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Wie viel Aktien-ETF im Altersvorsorgedepot?

Porträtfoto von Tilman Freyenhagen, Geschäftsführer und Gesellschafter der Alsterspree Verlag GmbH

Aktualisiert am · Geschäftsführer & Gesellschafter der Alsterspree Verlag GmbH

Ein detailliertes Diagramm auf einem Tablet-Bildschirm, das den Verlauf einer schrittweise sinkenden Aktienquote ueber verschiedene Lebensphasen hinweg visualisiert, umgeben von Notizbloecken.

Welche ETFs passen in dein AVD?

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Die Kernentscheidung: Warum die Aktienquote Ihre wichtigste Stellschraube ist

Bei der eigenständigen Strukturierung Ihres staatlich geförderten Altersvorsorgedepots stehen Sie vor einer wegweisenden Weichenstellung: Wie hoch soll der Anteil von Aktien-ETFs im Vergleich zu risikoarmen Anlagen sein? Diese Verteilungsentscheidung, oft als Asset Allocation bezeichnet, bestimmt das langfristige Renditepotenzial und das Schwankungsverhalten Ihres Portfolios weitaus stärker als die Auswahl einzelner Wertpapiere. Als quellenbasiertes Informationsportal unterstützt Sie das Vorsorgewissen Informationsportal dabei, diese Stellschraube systematisch und frei von emotionalen Einflüssen zu justieren. Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.

Ein zentraler mathematischer Aspekt ist die Risikokompensation über die Zeit. Je länger Ihr Anlagehorizont ist, desto robuster wirkt die historische Erholungsfähigkeit der globalen Aktienmärkte als Puffer gegen temporäre Kurseinbrüche. Historische Daten des Deutschen Aktieninstituts zeigen beispielsweise, dass ein breit gestreutes globales Aktieninvestment über eine Haltedauer von 15 Jahren in der Vergangenheit stets eine positive Rendite erzielt und Krisen vollständig ausgeglichen hat[1]. Für Selbstentscheider bedeutet dies, dass ein langer Horizont eine hohe Aktienquote mathematisch rechtfertigt, da kurzfristige Schwankungen die endgültige Altersvorsorge kaum gefährden.

Um folgenschwere Anlagefehler zu vermeiden, müssen Sie strikt zwischen Volatilität und dauerhaftem Verlust unterscheiden. Vorübergehende Kursrückgänge an den Börsen sind lediglich Buchwerte, die die notwendige Prämie für langfristiges Wachstum darstellen. Ein realer, dauerhafter Verlust entsteht erst dann, wenn Sie in einer Marktphase des Pessimismus panikartig verkaufen und dadurch temporäre Wertminderungen realisieren. Ein stabiles Ruhestandskonzept basiert daher auf einer bewussten Festlegung der Aktienquote, die zu Ihrer persönlichen Risikotoleranz passt und verhindert, dass Sie bei fallenden Kursen emotional reagieren.

  • Anlagehorizont als Fundament: Ein verbleibender Zeitraum von über 15 Jahren erlaubt eine maximale Fokussierung auf renditestarke Aktien-ETFs.
  • Volatilität akzeptieren: Schwankungen sind der Preis für die langfristige Überrendite von Aktien gegenüber klassischen Sparformen.
  • Risikotragfähigkeit prüfen: Wählen Sie nur eine so hohe Quote, dass Sie auch bei einem temporären Markteinbruch von 30 Prozent gelassen bleiben.

Das Fundament: Risikobereitschaft und Anlagehorizont richtig einschätzen

Die ideale Aktienquote im Altersvorsorgedepot hängt primär von Ihrem verbleibenden Anlagehorizont und Ihrer persönlichen Risikotragfähigkeit ab. Bei einer langen Laufzeit von über 15 Jahren ist ein hoher Aktien-ETF-Anteil von bis zu 100 Prozent rational, da historische Marktphasen zeigen, dass sich kurzfristige Schwankungen über diesen Zeitraum verlässlich ausgleichen[2]. Je näher der geplante Ruhestand rückt, desto stärker sollte dieses Risiko schrittweise reduziert werden, um das angesparte Kapital vor plötzlichen Markteinbrüchen zu schützen.

