laufzeit von 22 Jahren dank des Zinseszins-Effekts wirken. Das zusätzliche Endkapital von über 23.000 Euro entsteht allein durch die staatliche Förderung, ohne dass Sie dafür mehr eigenes Geld in die Hand nehmen mussten. Zudem profitieren Sie während der Ansparphase vom Sonderausgabenabzug, der Ihre Steuerlast weiter senken kann[4]. Um das für Sie rentabelste Angebot mit niedrigen Gebühren zu finden, hilft ein Kriteriengestützter Anbietervergleich bei der Auswahl des passenden Depots. Bitte beachten Sie: Diese Berechnungen sind illustrativ und hängen von der tatsächlichen Marktentwicklung ab. Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.

Höhere Sparraten realisieren: Wann freiwillige Beiträge bis 6.840 Euro sinnvoll sind

Für Späteinsteiger im Alter von 45 Jahren zählt beim Vermögensaufbau jeder investierte Euro, da die verbleibende Ansparzeit bis zum Ruhestand auf genau 22 Jahre begrenzt ist. Mit der Einführung des Altersvorsorgedepots zum 1. Januar 2027 gibt es eine neue, oft unterschätzte Stellschraube: freiwillige Zuzahlungen über die geförderte Grenze hinaus. Nach den Vorgaben des Bundesministeriums der Finanzen können Sie jährlich bis zu 6.840 Euro in Ihr Altersvorsorgedepot einzahlen, um von den steuerlichen Vorteilen der Ansparphase zu profitieren[4]. Während staatliche Zulagen und die unmittelbare steuerliche Absetzbarkeit bei einem jährlichen Eigenbeitrag von 1.800 Euro gedeckelt sind, bleibt der darüber hinausgehende Teil bis zur Obergrenze von 6.840 Euro steuerlich hochgradig attraktiv.

Der entscheidende Hebel liegt in der steuerfreien Ansparphase innerhalb des geförderten Depots. Sämtliche Gewinne, Dividenden und Zinserträge, die Sie mit Ihren ETF-Anlagen über die 22-jährige Laufzeit erzielen, bleiben während dieser Zeit komplett von der deutschen Abgeltungsteuer und der Vorabpauschale befreit. Erst in der späteren Auszahlungsphase im Ruhestand erfolgt die Besteuerung. Dieser nachgelagerte Steuereffekt führt dazu, dass das sogenannte Steuer-Leck geschlossen wird und die unversteuerten Erträge Jahr für Jahr den Zinseszins-Effekt maximieren können. Wer den steuerlichen Rahmen und die Fördergrenzen voll ausschöpfen möchte, findet im Leitfaden zum Thema maximale Förderung alle Details.

  • Steuerfreie Wiederanlage: Dividenden und Kursgewinne fließen ohne Steuerabzug direkt wieder in neue ETF-Anteile.
  • Effektiver Zinseszins: Das verbleibende Kapital arbeitet über 22 Jahre ungestört weiter, was das Endkapital im Vergleich zu einem herkömmlichen, steuerpflichtigen Depot deutlich erhöht.
  • Flexible Anpassung: Sie können die Höhe Ihrer freiwilligen Beiträge in jedem Kalenderjahr flexibel an Ihre aktuelle Liquidität anpassen.

Diese mathematischen Vorteile verdeutlichen, dass das Altersvorsorgedepot auch bei einem Einstieg mit 45 Jahren ein hocheffizientes Instrument darstellt. Zur individuellen Überprüfung Ihrer persönlichen Situation steht Ihnen unser neutrales Vorsorgewissen Informationsportal sowie der interaktive Förderrechner Altersvorsorgedepot zur Verfügung. Unabhängig davon, ob Sie Ihre Vorsorge als Selbstentscheider organisieren oder eine persönliche Unabhängige Beratungsvermittlung in Anspruch nehmen möchten, hilft Ihnen diese Transparenz bei einer fundierten Entscheidung. (Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.)

