Thesaurierend oder ausschüttend im Altersvorsorgedepot?

Welche ETFs passen in dein AVD?
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Einleitung: Die Systemfrage im neuen Altersvorsorgedepot
Im geförderten Altersvorsorgedepot (AVD) ist die Entscheidung zwischen thesaurierenden und ausschüttenden ETFs weniger steuerlich getrieben als im herkömmlichen Depot, da in der gesamten Ansparphase keine laufende Abgeltungssteuer anfällt[1]. Für Selbstentscheider sind thesaurierende ETFs meist die bequemere Wahl, da sie Erträge automatisch wiederanlegen und den Zinseszinseffekt ohne manuellen Aufwand maximieren. Ausschüttende Fonds erfordern hingegen eine aktive, manuelle Reinvestition im Depot, um ein vergleichbares langfristiges Wachstum zu erzielen.
Diese steuerliche Gleichbehandlung in der Ansparphase verändert die klassische Anlagelogik grundlegend. Während im normalen Depot oft steuerliche Freibeträge oder Vorabpauschalen die Wahl beeinflussen, herrscht im staatlich geförderten Altersvorsorgedepot absolute Steuerneutralität vor dem Renteneintritt. Alle Dividenden und Kursgewinne bleiben während dieser Phase unberührt von der Steuerlast[1]. Auf unserem Vorsorgewissen Informationsportal begleiten wir Sie neutral dabei, diese feinen Unterschiede zu verstehen und die passende Strategie für Ihre private Rentenvorsorge zu wählen. Für die konkrete mathematische Wirkung Ihrer Sparraten und die staatliche Förderung können Sie zudem unseren Förderrechner Altersvorsorgedepot nutzen, um verschiedene Szenarien quellenbasiert zu simulieren.
| Kriterium | Thesaurierender ETF (reinvestierend) | Ausschüttender ETF |
|---|---|---|
| Laufende Besteuerung (Ansparphase) | Steuerfrei (Zahlung erst in der Auszahlphase) | Steuerfrei (Zahlung erst in der Auszahlphase) |
| Wiederanlage der Erträge | Automatisch und kostenfrei direkt im Fonds | Manuelle Reinvestition durch den Anleger erforderlich |
| Zinseszinseffekt | Maximaler Effekt durch sofortige Reinvestition | Abhängig von der Schnelligkeit der manuellen Anlage |
| Aufwand für Selbstentscheider | Sehr gering (vollständig automatisiert) | Höher (Überwachung von Ausschüttungen nötig) |
Für die langfristige Vorsorgeplanung im Altersvorsorgedepot rückt somit die Bequemlichkeit in den Vordergrund. Wer den Vermögensaufbau passiv und effizient gestalten möchte, fährt mit der thesaurierenden Variante in der Regel am besten. Es entfällt das Risiko, dass ausgeschüttete Beträge ungenutzt auf dem Verrechnungskonto liegen bleiben und dadurch Rendite verloren geht. Bitte beachten Sie dabei stets: Sämtliche Berechnungen und Szenarien dienen der Veranschaulichung. Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.
Die klassische Steuerlehre: Wie ETFs im Standard-Depot besteuert werden
In einem herkömmlichen, ungeförderten Wertpapierdepot spielt die Ertragsverwendung eine zentrale Rolle für Ihre jährliche Steuerlast. Ausschüttende ETFs zahlen Dividenden direkt an Sie aus, während thesaurierende ETFs diese Gewinne automatisch reinvestieren. Beide Varianten unterliegen in Deutschland der Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Um eine ungleiche Besteuerung zu verhindern, hat der Gesetzgeber die Vorabpauschale eingeführt. Diese erhebt eine jährliche Mindestbesteuerung auf noch nicht realisierte Kursgewinne thesaurierender Fonds. Sparer nutzen hierbei oft einen Freistellungsauftrag, um den Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro pro Person optimal auszuschöpfen und Steuern gezielt aufzuschieben oder vorzuziehen[2].