Risikotoleranz vs. finanzielle Belastbarkeit

Bei der Bestimmung Ihrer Aktienquote müssen Sie zwischen Ihrer emotionalen Risikotoleranz und Ihrer objektiven finanziellen Belastbarkeit unterscheiden. Die emotionale Toleranz beschreibt, wie gut Sie mit zwischenzeitlichen Buchverlusten im Depot schlafen können, ohne panisch zu verkaufen. Die finanzielle Belastbarkeit hingegen definiert, wie lange Sie im Notfall auf das investierte Geld verzichten können. Für die langfristige private Altersvorsorge ist die finanzielle Belastbarkeit der entscheidende Hebel, da das Kapital im geförderten Depot zweckgebunden bis zum Renteneintritt investiert bleibt. In unserem Vorsorgewissen Informationsportal finden Sie vertiefende Analysen zur staatlich geförderten Anlage. Die Kombination aus langer Anlagedauer und staatlicher Förderung mindert das reale Verlustrisiko weiter ab.

Restlaufzeit bis zur RenteEmpfohlene AktienquoteSicherheitsbausteineAnlagestrategie
Mehr als 15 Jahre80 bis 100 Prozent0 bis 20 ProzentMaximaler Vermögensaufbau mit weltweiten Aktien-ETFs
10 bis 15 Jahre60 bis 80 Prozent20 bis 40 ProzentModerate Renditeorientierung, beginnendes Risikomanagement
5 bis 10 Jahre40 bis 60 Prozent40 bis 60 ProzentAusgewogenes Portfolio, schrittweise Umschichtung vorbereiten
Weniger als 5 Jahre10 bis 30 Prozent70 bis 90 ProzentKapitalerhalt steht im Vordergrund, Minimierung von Verlustrisiken

Diese Staffelung dient als bewährte Faustregel für Selbstentscheider. Wer frühzeitig mit einer hohen Aktienquote startet, profitiert maximal vom Zinseszins-Effekt auf die eingezahlten Beiträge und die staatlichen Zulagen. Um die konkreten Auswirkungen verschiedener Aktienquoten auf Ihr künftiges Altersvorsorgevermögen zu simulieren, steht Ihnen unser kostenloser Förderrechner Altersvorsorgedepot zur Verfügung. Beachten Sie bei jeder Planung: Die hier dargestellten Szenarien dienen der Veranschaulichung. Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.

Historische Evidenz: Warum sich Aktienrisiken auf lange Sicht relativieren

Wer langfristig für das Alter vorsorgt, sorgt sich oft vor kurzfristigen Kursschwankungen an den Aktienmärkten. Die historische Evidenz zeigt jedoch, dass sich dieses Risiko mit einem langen Anlagehorizont drastisch reduziert[3]. Am Beispiel des weltweit ausgerichteten MSCI World Index lässt sich belegen, dass ein breit gestreuter Aktien-Sparplan bei einer Haltedauer von mindestens 15 Jahren in der Vergangenheit in jedem historischen Zeitraum eine positive Rendite erzielt hat[4]. Wer also über Jahrzehnte hinweg monatlich spart, für den relativieren sich kurzfristige Markteinbrüche fast vollständig.

Für solche langfristigen Zeiträume von 15 Jahren lag die durchschnittliche jährliche Rendite in der Historie meist zwischen 8,7 % und 9,7 %[4]. Kurzfristige Krisen - wie das Platzen der Dotcom-Blase oder die globale Finanzkrise von 2008 - wurden durch nachfolgende Erholungsphasen an den Weltmärkten vollständig ausgeglichen. Zeit schlägt an der Börse somit nachweislich das Markttiming: Wer frühzeitig mit einer hohen Aktienquote beginnt, nutzt den Zinseszinseffekt optimal aus und baut systematisch privates Vermögen auf. In unseren fundierten Leitfäden im Vorsorgewissen Informationsportal erklären wir detailliert, wie diese Marktzyklen funktionieren.

