Welche Rendite bringt das Altersvorsorgedepot? Förderung im Check

AVD oder ETF-Sparplan – was rechnet sich mehr?
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Die Renditequellen im Altersvorsorgedepot: Ein duales Prinzip
Die Rendite des neuen Altersvorsorgedepots, das ab dem Jahr 2027 den bisherigen Riester-Standard ablöst, beruht auf einem dualen Prinzip. Im Gegensatz zu herkömmlichen, oft renditearmen Rentenversicherungen speist sich die Gesamtperformance hier aus zwei komplementären Quellen: der Marktrendite der gewählten ETFs und dem zusätzlichen Renditeschub durch die staatliche Förderung. Für engagierte Selbstentscheider, die ihre Altersvorsorge kostengünstig und eigenständig strukturieren möchten, bietet diese Kombination ein hocheffizientes Instrument. Über unser Vorsorgewissen Informationsportal begleiten wir Sie neutral auf dem Weg zu einer fundierten Entscheidung.
| Renditequelle | Beitrag zur Gesamtperformance | Charakteristik |
|---|---|---|
| ETF-Marktrendite | Langfristiges Wachstum (z.B. ca. 6 bis 8 Prozent p.a.) | Marktabhängig, schwankend, aber historisch bewährt |
| Staatliche Förderung | Sofortiger Renditehebel (Zulagen und Steuervorteile) | Kalkulierbar, risikofrei auf den geförderten Eigenanteil |
Die Marktrendite bildet das tragende Fundament Ihrer Anlage. Wer beispielsweise über einen Zeitraum von 20 Jahren regelmäßig per Sparplan in einen breiten Welt-Aktienindex wie den MSCI World investiert hat, konnte in der Vergangenheit eine durchschnittliche jährliche Rendite von rund 8,6 Prozent erzielen[1]. Beim Altersvorsorgedepot investieren Sie direkt in solche chancenreichen ETFs und Aktienfonds, ohne dass teure Versicherungsmäntel, hohe Abschlusskosten oder unflexible Garantiekonstruktionen die reale Wertentwicklung vorab schmälern. Der staatliche Zuschuss wirkt in diesem modernen System als Hebel: Jede erhaltene Zulage und jeder steuerliche Vorteil erhöht Ihr investiertes Kapital unmittelbar und steigert so die rechnerische Gesamtrendite Ihres Depots deutlich über die reine Marktentwicklung hinaus.
Das Zusammenspiel beider Faktoren führt langfristig zu einem spürbaren Zinseszins-Effekt auf ein größeres Startkapital. Während die reine Marktrendite schwanken kann, sorgt die staatliche Förderung für eine verlässliche und risikofreie Performance-Spritze direkt zu Beginn der Sparphase. Um die konkreten mathematischen Auswirkungen für Ihre persönliche Einkommenssituation präzise zu ermitteln, steht Ihnen unser digitaler Förderrechner Altersvorsorgedepot zur Verfügung. Dieses Tool berechnet Ihren individuellen Förderungsschub und stellt die potenzielle Endsumme im Vergleich zu ungeförderten Sparwegen transparent dar. Hinweis: Diese Beispielrechnungen und Modellierungen dienen ausschließlich der Veranschaulichung und stellen keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG dar.
Basis-Faktor 1: Welche Marktrendite können Sie mit Aktien-ETFs erwarten?
Die langfristige Renditeerwartung des Altersvorsorgedepots basiert zu einem wesentlichen Teil auf der Wertentwicklung der globalen Kapitalmärkte. Wer breit gestreut in weltweite Aktien-ETFs investiert, kann langfristig mit einer durchschnittlichen Marktrendite von etwa 6 bis 8 Prozent pro Jahr rechnen. Das zeigt die historische Entwicklung breiter Marktindizes wie des MSCI World über die vergangenen Jahrzehnte. Das Deutsche Aktieninstitut belegt beispielsweise, dass monatliche Sparpläne auf den MSCI World bei einer Anlagedauer von 20 Jahren in der Vergangenheit eine durchschnittliche jährliche Rendite von über 8 Prozent erzielen konnten[2]. Für Sie als Selbstentscheider bedeutet dies, dass Ihr Altersvorsorgedepot auf einem bewährten, marktnahen Fundament aufbaut, das die Inflation langfristig schlagen kann.