Bestehenden Riester-Vertrag wechseln: Das müssen 45-Jährige jetzt beachten

Viele Sparer um die 45 besitzen alte, oft unrentable Riester-Verträge, bei denen hohe Verwaltungsgebühren die Rendite aufzehren. Da bis zum regulären Renteneintritt mit 67 Jahren noch genau 22 Jahre verbleiben, lohnt sich der Umstieg auf das kostengünstige, ETF-basierte Altersvorsorgedepot ab 2027 in den meisten Fällen. Ein solcher Wechsel ermöglicht es Ihnen, endlich von den marktüblichen Renditen globaler Aktien-ETFs zu profitieren, während Ihre restliche Ansparphase lang genug ist, um kurzfristige Marktschwankungen verlässlich auszugleichen.

Das Gesetz sieht für diesen Übergang verbraucherfreundliche Regeln vor. Wenn Sie Ihr Guthaben übertragen, sind die anfallenden Wechselkosten gesetzlich auf maximal 150 Euro begrenzt[5]. Nach einer Laufzeit von fünf Jahren beim neuen Anbieter ist der Transfer sogar komplett gebührenfrei. Ein entscheidender Vorteil bei diesem Wechsel von Riester ist der Erhalt aller bisherigen staatlichen Zulagen und Steuervorteile, die steuerfrei in Ihr neues Depot übertragen werden.

  • Vollständiger Guthabenübertrag: Ihr angespartes Riester-Kapital fließt direkt in das neue Altersvorsorgedepot, um dort kostengünstig in ETFs investiert zu werden.
  • Beitragsfreistellung: Sie belassen das bisherige Kapital im Riester-Vertrag und besparen ab 2027 ausschließlich das neue Altersvorsorgedepot.
  • Weiterführung des Altvertrags: Sie führen den Vertrag unverändert fort, was meist nur bei sehr kurzen Restlaufzeiten oder hohen garantierten Rentenfaktoren sinnvoll ist.

Eine beispielhafte Modellrechnung verdeutlicht das Potenzial: Überträgt ein 45-jähriger Sparer ein angespartes Riester-Guthaben von 15.000 Euro in das neue Depot und spart monatlich 150 Euro weiter, wächst das Vermögen bei einer angenommenen ETF-Rendite von 6 Prozent pro Jahr in 22 Jahren auf rund 114.000 Euro an. Bei einem klassischen Riester-Vertrag mit hohen laufenden Kosten läge das Endergebnis oft um zehntausende Euro darunter. Für eine präzise, auf Ihre persönliche Situation zugeschnittene Berechnung können Sie den Förderrechner Altersvorsorgedepot nutzen. Bitte beachten Sie: Diese Berechnungen sind illustrativ und stellen keine Garantie dar. Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.

Kosten im Blick behalten: Wie Depotgebühren Ihre spätere Rente schmälern

Wer mit 45 Jahren in das neue Altersvorsorgedepot einsteigt, hat bis zum regulären Rentenbeginn mit 67 Jahren eine Ansparphase von exakt 22 Jahren vor sich. In diesem überschaubaren, aber dennoch lohnenden Zeitraum ist die maximale Kosteneffizienz der entscheidende Hebel, um das Beste aus Ihren Beiträgen herauszuholen. Jeder Prozentpunkt, den ein Anbieter an Verwaltungs- oder Depotgebühren einbehält, schmälert den Zinseszins-Effekt direkt. Während ein kostengünstiger ETF-Sparplan bei einem modernen Depotanbieter oft für minimale Gebühren zu haben ist, belasten klassische Rentenversicherungen das Kapital häufig mit jährlichen Kosten von 1,0 Prozent oder mehr. Über eine Laufzeit von 22 Jahren kann dieser scheinbar kleine Unterschied Ihr endgültiges Rentenkapital um einen fünfstelligen Betrag verringern.