AnlagehorizontHistorische VerlustwahrscheinlichkeitDurchschnittliche Renditeentwicklung
1 JahrHoch (kurzfristige Schwankungen dominieren)Sehr volatil (starke Jahresschwankungen möglich)
5 bis 10 JahreModerat (Krisen können noch belasten)Zunehmend stabilere Erholungstendenzen
Ab 15 JahrenHistorisch gegen Null (keine Verluste im MSCI World)Stabilisiert im langfristigen Durchschnitt

Diese historische Gesetzmäßigkeit hat direkte Auswirkungen auf die Strukturierung Ihres persönlichen Altersvorsorgedepots: Je länger Ihr verbleibender Anlagehorizont bis zum Ruhestand ist, desto beruhigter können Sie eine hohe oder sogar vollständige Aktien-ETF-Quote wählen. Geduld an den weltweiten Aktienmärkten wird systematisch belohnt, da zwischenzeitliche Kurskorrekturen über die Jahrzehnte hinweg statistisch ausgeglichen werden und der langfristige Wachstumstrend dominiert.

Bitte beachten Sie den rechtlichen Hinweis: Die genannten Berechnungen und Renditen basieren auf historischen Daten und sind keine Garantie für zukünftige Entwicklungen. Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.

Klassische Faustformeln für die Aktienquote auf dem Prüfstand

Eine der bekanntesten Methoden zur Bestimmung des passenden Aktienanteils im Depot ist die traditionelle Formel 100 minus Lebensalter gleich Aktienquote. Demnach müsste ein 30-jähriger Sparer eine Aktienquote von 70 Prozent wählen, während ein 60-Jähriger nur noch 40 Prozent in Aktien anlegt, um das Risiko vor dem Ruhestand schrittweise zu senken. Diese mathematisch einfache Regel stammt jedoch aus einer vergangenen Epoche mit geringerer Lebenserwartung und historisch höheren Zinsen auf Staatsanleihen. In der modernen Altersvorsorge führt sie wegen der verlängerten Rentenphase oft zu einer viel zu defensiven Portfolioausrichtung, wodurch Anleger wertvolles Renditepotenzial verschenken.

Die modernere Variante: 110 minus Alter

Um der gestiegenen Lebenserwartung und der veränderten Zinslandschaft gerecht zu werden, empfehlen Finanzexperten heute häufiger die modernisierte Formel 110 minus Lebensalter oder im Falle einer hohen Risikobereitschaft sogar 120 minus Lebensalter als Orientierung[5]. Ein 50-jähriger Anleger kommt nach dieser zeitgemäßen Variante auf eine Aktienquote von 60 Prozent statt der herkömmlichen 50 Prozent. Auf unserem Portal Vorsorgedepot-Lotse zeigen wir Ihnen im detailreichen Vorsorgewissen Informationsportal, wie Sie Ihre persönliche Tragfähigkeit für Risiken analysieren und diese mathematischen Daumenregeln an Ihre persönliche Situation anpassen. Wer zusätzlich die staatliche Förderung und deren Einfluss auf das spätere Endkapital präzise simulieren möchte, nutzt dafür am besten unseren interaktiven Förderrechner Altersvorsorgedepot.

  • Individuelle Risikotoleranz: Können Sie kurzfristige Kursschwankungen an den Aktienmärkten von zwanzig Prozent oder mehr gelassen aussitzen, ohne voreilig Anteile zu verkaufen?
  • Zusätzliche Einkommensquellen: Wenn Sie im Alter durch eine betriebliche Altersvorsorge, feste Renten oder Immobilien geschützt sind, können Sie eine dauerhaft höhere Aktienquote im Depot halten.
  • Flexibler Auszahlungszeitpunkt: Ein variabler Rentenbeginn hilft Ihnen dabei, eventuelle Markttiefs am Ende der Ansparphase ohne Zeitnot und finanziellen Druck zu überbrücken.