| Kriterium | Standard-Depot (Ungefördert) | Altersvorsorgedepot (Gefördert) |
|---|---|---|
| Laufende Steuern | Besteuerung von Ausschüttungen und der Vorabpauschale oberhalb des Freistellungsauftrags | Vollständige Steuerfreiheit während der gesamten Ansparphase |
| Sparer-Pauschbetrag | Erfordert aktive Nutzung und Freistellungsauftrag von 1.000 Euro jährlich | Keine Relevanz in der Ansparphase dank Steuerstundung |
| Wiederanlage | Muss bei Ausschüttungen manuell erfolgen, teilweise entstehen Transaktionskosten | Erfolgt bei thesaurierenden Fonds automatisch und kostenfrei |
Im geförderten Altersvorsorgedepot (AVD) fällt diese steuerliche Optimierungskomplexität vollständig weg. Da in der Ansparphase keine Steuern auf Ausschüttungen oder Wertzuwächse erhoben werden, entfällt auch die jährliche Berechnung einer Vorabpauschale. Für Selbstentscheider bedeutet dies eine erhebliche Vereinfachung. Statt steuerlich motivierter Umschichtungen rücken rein praktische Aspekte in den Vordergrund, insbesondere die Automatisierung Ihrer Altersvorsorge. Um die langfristige Wirkung dieser steuerfreien Zinseszinsen für Ihre persönliche Situation zu berechnen, können Sie den Förderrechner Altersvorsorgedepot nutzen, der Ihnen die Vorteile gegenüber einem ungeförderten Sparplan transparent aufzeigt.
Wer sich genauer mit den regulatorischen Details der Reform befassen möchte, findet im Vorsorgewissen Informationsportal tiefergehende Leitfäden zu allen steuerlichen Sonderregelungen ab 2027. Durch die Steuerneutralität in der Ansparphase verschiebt sich die Kernfrage für Anleger von Wie spare ich Steuern? hin zu Wie halte ich meinen Aufwand so gering wie möglich?. Der Zinseszins kann im staatlich geförderten Depot ungehindert von jährlichen Steuerabzügen arbeiten, was die langfristige Vermögensbildung massiv beschleunigt.
Das AVD-Steuerprivileg: Komplette Steuerfreiheit in der Ansparphase
Wer heute privat Vermögen mit ETFs aufbaut, steht oft vor der Frage: thesaurierend oder ausschüttend? Im neuen, staatlich geförderten Altersvorsorgedepot (AVD), das zum 1. Januar 2027 an den Start geht, verliert diese ansonsten stark steuergetriebene Frage ihre Brisanz. Da in der Ansparphase des AVD sämtliche Erträge und Kursgewinne komplett steuerfrei bleiben, spielen steuerliche Optimierungsstrategien keine Rolle mehr[3]. Die Wahl zwischen den beiden ETF-Arten verlagert sich somit von steuerlicher Optimierung hin zu rein praktischen Fragen wie der automatischen Wiederanlage.
Konkret bedeutet das für Sie als Selbstentscheider, dass weder die Abgeltungsteuer noch die Vorabpauschale fällig werden[4]. Da auch Umschichtungen innerhalb des geförderten Depots steuerfrei möglich sind, verliert die traditionelle Debatte um die steuereffizienteste Ertragsverwendung ihre Relevanz. Sie müssen kein Kapital auf dem Verrechnungskonto für eventuelle Steuerzahlungen parken. Jedes herkömmliche Steueroptimierungsmodell, wie das gezielte Ausschöpfen des Freibetrags durch ausschüttende ETFs vor dem Wechsel zu thesaurierenden Varianten, ist im Altersvorsorgedepot überflüssig. Das ermöglicht es Ihnen, Ihre ETF-Auswahl vollkommen unabhängig von fiskalischen Zwängen und ausschließlich anhand pragmatischer Aspekte wie der automatischen Wiederanlage und der Gebührenstruktur zu treffen.
| Steuerlicher Faktor | Klassisches Depot | Altersvorsorgedepot (AVD) |
|---|---|---|
| Vorabpauschale | Wird jährlich erhoben und zieht Liquidität ab | Komplett ausgesetzt während der gesamten Ansparphase |
| Laufende Dividenden | Unterliegen der Abgeltungsteuer nach Ausschöpfung des Freibetrags | Bleiben steuerfrei und fließen ungeschmälert ins Depot |
| Umschichtungen | Gewinne lösen beim Verkauf sofort die Abgeltungsteuer aus | Können steuerneutral und ohne Steuerabzug realisiert werden |
Diese vollständige Steuerstundung sorgt dafür, dass Ihr Vorsorgekapital ohne Reibungsverluste durch das Finanzamt anwachsen kann, wodurch der Zinseszinseffekt über die Jahre maximiert wird. Wenn Sie berechnen möchten, wie sich dieses Steuerprivileg zusammen mit den staatlichen Zulagen auf Ihr zukünftiges Endkapital auswirkt, können Sie unseren quellenbasierten Förderrechner Altersvorsorgedepot nutzen. Für eine tiefergehende Auseinandersetzung mit der optimalen Anlagestrategie bietet Ihnen unser Vorsorgewissen Informationsportal neutrale, evidenzbasierte Ratgeber und Vergleiche. Hinweis: Die bereitgestellten Modellrechnungen und Vergleiche dienen ausschließlich Informationszwecken. Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.