  • Depotführung: Viele Neobroker bieten eine komplett kostenfreie Depotführung an, während traditionelle Filialbanken feste Jahresgebühren verlangen.
  • Transaktionskosten: Für den automatischen Kauf von ETFs sollten keine oder nur minimale Ausführungsgebühren anfallen.
  • Produktkosten (TER): Die Gesamtkostenquote des gewählten ETFs sollte idealerweise zwischen 0,05 und 0,25 Prozent pro Jahr liegen.
  • Zusatzleistungen: Laufende Gebühren für Beratungen oder Portfoliomanagement sollten transparent ausgewiesen sein und nur bei echtem Mehrwert bezahlt werden.

Um die Auswirkung von Gebühren zu veranschaulichen, hilft eine einfache, illustrative Berechnung: Bei einer monatlichen Sparrate von 150 Euro und einer angenommenen jährlichen Rendite von 6 Prozent vor Kosten wächst das Vermögen in 22 Jahren auf rund 78.000 Euro an[6]. Reduziert sich die Rendite durch eine hohe effektive Kostenquote des Anbieters von beispielsweise 1,2 Prozent auf netto 4,8 Prozent, verbleiben am Ende nur etwa 66.000 Euro, was einem Verlust von über 12.000 Euro durch Gebühren entspricht. Unsere quellenbelegte Methodik zeigt, dass gerade beim Späteinstieg jede gesparte Gebühr wie ein Rendite-Turbo wirkt. Ob ein moderner Neobroker oder eine Bank für Ihre Strategie am besten geeignet ist, hängt von Ihrem persönlichen Beratungsbedarf ab.

Bitte beachten Sie: Diese Berechnungen sind rein illustrativ und stellen keine Garantie für zukünftige Wertentwicklungen dar (Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.).

Zwei Wege zur Umsetzung: Der optimale Start mit 45 Jahren

Wenn Sie mit 45 Jahren in das neue Altersvorsorgedepot einsteigen, stehen Ihnen zwei gleichwertige Umsetzungswege offen, um das verbleibende Zeitfenster von 22 Jahren bis zum Renteneintritt optimal zu nutzen. Für Ihren persönlichen Vorsorgeweg können Sie entweder als Selbstentscheider agieren oder eine qualifizierte Begleitung in Anspruch nehmen. Beide Pfade ermöglichen es Ihnen, den steuerlich geförderten Höchstbetrag von bis zu 1.800 Euro pro Jahr effizient anzulegen und vom Sonderausgabenabzug zu profitieren[4]. (Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.)

Der erste Weg richtet sich an entscheidungsfreudige Sparer, die ihre Finanzen gerne eigenständig steuern. Über einen Neobroker lässt sich das Altersvorsorgedepot mit minimalen Verwaltungsgebühren führen, wodurch die langfristige Zinseszins-Wirkung maximiert wird. Sie wählen Ihre ETFs selbst aus und passen das Portfolio flexibel an. Unser Tool, der Kriteriengestützter Anbietervergleich, hilft Ihnen dabei, die am besten geeigneten Depotanbieter mit den niedrigsten Gebührenstrukturen für Ihren Späteinstieg zu finden. Zusätzlich können Sie mit dem Förderrechner Altersvorsorgedepot die genauen steuerlichen Effekte und Zulagen für Ihre persönliche Einkommenssituation im Detail simulieren.

Der zweite Weg eignet sich für Sparer, die eine strukturierte Orientierung und menschliche Expertise bevorzugen. Ein qualifizierter, unabhängiger Finanzberater unterstützt Sie dabei, Ihre Anlagestrategie individuell auf Ihren Zeithorizont abzustimmen und steuerliche Synergien präzise zu nutzen. Wenn Sie diesen Weg wählen, führt Sie unsere Unabhängige Beratungsvermittlung kostenlos und unkompliziert zu einem lizenzierten Partner, der Sie fachlich begleitet. Unabhängig davon, für welchen Pfad Sie sich entscheiden, sichert Ihnen das Vorsorgewissen Informationsportal jederzeit verlässliche, quellenbelegte Leitfäden für jeden Schritt.

