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Wie stark mindern Kosten die AVD-Förderung?

Porträtfoto von Tilman Freyenhagen, Geschäftsführer und Gesellschafter der Alsterspree Verlag GmbH

Aktualisiert am · Geschäftsführer & Gesellschafter der Alsterspree Verlag GmbH

Ein Stapel Münzen, der durch Zahnräder und Gebühren-Symbole hindurchläuft und dabei kleiner wird, symbolisierend die Kostenwirkung auf die Altersvorsorge.

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Die versteckte Kostenfalle beim Altersvorsorgedepot (AVD)

Hohe Kosten können den Vorteil der staatlichen Altersvorsorgedepot-Förderung (AVD) teilweise oder sogar vollständig aufzehren. Wenn laufende Depot- und Produktgebühren über die Jahre mehr kosten, als die staatlichen Zulagen einbringen, bleibt von Ihrem Förderbonus real kein Vorteil übrig. Deshalb ist die Wahl eines kostengünstigen Anbieters entscheidend, da die staatliche Förderung nur bei niedrigen Kosten ihre volle Wirkung entfalten kann. Wer 2027 auf teure Anbieter setzt, läuft Gefahr, dass Verwaltungs- und Depotgebühren den staatlichen Zuschuss von bis zu 540 Euro pro Jahr schleichend entwerten[1].

Warum Gebühren beim geförderten Sparen doppelt wiegen

Bei einer privaten Rentenvorsorge ohne Förderung schmälern Gebühren ausschließlich Ihre eigene Rendite. Beim Altersvorsorgedepot hingegen entsteht durch hohe Kosten ein doppelter Nachteil: Die Gebühren fressen nicht nur einen Teil Ihres eingezahlten Kapitals und dessen Wertentwicklung auf, sondern neutralisieren auch die mühsam beantragte staatliche Förderung direkt an der Quelle. Da der gesetzliche Kostendeckel für Standardprodukte voraussichtlich bei 1,0 Prozent pro Jahr liegen soll[2], ist ein neutraler, quellenbasierter Kostenvergleich für Selbstentscheider unerlässlich. Mit dem Förderrechner Altersvorsorgedepot können Sie diesen Hebel für Ihre persönliche Situation präzise durchrechnen.

Kostenquote p.a.Gebühr pro Jahr (bei 10.000 €)Staatliche Zulage p.a.Verbleibender Förder-Effekt
0,10 % (Neobroker)10 €540 €Nahezu 100 % der Förderung verbleiben im Depot
1,00 % (Standard-Deckel)100 €540 €Erheblicher Teil der Zulage fliesst in Gebühren ab
1,50 % (Teurer Alt-Tarif)150 €540 €Kosten übersteigen langfristig den Zulagen-Effekt

Dieses einfache, mathematische Szenario verdeutlicht, dass eine niedrige Kostenquote der wichtigste Erfolgsfaktor für Ihre Altersvorsorge ist. Bitte beachten Sie: Diese Berechnungen sind illustrativ und hängen von Ihrer individuellen Sparrate, der gewählten Anlagestruktur sowie der tatsächlichen Marktentwicklung ab. Sie stellen keine finanzielle Beratung dar (Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG). Nutzen Sie unser Vorsorgewissen Informationsportal, um sich unabhängig und umfassend auf den Start des Altersvorsorgedepots vorzubereiten.

Der Kostendeckel von 1,0 Prozent und seine Grenzen

Der Gesetzgeber plant für die zertifizierten Standardprodukte des neuen Altersvorsorgedepots eine gesetzliche Kostenobergrenze von maximal 1,0 Prozent Effektivkosten pro Jahr[3]. Diese Effektivkostenquote soll Verbraucher vor überteuerten Angeboten schützen, wie sie in der Vergangenheit bei vielen klassischen Riester-Rentenversicherungen an der Tagesordnung waren. Doch für eigenständige Anleger, die ihre Altersvorsorge kosteneffizient gestalten möchten, greift dieser Schutzmechanismus zu kurz. Ein jährlicher Kostenabzug von 1,0 Prozent klingt im ersten Moment gering, entwickelt jedoch über eine jahrzehntelange Laufzeit eine enorme Hebelwirkung zu Ungunsten Ihres Vermögensaufbaus.