Thesaurierende ETFs im AVD: Der Königsweg für maximalen Zinseszins
Im neuen staatlich geförderten Altersvorsorgedepot (AVD) verliert die klassische Steuerdebatte zwischen thesaurierenden und ausschüttenden ETFs ihre Relevanz. Während Anleger im Standarddepot oft steuerliche Aspekte wie den Sparer-Pauschbetrag oder die Vorabpauschale abwägen müssen, herrscht im AVD während der gesamten Ansparphase vollständige Steuerneutralität[5]. Das bedeutet, dass weder laufende Dividenden noch Kursgewinne jährlich versteuert werden müssen. Auf unserem Vorsorgewissen Informationsportal fassen wir diesen Vorteil detailliert zusammen.
Automatik schlägt manuellen Aufwand
Durch die Steuerfreiheit rücken rein praktische Kriterien in den Vordergrund. Thesaurierende ETFs legen alle Erträge automatisch und kostenfrei direkt wieder im Fondsvermögen an. Für Sie als Selbstentscheider bedeutet dies ein Maximum an Bequemlichkeit: Ihr Zinseszinseffekt arbeitet ununterbrochen, und Sie vermeiden jegliches Reinvestitionsrisiko sowie zusätzliche Transaktionsgebühren, die bei einer manuellen Wiederanlage ausschüttender Erträge anfallen könnten. Wer hingegen auf ausschüttende Fonds setzt, muss die Erträge auf dem Verrechnungskonto des Depots selbst im Blick behalten und manuell reinvestieren.
Zinseszins langfristig sichern
Für den langfristigen Vermögensaufbau in der privaten Altersvorsorge ist der Zinseszins der wichtigste Renditehebel. Da das Altersvorsorgedepot für jahrzehntelanges Sparen ausgelegt ist, summieren sich selbst kleine Verzögerungen oder nicht reinvestierte Beträge über die Zeit zu spürbaren Einbußen. Wenn Sie die genaue Dynamik Ihres geförderten Depots berechnen möchten, bietet Ihnen unser Förderrechner Altersvorsorgedepot eine präzise Entscheidungshilfe, um das Zusammenspiel aus staatlichen Zulagen und langfristigem Zinseszins transparent abzubilden.
| Eigenschaft | Thesaurierende ETFs | Ausschüttende ETFs |
|---|---|---|
| Laufende Besteuerung | Steuerfrei in der Ansparphase (keine Vorabpauschale) | Steuerfrei in der Ansparphase (Ausschüttungen steuerneutral) |
| Ertragsverwendung | Automatische Wiederanlage direkt im Fonds | Gutschrift auf dem Depot-Verrechnungskonto |
| Zinseszins-Effekt | Optimal, da Zinseszins lückenlos wirkt | Verzögert, sofern nicht manuell reinvestiert wird |
| Gebühren & Aufwand | Kein Aufwand, keine Transaktionskosten | Manueller Aufwand, ggf. Kaufgebühren bei Wiederanlage |
Hinweis: Alle Berechnungen und steuerlichen Vergleiche dienen der Veranschaulichung. Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.
Ausschüttende ETFs im AVD: Die Reinvestitionsfalle für Selbstentscheider
Im geförderten Altersvorsorgedepot entfällt die sonst steuergetriebene Debatte zwischen thesaurierenden und ausschüttenden ETFs, da in der gesamten Ansparphase keine Steuern anfallen[6]. Weder die Kapitalertragsteuer auf Ausschüttungen noch die jährliche Vorabpauschale auf unrealisierte Gewinne spielen hier eine Rolle. Für Selbstentscheider rücken damit rein praktische Aspekte in den Vordergrund, die über den langfristigen Anlageerfolg entscheiden.