Der Zinseszins-Effekt als langfristiger Renditemotor
Bei einer Laufzeit von mehreren Jahrzehnten entfaltet der Zinseszins-Effekt seine volle Wirkung. Da die erwirtschafteten Erträge im Depot verbleiben und direkt wieder angelegt werden, wächst das Sparguthaben im Zeitverlauf exponentiell. Marktnahe ETFs dienen hierbei als hocheffizienter Renditemotor, da sie die Wertentwicklung tausender Unternehmen weltweit kostengünstig abbilden und Dividendenzahlungen automatisch reinvestieren. Diese kontinuierliche Ertragsentwicklung bildet das Fundament für Ihre spätere Zusatzrente. Ergänzt wird diese Marktrendite beim staatlich geförderten Altersvorsorgedepot durch den zusätzlichen Förder-Boost, welcher die Gesamtrendite weiter steigert. Weitere fundierte Artikel und mathematische Vergleiche dazu finden Sie in unserem Vorsorgewissen Informationsportal.
| Renditequelle | Beitrag zur Gesamtrendite | Erläuterung |
|---|---|---|
| Aktien-ETF (Marktrendite) | ca. 6 bis 8 % p.a. | Historischer Durchschnitt globaler Aktienindizes über längere Zeiträume. |
| Staatliche Förderung | Zusätzlicher Rendite-Boost | Wirkt über Zulagen und Steuererleichterungen wie eine sofortige Zusatzverzinsung. |
Um das Zusammenspiel aus Marktrendite und Förderung für Ihre persönliche Lebenssituation exakt zu kalkulieren, können Sie unseren quellenbasierten Förderrechner Altersvorsorgedepot nutzen. Dieser vergleicht die geförderte Anlage direkt mit einem klassischen, ungeförderten ETF-Sparplan und zeigt Ihnen den exakten Vorteil auf. Bitte beachten Sie bei all diesen Kalkulationen stets, dass historische Wertentwicklungen keine Garantie für zukünftige Erträge am Kapitalmarkt sind. (Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.)
Basis-Faktor 2: Die staatliche Förderung als garantierter Hebel
Die Rendite des Altersvorsorgedepots setzt sich aus zwei Quellen zusammen: der Marktrendite der ETFs und dem zusätzlichen Renditeschub durch staatliche Förderungen. Während die Wertentwicklung an den Finanzmärkten schwankt, wirkt die staatliche Förderung als kalkulierbare, unmittelbare Zusatzrendite auf Ihre Sparleistung. Das neue System stellt sicher, dass Ihre Einzahlungen direkt vom Staat bezuschusst werden und somit eine garantierte Hebeleffizienz entfalten, die bei ungeförderten Wertpapiersparplänen fehlt. Wir beleuchten diese Hebelwirkung neutral und quellenbasiert.
Die Struktur der neuen Zulagenförderung ab 2027
Nach den BMF-belegten Richtlinien zur Reform der privaten Altersvorsorge erhöht sich die jährliche Grundzulage für das Altersvorsorgedepot auf bis zu 540 Euro[3]. Um diese Förderung zu erhalten, ist ein Eigenbeitrag von 1.800 Euro pro Kalenderjahr erforderlich. Die Zulagenquote ist so gestaffelt, dass Sie auf die ersten 360 Euro Ihres Beitrags eine staatliche Zulage von 50 Prozent erhalten, während für die restlichen Einzahlungen bis 1.800 Euro eine Quote von 25 Prozent gilt. Dadurch ergibt sich bei vollem Eigenbeitrag eine Gesamtförderquote von exakt 30 Prozent auf Ihre eigene Sparleistung. Unseren Förderrechner Altersvorsorgedepot können Sie nutzen, um diese Werte für Ihre persönliche Situation präzise zu ermitteln.
| Förderkomponente | Maximale Höhe pro Jahr | Wichtigste Voraussetzung / Details |
|---|---|---|
| Grundzulage | Bis zu 540 Euro | Voller Eigenbeitrag von 1.800 Euro jährlich für maximale Förderung |
| Kinderzulage | Bis zu 300 Euro | Verhältnis eins zu eins pro kindergeldberechtigtem Kind |
| Berufseinsteigerbonus | Einmalig 200 Euro | Für Sparer unter 25 Jahren zu Beginn des Beitragsjahres |
Neben der Grundzulage spielen insbesondere für Familien die Kinderzulagen eine entscheidende Rolle. Der Staat gewährt pro kindergeldberechtigtem Kind eine Zulage von bis zu 300 Euro im Verhältnis eins zu eins zur eigenen Einzahlung. Diese staatlichen Zulagen fließen direkt als zusätzliches Anlagekapital in Ihr Depot und nehmen ab dem ersten Tag an der Marktentwicklung teil. Dies führt zu einem signifikanten Zinseszinseffekt, der Ihre langfristige Nettorendite spürbar anhebt. Bitte beachten Sie: Alle genannten Berechnungen und Projektionen dienen ausschließlich der Veranschaulichung und weisen keine garantierten Erträge aus. Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.
Der mathematische Effekt: Wie die Förderung die Gesamtrendite erhöht
Die Gesamtrendite beim Altersvorsorgedepot setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: der Marktrendite Ihres gewählten ETF-Portfolios und dem staatlichen Renditehebel. Die geplante Reform ab dem 1. Januar 2027 sieht eine deutliche Vereinfachung vor: Sie erhalten 50 Prozent Zulage auf die ersten 360 Euro Eigenbeitrag und 25 Prozent auf Beträge darüber hinaus, bis zu einer Maximalsumme von 1.800 Euro pro Jahr[4]. Dies führt zu einem sofortigen Rendite-Schub auf Ihr eingesetztes Eigenkapital, der weit über die klassische Kapitalmarktentwicklung hinausgeht.