Bei geförderten Anlageformen gilt eine mathematische Besonderheit: Die jährliche prozentuale Gebühr bezieht sich immer auf das gesamte angesparte Vertragsvermögen, während die staatlichen Zulagen als feste Euro-Beträge fließen. In den ersten Jahren übersteigen die Zulagen die prozentualen Gebühren deutlich. Sobald Ihr Depot jedoch durch regelmäßige Einzahlungen und Zinseszins auf eine fünf- oder sechsstellige Summe anwächst, verschiebt sich dieses Verhältnis drastisch. Ein Kostenabzug von 1,0 Prozent auf ein Depotvolumen von beispielsweise 80.000 Euro bedeutet jährliche Gebühren von 800 Euro. Damit übersteigen die laufenden Kosten die maximale jährliche Grundzulage bei weitem.

KategorieSzenario A (1,0 % Gebühr)Szenario B (0,2 % Gebühr)
Jährliche Depotgebühr1,0 Prozent p.a.0,2 Prozent p.a.
Endkapital nach 30 Jahrenca. 131.239 Euroca. 150.232 Euro
Kostenbedingter Verlustca. 24.228 Euroca. 5.235 Euro

Die Berechnung verdeutlicht, dass ein teurer Anbieter den Vorteil der staatlichen Altersvorsorgedepot-Förderung nicht nur schmälern, sondern rein rechnerisch komplett aufzehren kann. Wenn Sie über unseren Kriteriengestützter Anbietervergleich einen günstigen Anbieter wählen, der beispielsweise nur 0,2 Prozent Gebühren verlangt, bleibt Ihnen ein wesentlich größerer Teil der staatlichen Förderung erhalten. Mit unserem Förderrechner Altersvorsorgedepot, den Sie direkt auf Vorsorgedepot-Lotse aufrufen können, lässt sich diese Kostenwirkung individuell berechnen und vergleichen. Weitere Details zu den neuen gesetzlichen Grundlagen finden Sie in unserem Vorsorgewissen Informationsportal unter der Rubrik Ratgeber. (Hinweis: Die Berechnungen sind illustrativ und dienen ausschließlich der Information. Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.)

Mathematischer Hebel: Warum Gebühren beim geförderten Sparen doppelt zählen

Hohe Kosten können die staatliche AVD-Förderung empfindlich mindern oder im schlimmsten Fall sogar vollständig aufzehren. Wenn die jährlichen Depot- und Produktgebühren über die Jahrzehnte hinweg die staatlichen Zulagen rechnerisch übersteigen, verpufft der finanzielle Vorteil der Förderung. Ein kostengünstiger Anbieter ist daher beim Altersvorsorgedepot entscheidend, damit die staatlichen Zuschüsse ungeschmälert ihre Wirkung entfalten können.

Der mathematische Grund hierfür liegt im Zinseszins-Effekt auf Depotebene. Gebühren reduzieren nicht nur den Anlageerfolg Ihrer eigenen Sparrate, sondern mindern auch das Wachstum der staatlichen Zulagen, die vom ersten Tag an mitinvestiert werden sollen. Während beim ungeförderten Sparen nur das Eigenkapital von Kosten belastet wird, zählen Gebühren beim geförderten Sparen doppelt schwer: Sie schmälern das gesamte Depotvolumen inklusive der staatlichen Zuschüsse. Bei teuren Tarifen kann dies dazu führen, dass der reale Kostennachteil den nominalen Förderwert übersteigt.

SzenarioGünstiger Broker (0,1 % p.a.)Standardprodukt-Deckel (1,0 % p.a.)
Jährlicher Beitrag (Eigenbeitrag + Zulage)2.340 EUR2.340 EUR
Depotwert nach 30 Jahren (bei 5,0 % Rendite vor Kosten)152.823 EUR131.239 EUR
Kumulierte Kostenwirkung über 30 Jahre2.643 EUR24.228 EUR
Erhaltener nominaler Förderwert über 30 Jahre16.200 EUR16.200 EUR

Diese BMF-belegte Modellrechnung verdeutlicht die Hebelwirkung: Bei einem jährlichen Eigenbeitrag von 1.800 Euro und der maximalen Grundzulage von 540 Euro fließen jährlich 2.340 Euro in das Depot[4]. Bei einer angenommenen Rendite von 5,0 Prozent pro Jahr wächst das Depot ohne Kosten in 30 Jahren auf 155.467 Euro an, wovon die reinen Zulagen nominal 16.200 Euro ausmachen. Ein teurer Anbieter mit 1,0 Prozent jährlichen Gesamtkosten senkt die Nettorendite auf 4,0 Prozent, wodurch am Ende nur 131.239 Euro verbleiben. Der Kostenschaden von 24.228 Euro übersteigt die erhaltene Förderung von 16.200 Euro somit um fast die Hälfte.