Zusammenfassend dienen diese klassischen Faustformeln zwar als nützlicher erster Kompass für Selbstentscheider, sie ersetzen jedoch keine individuelle Finanzplanung. Die Festlegung des optimalen Aktien-ETF-Anteils bleibt stets eine persönliche Abwägung zwischen der mathematischen Renditemaximierung und Ihrem psychologischen Wohlbefinden in volatilen Marktphasen.

Die Staffelung nach Restlaufzeit: Typische Aktienquoten im Überblick

Wie hoch der Anteil an Aktien-ETFs im Altersvorsorgedepot sein sollte, hängt primär von Ihrem verbleibenden Anlagehorizont ab. Ein langer Zeithorizont ermöglicht es, kurzfristige Marktschwankungen verlässlich auszusitzen und die historisch höheren Renditen von Aktienanlagen zu nutzen. In unserem Vorsorgewissen Informationsportal betonen wir stets, dass die individuelle Risikotragfähigkeit das Fundament jeder Asset-Allokation bildet. Wer noch Jahrzehnte bis zum Renteneintritt vor sich hat, kann theoretisch eine maximale Aktienquote wählen, da temporäre Kursrückgänge statistisch ausgeglichen werden. Je näher der Ruhestand rückt, desto wichtiger wird jedoch der Kapitalerhalt. Eine strukturierte Staffelung hilft Selbstentscheidern, das Portfolio rechtzeitig und ohne emotionalen Druck an den Lebenszyklus anzupassen.

Orientierung zur Aktienquote nach Anlagehorizont

Restlaufzeit bis RenteneintrittTypische AktienquoteRisiko-CharakterStrategischer Fokus
Mehr als 20 Jahre80 bis 100 %HochMaximaler Vermögensaufbau durch Zinseszins
15 bis 20 Jahre70 bis 90 %Moderat bis HochStrategisches Wachstum bei erster Risikokontrolle
10 bis 15 Jahre50 bis 70 %AusgewogenRenditechancen sichern, Volatilität schrittweise senken
5 bis 10 Jahre30 bis 50 %KonservativKapitalschutz priorisieren, sanfter Übergang
Weniger als 5 Jahre10 bis 30 %Sehr konservativKapitalerhalt für anstehende Auszahlungsphase

Diese Staffelung dient als zeitlose Faustregel, um die Volatilität vor der Auszahlungsphase planvoll zu reduzieren. Während wissenschaftliche Untersuchungen darauf hinweisen, dass eine dauerhaft maximale Aktienquote historisch die geringste Wahrscheinlichkeit für einen realen Kapitalmangel im Alter aufweist[6], erfordert dieser Ansatz eine extrem hohe psychologische Belastbarkeit bei schweren Markteinbrüchen. Für die meisten Privatanleger ist ein schrittweiser Übergang in risikoärmere Anlagen wie Anleihen-ETFs oder Geldmarktprodukte (das sogenannte Lifecycle-Modell) der sicherere Weg, um Panikverkäufe kurz vor dem Ruhestand zu verhindern. Nutzen Sie unseren Förderrechner Altersvorsorgedepot, um zu simulieren, wie sich unterschiedliche Förderungen und Sparraten langfristig auswirken.

Bitte beachten Sie: Die genannten Werte sind Richtwerte zur allgemeinen Orientierung und stellen keine Anlageberatung dar. Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.

Der Glidepath: Wie Sie das Risiko vor dem Ruhestand schrittweise senken

Wer als Selbstentscheider die eigene Altersvorsorge aufbaut, steht in den letzten Jahren vor dem Ruhestand vor einer besonderen Herausforderung. Ein plötzlicher Markteinbruch kurz vor dem Renteneintritt kann das angesparte Vermögen empfindlich treffen, da nicht mehr genügend Zeit bleibt, um Verluste auszusitzen. Dieses Risiko wird in der Finanzwissenschaft als Sequence-of-Returns-Risiko (Renditereihenfolgerisiko) bezeichnet[7]. Um dieses Risiko systematisch zu steuern, empfiehlt sich ein sogenannter Glidepath (Umschichtungsplan), bei dem die Aktienquote mit abnehmendem Anlagehorizont schrittweise reduziert wird.