  • Der Selbstentscheider-Pfad bietet volle Kontrolle, maximale Kostenersparnis bei den Depotgebühren und eine schnelle digitale Abwicklung per Neobroker-App.
  • Der Beratungspfad bietet eine maßgeschneiderte Portfolio-Strukturierung, persönliche Absicherung gegen Marktschwankungen und professionelle Steueroptimierung.
  • Beide Wege nutzen die staatliche Förderung voll aus und sichern den steuerfreien Vermögensaufbau während der Ansparphase.

Häufig gestellte Fragen

Lohnt sich ein Altersvorsorgedepot mit 45 Jahren überhaupt noch?
Ja, ein Einstieg mit 45 Jahren ist absolut sinnvoll. Bis zum regulären Rentenalter von 67 Jahren verbleiben Ihnen 22 Jahre. Da am Aktienmarkt ein Anlagehorizont von mindestens 15 Jahren empfohlen wird, um Schwankungen auszugleichen, haben Sie mit einem ETF-basierten Altersvorsorgedepot genügend Zeit für einen erfolgreichen Vermögensaufbau.
Wie hoch ist die maximale staatliche Förderung ab 2027?
Ab dem Jahr 2027 beträgt die maximale staatliche Grundzulage für das Altersvorsorgedepot 540 Euro pro Jahr. Diese volle Förderung erhalten Sie, wenn Sie mindestens 1.800 Euro Eigenbeitrag pro Jahr in Ihr gefördertes Depot einzahlen.
Kann ich Beiträge für das Altersvorsorgedepot von der Steuer absetzen?
Ja, Sie können Ihre Beiträge steuerlich geltend machen. Im Rahmen der Einkommensteuererklärung gilt ein Sonderausgabenabzug von mindestens 2.340 Euro (bestehend aus 1.800 Euro Eigenbeitrag plus Zulagen), wodurch Sie vor allem in einkommensstarken Phasen Steuern sparen.
Wie viel Geld kann ich maximal pro Jahr in das Depot einzahlen?
Der jährliche Höchstbetrag für Einzahlungen in ein Altersvorsorgedepot ist gesetzlich auf 6.840 Euro begrenzt. Während bis zu 1.800 Euro staatlich gefördert werden, können Sie die restliche Summe als ungeförderte, aber steuerlich vorteilhafte Zuzahlung nutzen.
Sollte ich meinen alten Riester-Vertrag mit 45 Jahren in das neue Depot übertragen?
Für viele 45-Jährige ist ein Wechsel vorteilhaft, da das neue Altersvorsorgedepot auf renditestarke ETFs ohne teure Beitragsgarantien setzt. Sie können Ihr angespartes Riester-Kapital übertragen, wobei die Wechselkosten gesetzlich auf maximal 150 Euro begrenzt sind.

Quellen

  1. [1]dai.de
  2. [2]bundesfinanzministerium.de
  3. [3]union-investment.de
  4. [4]bundesfinanzministerium.de
  5. [5]invest4kids.de
  6. [6]schwabmoneywise.com
  7. []Das neue Altersvorsorgedepot – verstehen, berechnen, entscheiden
  8. []Ab welchem Alter lohnt sich der Wechsel von Riester zum Altersvorsorgedepot?
  9. []Altersvorsorgedepot: Selber machen per App oder mit Beratung?
  10. []Neobroker oder Bank für das Altersvorsorgedepot
  11. []Wie viel Aktien-ETF im Altersvorsorgedepot?
  12. []Wie viel ins Altersvorsorgedepot einzahlen für maximale Förderung?
  13. []Wie viel Rendite bringt die AVD-Förderung?

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