Nutzen Sie unseren Förderrechner Altersvorsorgedepot oder informieren Sie sich in unserem Vorsorgewissen Informationsportal, um die individuelle Kostenwirkung für Ihre Lebenssituation transparent zu berechnen. Disclaimer: Alle Berechnungen sind illustrativ und dienen der allgemeinen Information. Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.

Rechenbeispiel über 30 Jahre: Zulage gegen Kosten

Um die konkrete Auswirkung von Produkt- und Depotgebühren auf die staatliche Förderung beim Altersvorsorgedepot zu verstehen, hilft eine langfristige mathematische Modellrechnung. Wer die maximale jährliche Grundzulage von 540 Euro beanspruchen möchte, muss ab dem Jahr 2027 einen jährlichen Eigenbeitrag von 1.800 Euro leisten[5]. Insgesamt fließen somit jedes Jahr 2.340 Euro in das geförderte Depot. Über eine typische Ansparzeit von 30 Jahren summiert sich der staatliche Zuschuss auf stolze 16.200 Euro. Doch wie viel von diesem Bonus tatsächlich im Vermögensaufbau ankommt, entscheidet primär die Kostenquote des gewählten Anbieters.

BerechnungsparameterGünstiger Neobroker (0,1 % p.a.)Teurerer Anbieter (1,0 % p.a.)
Jährlicher Eigenbeitrag1.800 Euro1.800 Euro
Jährliche Grundzulage540 Euro540 Euro
Wertentwicklung vor Kosten5,0 % p.a.5,0 % p.a.
Endkapital nach 30 Jahren152.823 Euro131.239 Euro
Verlust durch Gebühren-Drag2.643 Euro24.228 Euro

Das mathematische Ergebnis zeigt eine drastische Hebelwirkung. Während der günstige Anbieter mit einer Gebühr von 0,1 Prozent pro Jahr ein Endkapital von rund 152.823 Euro ermöglicht, verbleiben beim teureren Anbieter mit 1,0 Prozent pro Jahr lediglich 131.239 Euro. Die Differenz zwischen beiden Szenarien beträgt 21.584 Euro. Dieser Verlust durch die Gebührenbelastung übersteigt die gesamte erhaltene staatliche Förderung von 16.200 Euro um mehr als 5.000 Euro. Wer sich für einen teureren Anbieter entscheidet, lässt also nicht nur die staatliche Zulage vollständig aufzehren, sondern schmälert zusätzlich die Rendite der eigenen Beiträge. Wie sich individuelle Sparraten und verschiedene Gebührensätze auf Ihr Vermögen auswirken, können Sie transparent mit unserem Förderrechner Altersvorsorgedepot nachrechnen.

Wichtiger gesetzlicher Hinweis: Dieses Rechenbeispiel dient ausschließlich der Veranschaulichung der mathematischen Effekte von Depotgebühren und stellt keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG dar.

Vergleichstabelle: Wie viel Förderung bleibt nach Abzug der Gebühren übrig?

Hohe Kosten mindern die staatliche AVD-Förderung massiv und können den finanziellen Vorteil des Zuschusses sogar vollständig aufzehren. Wenn die laufenden Gebühren eines Anbieters über die Jahre hinweg den realen Wert der staatlichen Zulagen übersteigen, verpufft der geplante Rendite-Hebel für Ihre Altersvorsorge vollständig. Für Selbstentscheider ist die Wahl eines kostengünstigen Depots daher der entscheidende Hebel, damit die staatliche Unterstützung ungeschmälert beim Vermögensaufbau ankommt. Ein verifizierter Blick auf die Zahlen zeigt, warum ein vermeintlich kleiner Unterschied in den Prozentpunkten der Depotgebühren eine enorme Auswirkung auf Ihr Endkapital hat.