Das Sequence-of-Returns-Risiko und der Steuervorteil im Altersvorsorgedepot

Das neue Altersvorsorgedepot bietet bei der Umsetzung eines Glidepaths einen entscheidenden Vorteil gegenüber einem herkömmlichen Depot: Die kontinuierliche Umschichtung und das jährliche Rebalancing erfolgen innerhalb des geförderten Rahmens vollständig steuerfrei. Bei einem ungeförderten Broker-Depot würde jeder Verkauf von gewinnbringenden ETF-Anteilen die Abgeltungsteuer auslösen, was den Zinseszinseffekt über die Jahrzehnte erheblich schmälert. Im Altersvorsorgedepot hingegen können Sie Ihre Allokation ohne steuerliche Nachteile an Ihren verbleibenden Zeithorizont anpassen. Mit dem Förderrechner Altersvorsorgedepot auf unserem Portal lässt sich der langfristige Vorteil dieser steuerfreien Umschichtung präzise simulieren.

Praktische Leitplanken für die letzten 10 bis 15 Jahre

Die active Phase der Risikoreduktion sollte typischerweise 10 bis 15 Jahre vor dem geplanten Ruhestand beginnen. Eine bewährte Faustregel sieht vor, die Aktienquote ab diesem Zeitpunkt um jährlich etwa 3 bis 5 Prozentpunkte zu senken, bis das gewünschte Sicherheitsniveau für die Entnahmephase erreicht ist. Ein Teil des Kapitals verbleibt dabei meist in Aktien-ETFs, um auch im Ruhestand von Renditen zu profitieren, während der Rest in risikoarme Anlageformen wie Staatsanleihen oder Festgeld fließt. Dies sichert die Liquidität für die ersten Entnahmejahre und lässt dem verbleibenden Aktiendepot Zeit, sich von potenziellen Kursrückgängen zu erholen. Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.

Die richtige Umsetzung im Altersvorsorgedepot: Einsteiger bis Fortgeschrittene

Wenn Sie die passende Aktienquote für Ihren Anlagehorizont bestimmt haben, geht es an die praktische Umsetzung im Altersvorsorgedepot. Als Selbstentscheider haben Sie hierbei die volle Flexibilität, Ihr Portfolio individuell zu strukturieren. Für den Einstieg empfiehlt sich meist eine einfache Ein-ETF-Lösung auf einen globalen Aktienindex wie den MSCI World oder FTSE All-World. Diese Indizes streuen das Kapital über tausende Unternehmen weltweit, reduzieren das Einzelwertrisiko effektiv und reichen für einen langfristigen Vermögensaufbau völlig aus.

  • Die Ein-ETF-Lösung für Einsteiger: Sie investieren in ein einziges, global diversifiziertes Produkt. Ein klassischer All-World-ETF deckt sowohl Industrie- als auch Schwellenländer ab, wodurch kein eigenständiges Umschichten zwischen Regionen nötig ist.
  • Das Core-Satellite-Modell für Fortgeschrittene: Ein breiter Welt-ETF bildet das Fundament, zum Beispiel mit 80 Prozent Gewichtung. Kleinere Beimischungen wie Small-Cap- oder Themen-ETFs ermöglichen es Ihnen, gezielte Renditeschwerpunkte zu setzen.

Unabhängig vom gewählten Modell ist ein regelmäßiges Rebalancing entscheidend, um Ihre Zielallokation stabil zu halten. Da Aktienmärkte schwanken, verschiebt sich die Gewichtung im Zeitverlauf. Ein starkes Aktienjahr kann eine ursprüngliche 70:30-Verteilung schnell auf 80:20 verschieben, was Ihr Risikoprofil ungewollt erhöht. Durch das jährliche Umschichten (also das Verkaufen von Gewinnern und Nachkaufen von untergewichteten Anteilen) stellen Sie das gewünschte Gleichgewicht wieder her. Historische Daten von breit gestreuten Indizes zeigen, dass sich Schwankungen über lange Zeiträume von 15 Jahren und mehr statistisch hervorragend ausgleichen[8].