Wenn Sie sich für ausschüttende ETFs entscheiden, fließen die Dividenden direkt auf das unverzinste Verrechnungskonto Ihres Depots. Ohne einen manuellen oder automatischen Wiederanlage-Auftrag droht hier eine ungewollte Liquiditätsansammlung, die die langfristige Rendite durch den sogenannten Cash-Drag schmälert. Jede manuelle Reinvestition erfordert zudem persönliche Disziplin und kann je nach Anbieter zusätzliche Transaktionsgebühren verursachen.
| Eigenschaft | Thesaurierender ETF | Ausschüttender ETF |
|---|---|---|
| Steuern in der Ansparphase | Komplett steuerfrei (keine Vorabpauschale) | Komplett steuerfrei (keine Kapitalertragsteuer) |
| Wiederanlage der Erträge | Automatisch und kostenfrei direkt im Fonds | Manuell oder per automatischem Broker-Auftrag |
| Risiko von Cash-Drag | Ausgeschlossen | Hoch bei fehlender manueller Reinvestition |
Um den Zinseszins-Effekt optimal zu nutzen, empfiehlt sich für die Ansparphase im Altersvorsorgedepot die thesaurierende Variante[7]. Sie sorgt für eine automatische Wiederanlage der Erträge im Fondsvermögen, ganz ohne Aufwand oder zusätzliche Gebühren. Wenn Sie tiefergehende Vergleiche suchen, hilft Ihnen unser Vorsorgewissen Informationsportal mit neutralen Ratgebern weiter. Mit dem Förderrechner Altersvorsorgedepot lässt sich zudem die genaue Hebelwirkung der staatlichen Förderung auf Ihre private Altersvorsorge berechnen.
Direktvergleich: Thesaurierend vs. Ausschüttend im geförderten Depot
Bei der langfristigen ETF-Geldanlage für die Altersvorsorge stehen private Anleger im normalen Depot oft vor einer komplexen Steuerfrage: Sollen Erträge direkt ausgeschüttet oder automatisch wieder angelegt werden? Im Rahmen des neuen, staatlich geförderten Altersvorsorgedepots verliert diese steuerliche Debatte jedoch ihre Relevanz. Da sämtliche realisierten Kursgewinne, Dividenden und Zinsen während der gesamten Ansparphase gesetzlich vollkommen steuerfrei bleiben, entfällt der herkömmliche Steueroptimierungsdruck[5]. Weder die jährliche Vorabpauschale noch die Kapitalertragsteuer mindern in dieser Phase das Vermögen, was die ETF-Auswahl erheblich vereinfacht.
Durch diese gesetzliche Steuerneutralität verlagert sich der Fokus für Selbstentscheider auf rein praktische und wirtschaftliche Aspekte der Depotführung. Anstatt steuerliche Freibeträge oder Pauschalen mühsam zu optimieren, stehen nun die administrative Automatisierung, potenzielle Transaktionskosten für die manuelle Reinvestition sowie die ungestörte Dynamik des Zinseszinses im Vordergrund. Für Anleger, die sich tiefgehender mit den neuen gesetzlichen Grundlagen der Riester-Reform befassen möchten, bietet unser Vorsorgewissen Informationsportal fundierte, neutrale Orientierungshilfen.
| Kriterium | Thesaurierende ETFs im AVD | Ausschüttende ETFs im AVD |
|---|---|---|
| Laufende Besteuerung | Komplett steuerfrei in der Ansparphase (keine Vorabpauschale) | Komplett steuerfrei in der Ansparphase (keine Abgeltungsteuer) |
| Wiederanlage der Erträge | Automatisch und gebührenfrei direkt innerhalb des Fonds | Manuelle Reinvestition durch den Anleger ist erforderlich |
| Zinseszins-Effekt | Maximal und lückenlos durch sofortige automatische Wiederanlage | Abhängig von Disziplin und Zeitpunkt der manuellen Wiederanlage |
| Transaktionskosten | Keine Kosten oder Gebühren für die Reinvestition | Eventuell anfallende Brokergebühren für manuelle Zukäufe |
| Verwaltungsaufwand | Minimal (optimales Set-and-Forget-Prinzip für Sparer) | Regelmäßige Depotkontrolle und manuelle Orderplatzierung nötig |
Unter dem Strich sind thesaurierende ETFs im Altersvorsorgedepot für die meisten Selbstentscheider die rentabelste und komfortabelste Option. Sie garantieren, dass jede Dividendenzahlung sofort und ohne Abzug von Ordergebühren den Zinseszins-Effekt weiter antreibt. Ausschüttende Fonds sind nur dann eine Überlegung wert, wenn Anleger regelmäßige Erträge bewusst auf dem Verrechnungskonto sammeln möchten, um beispielsweise manuell neue Schwerpunkte im Portfolio zu setzen. Um die langfristigen Auswirkungen verschiedener Sparraten und staatlicher Zulagen präzise zu kalkulieren, steht Ihnen der Förderrechner Altersvorsorgedepot jederzeit als neutrales Werkzeug zur Verfügung.