Kostenquote (p.a.)Endkapital nach 30 JahrenVerlust durch GebührenAnteil der gefressenen Zulagen
0,0 % (Gebührenfrei)155.467 EUR0 EUR0 %
0,2 % (Günstiger Neobroker)150.232 EUR5.235 EUR32,3 %
0,5 % (Mittlerer Anbieter)142.757 EUR12.710 EUR78,5 %
1,0 % (Kostendeckel-Niveau)131.239 EUR24.228 EUR149,6 %

Diese mathematische Modellrechnung verdeutlicht, warum Gebühren beim geförderten Sparen doppelt schwer wiegen. Bei einer Kostenquote von 1,0 Prozent pro Jahr, die dem gesetzlichen Deckel für Standardprodukte entspricht, beläuft sich der Gebührenverlust auf 24.228 EUR. Damit übersteigen die kumulierten Kosten die gesamte staatliche Förderung von 16.200 EUR um fast 50 Prozent. Ei[6]n teurer Anbieter frisst Ihre staatlichen Zulagen somit nicht nur vollständig auf, sondern greift auch Ihre mühsam eingezahlten Eigenbeiträge und deren Zinseszins an. Erst bei einer sehr niedrigen Kostenquote von 0,2 Prozent verbleibt der Großteil der staatlichen Förderung tatsächlich in Ihrem Depot. Ein Kriteriengestützter Anbietervergleich hilft Ihnen dabei, solche kostengünstigen Depots gezielt zu identifizieren.

Um Ihre persönliche Situation präzise zu analysieren und die Wechselwirkung aus Beiträgen, Zulagen und Gebühren zu berechnen, können Sie den interaktiven Förderrechner Altersvorsorgedepot auf Vorsorgedepot-Lotse nutzen. Weitere verifizierte Details zu den Kostenstrukturen und rechtlichen Rahmenbedingungen finden Sie im Vorsorgewissen Informationsportal oder direkt in unserem Ratgeber. Bitte beachten Sie hierzu unseren rechtlichen Hinweis: Dieses Rechenbeispiel dient ausschließlich zur Veranschaulichung der mathematischen Kostenwirkungen und stellt keine Finanzberatung dar. Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.

Neobroker vs. klassische Anbieter: Der entscheidende Kostenunterschied

Für Selbstentscheider, die ihre Finanzen eigenständig verwalten wollen, ist die Wahl des passenden Depotanbieters entscheidend. Während der Staat beim neuen Altersvorsorgedepot eine maximale Zulage von bis zu 540 Euro pro Jahr gewährt, können unbemerkt hohe Gebühren klassischer Anbieter diese Förderung wieder aufzehren[7]. Wer für die Verwahrung und den Kauf von ETFs teure Banken oder Versicherer wählt, verliert durch laufende Depotgebühren, Ausgabeaufschläge und hohe Produktkosten wertvolle Rendite. Bei Neobrokern hingegen sind Depotführung und Sparplankosten in der Regel vollständig kostenfrei, sodass die staatliche Zulage ungeschmälert für Sie arbeiten kann.

KostenkomponenteKlassischer Anbieter / BankModerner Neobroker
DepotführungsgebührOft 0,1% bis 0,25% p.a. oder Fixgebühr0,00 EUR / kostenfrei
Transaktions- & SparplankostenZumeist 1,0% bis 1,5% pro Ausführung0,00 EUR / kostenfrei
Durchschnittliche TER (ETF)Ca. 0,2% p.a. (identisch)Ca. 0,2% p.a. (identisch)
ZulagenwirkungTeilweise aufgezehrt durch hohe FixkostenVolle Hebelwirkung für Ihr Vermögen

Warum wiegen Kosten beim geförderten Sparen doppelt schwer? Ein teurer Anbieter mit zusätzlichen Verwaltungsgebühren mindert nicht nur Ihre Rendite, sondern entzieht dem Zinseszinseffekt über Jahrzehnte das Fundament. Wenn Sie beispielsweise über 30 Jahre jährlich den Maximalbetrag von 1.800 Euro einzahlen und die staatliche Förderung von 540 Euro erhalten, fließen insgesamt 16.200 Euro an Zulagen in Ihr Depot[7]. Verlangt ein klassischer Anbieter jedoch eine jährliche Depotgebühr von 1,0% auf das Gesamtguthaben, summiert sich dieser Abzug über die Laufzeit bei einem wachsenden Portfolio auf Zehntausende Euro. Die Gebühren fressen die staatlichen Zulagen somit komplett auf. Mit dem Förderrechner Altersvorsorgedepot können Sie diese Kostenwirkung individuell berechnen.

Um die Kostenbelastung dauerhaft niedrig zu halten, hilft ein Kriteriengestützter Anbietervergleich vor der Depoteröffnung. Ein neutraler Blick auf das Gebührenmodell schützt Sie davor, die staatliche Förderung an unnötige Verwaltungsapparate zu verlieren. Hinweis: Die hier dargestellten Berechnungen und Szenarien dienen ausschließlich der Veranschaulichung und sind keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.