Für die technische Ausführung richten Sie bei Ihrem gewählten Anbieter einfach einen automatischen Sparplan ein, der die Beträge direkt in die gewünschten ETFs leitet. Wenn Sie unsicher sind, welche Struktur am besten zu Ihrer Lebenslage passt, finden Sie im Vorsorgewissen Informationsportal detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitungen und neutrale Vergleiche. Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.

Selbst entscheiden oder beraten lassen: Der beste Weg zu Ihrem Depot

Die Bestimmung der optimalen Aktienquote für Ihre Altersvorsorge ist eine zutiefst individuelle Angelegenheit, die maßgeblich von Ihrer persönlichen Lebenslage und Ihrem Anlagehorizont beeinflusst wird. Während mathematische Faustformeln eine hervorragende Orientierungshilfe bieten, stehen Sie bei der praktischen Umsetzung vor einer grundsätzlichen Weichenstellung. Sie können Ihr Altersvorsorgedepot entweder vollständig in Eigenregie verwalten oder eine professionelle Begleitung in Anspruch nehmen, um komplexe steuerliche und regulatorische Fallstricke zu vermeiden.

Zwei gleichwertige Wege für Ihre Vorsorgestrategie

Für Selbstentscheider, die ihre Finanzen eigenständig über einen günstigen Neobroker regeln möchten, bietet das eigenverantwortliche Portfolio-Management maximale Kosteneffizienz und volle Kontrolle über die ETF-Auswahl. Wenn Sie hingegen eine komplexe familiäre Situation absichern müssen, unregelmäßige Einkünfte als Selbständiger verzeichnen oder bestehende Altverträge umschichten wollen, kann eine unabhängige Honorarberatung die sicherere Option sein[9]. Ein fachlich versierter Berater hilft Ihnen dabei, ein maßgeschneidertes Risikoprofil zu definieren, ohne dass verdeckte Provisionen Ihre Rendite schmälern.

  • Der selbstbestimmte Weg: Ideal für digitalaffine Anleger, die den Kriteriengestützter Anbietervergleich nutzen und ihr Depot kosteneffizient in Eigenregie führen möchten.
  • Der beratende Weg: Sinnvoll für Personen, die über unsere Unabhängige Beratungsvermittlung Kontakt zu ungebundenen Experten suchen, um komplexe steuerliche Konstellationen zu klären.
  • Die datenbasierte Grundlage: Unser Förderrechner Altersvorsorgedepot ermittelt für beide Wege die exakte staatliche Förderung sowie die langfristige Kostenwirkung Ihres Sparplans.

Egal für welchen Pfad Sie sich entscheiden - eine solide datenbasierte Grundlage ist unerlässlich. Mit dem Förderrechner Altersvorsorgedepot können Sie verschiedene Szenarien Ihrer zukünftigen Rente vergleichen und berechnen, wie sich staatliche Zulagen auf Ihre Rendite auswirken. Unser Vorsorgewissen Informationsportal begleitet Sie auf diesem Weg als verlässlicher und neutraler Lotse, damit Sie fundierte Entscheidungen für Ihre finanzielle Zukunft treffen können.

Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.