Der Wechsel in die Auszahlungsphase: Was passiert im Alter?
Mit dem Erreichen des Rentenalters beginnt für Sie als Selbstentscheider die Auszahlungsphase Ihres geförderten Altersvorsorgedepots. Ab diesem Zeitpunkt greift das gesetzliche Prinzip der nachgelagerten Besteuerung: Sämtliche Erträge und Wertzuwächse, die während der jahrzehntelangen Ansparphase steuerfrei im Depot angewachsen sind, werden nun bei der tatsächlichen Auszahlung mit Ihrem dann gültigen persönlichen Einkommensteuersatz versteuert[3]. Da die Besteuerung erst beim Verlassen des Depot-Schutzschirms ausgelöst wird, bleibt das steuerliche Endergebnis auch im Alter für beide ETF-Typen vollkommen identisch. Es entsteht kein steuerlicher Nachteil durch die Wahl der einen oder anderen Ertragsverwendung innerhalb des Depots.
Der wesentliche Unterschied zwischen thesaurierenden und ausschüttenden ETFs liegt somit nicht im Steuerrecht, sondern rein in der praktischen Auszahlungsmechanik. Während ausschüttende Fonds Dividenden direkt auf das Verrechnungskonto des Altersvorsorgedepots fließen lassen, verbleiben diese bei thesaurierenden Varianten im Fondsvermögen und erhöhen kontinuierlich den Wert Ihrer Anteile[8]. Um im Ruhestand einen regelmäßigen Geldbetrag aus einem thesaurierenden ETF zu erhalten, müssen Sie folglich Fondsanteile über einen automatisierten Entnahmeplan veräußern. Bei der ausschüttenden Variante können Sie hingegen die direkt gutgeschriebenen Dividenden für Ihren Lebensunterhalt heranziehen.
| Kriterium im AVD | Thesaurierende ETFs | Ausschüttende ETFs |
|---|---|---|
| Auszahlungsmechanik | Anteile werden sukzessive und gezielt über einen Entnahmeplan verkauft. | Dividenden fließen direkt auf das Depotkonto und können entnommen werden. |
| Steuerlicher Zugriff | Persönlicher Einkommensteuersatz fällt erst bei Entnahme aus dem Depot an. | Persönlicher Einkommensteuersatz fällt erst bei Entnahme aus dem Depot an. |
| Planbarkeit der Rente | Sehr hoch, da Sie die Verkaufshöhe und Intervalle exakt selbst steuern. | Schwankend, da Ausschüttungen von den Dividendenbeschlüssen abhängen. |
Für Selbstentscheider, die eine exakt kalkulierbare und automatisierte Rente bevorzugen, erweisen sich thesaurierende ETFs meist als die komfortablere Lösung. Sie können im Rahmen eines Auszahlungsplans monatlich genau den Betrag definieren, den Sie für Ihren Lebensunterhalt benötigen, ohne von schwankenden Ausschüttungsterminen oder Dividendenrenditen abhängig zu sein. Ergänzende Vergleiche und detaillierte Leitfäden zu den Auszahlungsoptionen des neuen Depotmodells finden Sie im Ratgeber zum Altersvorsorgedepot.
Wichtiger rechtlicher Hinweis: Alle steuerlichen und mathematischen Darstellungen dienen ausschließlich der Veranschaulichung der Funktionsweise des Altersvorsorgedepots und spiegeln die aktuelle Rechtslage wider. Sie stellen keine steuerliche oder finanzielle Beratung dar. Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.