Riester-Wechsel: Wie Gebühren den Wechsel-Vorteil gefährden

Ein Wechsel von einem bestehenden Riester-Vertrag in das neue Altersvorsorgedepot bietet für viele Selbstentscheider die Chance auf eine deutlich höhere Rendite und flexiblere ETF-Investments. Doch dieser Übergang ist nicht völlig frei von Hürden. Die finanziellen Vorteile können durch einmalige Wechselgebühren Ihres bisherigen Anbieters sowie durch laufende Kosten im neuen Depot geschmälert werden. Nach den gesetzlichen Vorgaben der Bundesregierung darf der abgebende Anbieter für den Übertrag des Guthabens in den ersten fünf Jahren nach Vertragsschluss eine Wechselgebühr von maximal 150 Euro verlangen[2]. Läuft Ihr Vertrag bereits länger als fünf Jahre, ist der Wechsel für Sie gesetzlich garantiert vollkommen kostenfrei[8]. Wer diesen Kostenfaktor ignoriert, riskiert, dass ein beträchtlicher Teil der anfänglichen staatlichen Förderung bereits beim Wechsel verloren geht.

Die Wechselkonditionen im Überblick

Vertragsdauer des Riester-KontosMaximale gesetzliche WechselgebührKostenwirkung auf das Startguthaben
Unter 5 Jahren150 EuroDie einmalige Gebühr schmälert Ihr übertragenes Startkapital und muss über günstige Konditionen im neuen Depot ausgeglichen werden.
Ab 5 Jahren0 EuroDer Wechsel erfolgt komplett kostenfrei, sodass Ihr gesamtes angespartes Riester-Guthaben direkt im neuen Depot für Sie arbeitet.

Beim geförderten Sparen wiegen Kosten doppelt schwer. Wenn Sie sich für einen teuren Anbieter mit hohen Depot- oder Produktkosten entscheiden, können diese laufenden Gebühren die jährliche staatliche Grundzulage oder Kinderzulage über die Jahre hinweg vollständig aufzehren. Die Förderung verpufft dann ungenutzt im Gebührenmodell des Anbieters, anstatt als Zinseszins-Beschleuniger für Ihr Altersvorsorgevermögen zu wirken. Daher ist die Wahl eines extrem kostengünstigen Neobrokers oder Depotanbieters für den Erfolg der geförderten Anlage von entscheidender Bedeutung. Um zu berechnen, ab wann sich der Wechsel unter Berücksichtigung eventueller Wechselkosten für Sie lohnt, können Sie das integrierte Riester-Wechsel-Modul in unserem Förderrechner Altersvorsorgedepot nutzen. Ergänzende Details zu den rechtlichen Bedingungen finden Sie in unserem Vorsorgewissen Informationsportal.

Bitte beachten Sie: Alle in diesem Artikel dargestellten Berechnungen und Fallbeispiele dienen ausschließlich der allgemeinen Information und Veranschaulichung. Sie stellen keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG dar.

Fazit: So sichern Sie sich die maximale Netto-Förderung

Die staatliche Zulage beim neuen Altersvorsorgedepot ab 2027 ist ein starker Hebel für den langfristigen Vermögensaufbau. Doch Vorsicht: Hohe Produktkosten können diesen Vorteil schleichend, aber konsequent aufzehren. Während für standardisierte Depots ein gesetzlicher Kostendeckel von 1,0 Prozent pro Jahr gilt, verlangen manche Anbieter für vermeintliche Premium-Produkte Gebühren von 1,5 bis 2,5 Prozent oder mehr[3]. Was auf den ersten Blick nach kleinen Prozentzahlen aussieht, summiert sich über die Jahre dramatisch. Über eine typische Laufzeit von 40 Jahren kann selbst eine Gebühr von 1,0 Prozent rund ein Drittel der gesamten Kapitalmarkterträge kosten[3]. Für Sie als Selbstentscheider gilt daher: Nur ein günstiger Anbieter stellt sicher, dass die staatlichen Zulagen nicht direkt wieder für Verwaltungs- und Depotgebühren draufgehen.