Häufig gestellte Fragen

Sollten Sie zu 100 Prozent auf einen Aktien-ETF im Altersvorsorgedepot setzen?
Bei einer sehr langen Laufzeit von ueber 15 Jahren kann eine hohe Aktienquote bis hin zu 100 Prozent sinnvoll sein, da Marktschwankungen historisch ausreichend Zeit haben, sich auszugleichen. Die Renditedreiecke des Deutschen Aktieninstituts zeigen, dass Anleger mit einem breit gestreuten weltweiten Aktien-Sparplan (MSCI World) bei einer Haltedauer von mindestens 15 Jahren in der Vergangenheit in keinem Zeitraum Verluste erlitten haben. Eine hohe oder vollstaendige Aktienquote ist dabei ein Anlageprinzip und keine regulatorische Vorgabe; vergangene Renditen sind keine Garantie fuer die Zukunft. Je naeher der Ruhestand rueckt, desto riskanter wird eine reine Aktienquote, da ein ploetzlicher Crash kurz vor Rentenbeginn das Kapital empfindlich schmaelern kann.
Wie laesst sich das Anlagerisiko vor dem Ruhestand im Altersvorsorgedepot reduzieren?
Um das Risiko vor dem Ruhestand zu senken, nutzen Sie einen sogenannten Glidepath (Umschichtungsplan). Dabei schichten Sie Ihr Kapital ab etwa 10 bis 15 Jahre vor dem geplanten Renteneintritt schrittweise von volatilen Aktien-ETFs in risikoarme Anlageformen um. Dadurch sichern Sie die erzielten Gewinne ab. Das neue Altersvorsorgedepot ermoeglicht solche Umschichtungen in der Regel steuerfrei innerhalb des Depotrahmens, sodass Sie zum Rentenbeginn nur noch einen geringeren, schwankungsarmen Aktienanteil halten.
Welche Faustregel hilft bei der Bestimmung der passenden Aktienquote?
Eine klassische Daumenregel lautet '100 minus Alter' fuer die Aktienquote. Wer also 40 Jahre alt ist, haelt demnach 60 Prozent in Aktien-ETFs. Da die Lebenserwartung steigt und Gelder im Ruhestand oft noch jahrzehntelang investiert bleiben, empfehlen Experten heute modernere Formeln wie '110 minus Alter' oder sogar '120 minus Alter'. Bei einem Alter von 40 Jahren ergaebe sich mit der 110er-Regel eine Aktienquote von 70 Prozent. Solche Faustformeln dienen jedoch nur als grobe Orientierung und muessen an Ihre persoenliche Risikotoleranz angepasst werden.
Wie viel Rendite kann man langfristig mit einem breit gestreuten Aktien-ETF erwarten?
Historische Daten zeigen, dass breit gestreute Aktienanlagen langfristig solide Renditen abwerfen. Die Renditedreiecke des Deutschen Aktieninstituts weisen fuer den MSCI World je nach Haltedauer und Auswertungsjahrgang im langfristigen Mittel rund 8 bis 9 Prozent jaehrlich aus; ueber sehr lange Sparplan-Zeitraeume lag die durchschnittliche jaehrliche Rendite in einzelnen Jahrgaengen zwischen etwa 8,7 und 9,7 Prozent. Diese historischen Werte sind keine Garantie fuer die Zukunft, belegen aber die Ertragskraft von Aktieninvestments fuer die private Altersvorsorge.
Was passiert mit der staatlichen Foerderung bei einer hohen Aktienquote?
Die staatliche Foerderung fuer das neue Altersvorsorgedepot bleibt unabhaengig von Ihrer gewaehlten Aktienquote vollstaendig erhalten. Ob Sie zu 100 Prozent in einen Aktien-ETF investieren oder eine defensivere Aufteilung waehlen: Sie erhalten die Zulagen und Steuervorteile, sofern das ausgewaehlte Produkt die gesetzlichen Kriterien des Altersvorsorgedepots erfuellt. Sie koennen Ihren persoenlichen Foerderanspruch und die genaue Kostenwirkung ganz einfach mit dem Tool namens Foerderrechner Altersvorsorgedepot berechnen.

Quellen

  1. [1]dai.de
  2. [2]dai.de
  3. [3]de.scalable.capital
  4. [4]dai.de
  5. [5]merkur.de
  6. [6]justetf.com
  7. [7]de.vanguard
  8. [8]extraetf.com
  9. [9]finanzfluss.de
  10. []Vorsorgedepot-Lotse – Altersvorsorgedepot 2027 verstehen, berechnen, entscheiden
  11. []Förderrechner Altersvorsorgedepot
  12. []Ratgeber zum Altersvorsorgedepot

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