Fazit und Empfehlung: So treffen Sie die richtige Entscheidung für Ihr Depot
Für die langfristige Altersvorsorge im geförderten Altersvorsorgedepot (AVD) verliert die klassische Steuerdebatte zwischen thesaurierenden und ausschüttenden ETFs ihre Relevanz. Während bei einem herkömmlichen Depot steuerliche Aspekte wie die Vorabpauschale oder Freibeträge eine Rolle spielen, herrscht in der Ansparphase des geförderten Altersvorsorgedepots vollständige Steuerfreiheit auf alle erwirtschafteten Erträge und Kursgewinne[9]. Die Besteuerung erfolgt erst nachgelagert beim Renteneintritt in der Auszahlungsphase. Aus diesem Grund rücken rein praktische Kriterien in den Vordergrund, die über die Effizienz Ihres Sparwegs entscheiden.
| Kriterium | Thesaurierender ETF | Ausschüttender ETF |
|---|---|---|
| Laufende Besteuerung | Keine Vorabpauschale in der Ansparphase | Keine Abgeltungsteuer auf Ausschüttungen |
| Ertragsverwendung | Automatische Wiederanlage im Fondsvermögen | Auszahlung auf das Depotkonto |
| Zinseszins-Effekt | Optimal durch sofortige, lückenlose Reinvestition | Gefahr von Renditeverlusten bei verzögerter Anlage |
| Manueller Aufwand | Minimal, da kein eigenes Handeln nötig ist | Hoch, da Erträge manuell reinvestiert werden müssen |
Für die meisten Selbstentscheider erweist sich ein thesaurierender ETF in der Ansparphase als die deutlich komfortablere und rationalere Option. Da ausgeschüttete Dividenden auf dem Depotkonto landen, müssten Sie diese Erträge regelmäßig eigenständig wieder anlegen, um den Zinseszins-Effekt nicht zu schmälern. Dieser manuelle Aufwand birgt nicht nur das Risiko von Anlageverzögerungen, sondern kann je nach Anbieter auch zusätzliche Ordergebühren verursachen. Ein Thesaurierer hingegen reinvestiert alle Dividenden vollautomatisch und kostenfrei auf Fondsebene, was einen kontinuierlichen und wartungsfreien Vermögensaufbau garantiert.
Treffen Sie Ihre Entscheidung auf Basis Ihrer persönlichen Sparziele und Präferenzen. Wenn Sie die konkreten Auswirkungen verschiedener Ansparstrategien vergleichen möchten, hilft Ihnen der Förderrechner Altersvorsorgedepot dabei, die staatliche Förderung und das voraussichtliche Endkapital präzise zu ermitteln. Ergänzende Informationen und vertiefende Vergleiche finden Sie zudem im Vorsorgewissen Informationsportal. Bitte beachten Sie: Alle Berechnungen und Darstellungen dienen ausschließlich der Veranschaulichung. Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.
Häufig gestellte Fragen
- Was ist der Unterschied zwischen thesaurierenden und ausschüttenden ETFs?
- Thesaurierende ETFs legen Dividenden automatisch wieder an, während ausschüttende ETFs die Erträge an den Anleger auszahlen.
- Fällt im Altersvorsorgedepot eine Vorabpauschale an?
- Nein. Im Altersvorsorgedepot fallen während der Ansparphase keine laufenden Steuern an, somit entfällt auch die Vorabpauschale komplett.
- Muss ich Ausschüttungen im Altersvorsorgedepot manuell versteuern?
- Nein, alle Erträge bleiben in der Ansparphase steuerfrei. Erst bei der Auszahlung im Alter greift die nachgelagerte Besteuerung.
- Kann ich im Altersvorsorgedepot zwischen den ETF-Arten wechseln?
- Ja, innerhalb des Depots können Sie in der Regel kostenfrei oder kostengünstig umschichten, ohne dass dabei Steuern ausgelöst werden.
- Wie hoch ist der Sparer-Pauschbetrag im Altersvorsorgedepot?
- Der Sparer-Pauschbetrag von 1000 Euro spielt im Altersvorsorgedepot keine Rolle, da die gesamte Ansparphase ohnehin steuerfrei ist.
- Welcher ETF-Typ eignet sich besser für einen automatischen Entnahmeplan?
- Thesaurierende ETFs sind meist praktischer, da beim Verkauf gezielt Anteile liquidiert werden, statt von unregelmäßigen Ausschüttungen abhängig zu sein.
Quellen
Welche ETFs passen in dein AVD?
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