Dank der Riester-Reform können Sparer ab 2027 erstmals ohne teure Beitragsgarantien direkt in kostengünstige Aktien- und Rentenfonds investieren[3]. Um diesen Vorteil optimal zu nutzen, sollten Sie die Gebührenstruktur der verschiedenen Marktteilnehmer im Auge behalten. Jeder Prozentpunkt, den Sie an Gebühren einsparen, verbleibt als Zinseszinseffekt in Ihrem Depot und vergrößert Ihre spätere Rente. Gehen Sie bei der Auswahl Ihres Altersvorsorgedepots daher methodisch vor:

  • Vergleichen Sie gezielt die Effektivkostenquoten. Meiden Sie unrentable Tarife mit hohen Abschlusskosten oder teure Zusatzleistungen, die Ihre Rendite schmälern.
  • Berechnen Sie Ihre individuelle Förderung. Nutzen Sie den Förderrechner Altersvorsorgedepot, um den genauen Einfluss unterschiedlicher Kostenstufen auf Ihr Endkapital mathematisch nachzuvollziehen.
  • Wählen Sie den passenden Broker. Nutzen Sie das Tool Kriteriengestützter Anbietervergleich auf Vorsorgedepot-Lotse, um einen transparenten, günstigen Anbieter für Ihre persönliche ETF-Anlage zu finden.

Wichtiger Hinweis: Sämtliche Berechnungen und Projektionen in diesem Artikel dienen ausschließlich der Veranschaulichung der mathematischen Kostenwirkungen. Sie stellen keine Anlageempfehlung oder Finanzberatung dar (Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.).

Häufig gestellte Fragen

Kann ein teurer Anbieter die staatliche AVD-Förderung komplett auffressen?
Ja, das ist durchaus möglich. Wenn ein Anbieter hohe jährliche Depot- oder Produktgebühren verlangt, können diese Kosten über die Jahre die staatlichen Zulagen rechnerisch vollständig aufzehren. Bei einer jährlichen Gebühr von 1,0 Prozent oder mehr auf das gesamte Depotvolumen übersteigen die laufenden Kosten nach einiger Zeit die jährliche Grundzulage von maximal 540 Euro deutlich. Daher ist die Wahl eines kostengünstigen Anbieters entscheidend.
Wie hoch ist der gesetzliche Kostendeckel beim Altersvorsorgedepot?
Der Gesetzgeber plant eine Kostenobergrenze in Form einer maximalen Effektivkostenquote von 1,0 Prozent pro Jahr für die geförderten Standardprodukte. Dieser Deckel schützt Sparer zwar vor extrem überteuerten Verträgen, ist aber für ein reines ETF-Depot im Vergleich zu normalen Neobrokern immer noch sehr hoch.
Wie hoch ist der Mindestbeitrag, um die volle Grundzulage zu erhalten?
Der Mindestbeitrag liegt gesetzlich bei 120 Euro pro Jahr. Um die maximale staatliche Grundzulage von 540 Euro zu erhalten, müssen Sparer ab 2027 einen Eigenbeitrag von bis zu 1.800 Euro pro Jahr in ihr Altersvorsorgedepot einzahlen.
Warum zählen Kosten beim geförderten Sparen doppelt?
Kosten schmälern nicht nur direkt Ihr eingezahltes Kapital, sondern reduzieren auch das Fondsvolumen, auf das der Zinseszins-Effekt wirkt. Da auch die staatlichen Zulagen mitinvestiert werden, mindern hohe Gebühren die Rendite auf die gesamte Förderung über Jahrzehnte hinweg massiv.
Wie hoch sind die Wechselkosten von Riester zum Altersvorsorgedepot?
Die Wechselgebühren sind gesetzlich gedeckelt. Wenn Sie Ihren alten Riester-Vertrag kündigen und das Kapital in ein neues Altersvorsorgedepot übertragen, darf der alte Anbieter dafür vor Ablauf von 5 Jahren maximal 150 Euro verlangen. Nach 5 Jahren Laufzeit ist der Wechsel komplett kostenlos.
Welche Anbieter sind für das Altersvorsorgedepot am günstigsten?
Für Selbstentscheider sind in der Regel Neobroker am günstigsten, da sie oft keine Depotgebühren verlangen und ETFs zu sehr geringen Orderkosten oder im kostenlosen Sparplan anbieten. Dadurch bleibt der Großteil der staatlichen Zulagen tatsächlich als Netto-Rendite für Ihre Altersvorsorge erhalten.

Quellen

  1. [1]ihre-vorsorge.de
  2. [2]bundesfinanzministerium.de
  3. [3]verbraucherzentrale.de
  4. [4]finanztip.de
  5. [5]finanztip.de
  6. [6]bundesfinanzministerium.de
  7. [7]justetf.com
  8. [8]test.de
  9. []Vorsorgedepot-Lotse – Altersvorsorgedepot 2027 verstehen, berechnen, entscheiden
  10. []Förderrechner Altersvorsorgedepot
  11. []Ratgeber zum Altersvorsorgedepot

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