Besonders bei geringeren Eigenbeiträgen entfaltet sich eine starke Hebelwirkung. Wenn Sie beispielsweise nur 360 Euro jährlich einzahlen, erhalten Sie 180 Euro staatliche Zulage oben drauf. Das entspricht einer rechnerischen Sofortrendite von 50 Prozent auf Ihr Eigenkapital. Weil diese Zulagen direkt wieder im Depot reinvestiert werden, arbeiten sie von Tag eins an über den Zinseszinseffekt mit. Über die Laufzeit hinweg entsteht so ein erheblicher mathematischer Zusatzgewinn im Vergleich zu einem ungeförderten ETF-Sparplan. Für genaue Projektionen steht Ihnen unser Förderrechner Altersvorsorgedepot zur Verfügung.
| Jährlicher Eigenbeitrag | Staatliche Zulage | Sofort-Renditeeffekt |
|---|---|---|
| 360 Euro | 180 Euro | 50 Prozent |
| 1.800 Euro | 540 Euro | 30 Prozent |
| 1.800 Euro + 1 Kind | 840 Euro | 46,7 Prozent |
Je nach Lebenssituation und Einkommensklasse verschiebt sich dieser Hebel. Während Geringverdiener und Familien mit Kindern durch zusätzliche Zulagen den stärksten relativen Push erleben, profitieren Gutverdiener zusätzlich von steuerlichen Vorteilen über den Sonderausgabenabzug[4]. Für detaillierte Fachbeiträge werfen Sie gerne einen Blick in unser Vorsorgewissen Informationsportal. Bitte beachten Sie: Die Berechnungen dienen nur zur Veranschaulichung. Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.
Kosten- und Steuereffekte: Was schmälert oder steigert die Nettorendite?
Die reale Wertentwicklung Ihrer Anlage hängt entscheidend von Abgaben und Gebühren ab. Das Altersvorsorgedepot bietet hier einen erheblichen Vorteil gegenüber dem klassischen, ungeförderten Wertpapierdepot. Während der gesamten Ansparphase bleibt das angesparte Vermögen komplett von der Abgeltungsteuer befreit[3]. Dies bedeutet, dass weder auf realisierte Kursgewinne noch auf Dividendenausschüttungen oder die jährliche Vorabpauschale Steuern anfallen. Sämtliche Erträge fließen somit ohne Abzug direkt zurück in den Anlagekreislauf. Dieser Steuerstundungseffekt maximiert den Zinseszinshebel über die Jahrzehnte hinweg spürbar, da das Bruttokapital ungeschmälert für Sie weiterarbeiten kann.
Um die Kostenbelastung für Sparer gering zu halten, sieht der Gesetzgeber für zertifizierte Standarddepots einen gesetzlichen Kostendeckel von maximal 1,0 Prozent Effektivkosten pro Jahr vor[5]. Diese Obergrenze schützt Anleger vor überzogenen Verwaltungsgebühren, die bei traditionellen Riester-Verträgen oft einen großen Teil der Erträge aufzehrten. Demgegenüber steht das Prinzip der nachgelagerten Besteuerung. Das bedeutet, dass die Erträge und die geförderten Beiträge erst in der Auszahlungsphase im Ruhestand versteuert werden müssen. Da das persönliche Einkommen im Alter in der Regel niedriger ausfällt als im aktiven Erwerbsleben, profitieren Sie in den meisten Fällen von einem deutlich geringeren Steuersatz auf Ihre Auszahlungen.
| Einflussfaktor | Auswirkung auf die Rendite | Regelung |
|---|---|---|
| Steuerfreie Ansparphase | Steigert Nettorendite | Keine Abgeltungsteuer oder Vorabpauschale auf Gewinne und Dividenden. |
| Gesetzlicher Kostendeckel | Schützt Erträge | Maximal 1,0 Prozent Effektivkosten pro Jahr für Standarddepots. |
| Nachgelagerte Besteuerung | Nutzt Steuerprogression | Versteuerung erst bei Auszahlung im Ruhestand zu meist niedrigerem Steuersatz. |
Um zu berechnen, wie sich diese gesetzlichen Rahmenbedingungen auf Ihr persönliches Vermögen auswirken, lohnt sich eine präzise Kalkulation. Mit dem Förderrechner Altersvorsorgedepot können Sie die Wechselwirkungen aus Kostenbegrenzung, Steueraufschub und staatlicher Zulage für Ihre individuelle Lebenssituation simulieren und eine fundierte Grundlage für Ihre private Vorsorge schaffen.
Vergleich mit dem ungeförderten ETF-Sparplan: Wann lohnt sich das AVD?
Bei der privaten Vorsorge stehen Selbstentscheider oft vor der Frage, ob sie auf das neue staatlich geförderte Altersvorsorgedepot (AVD) setzen oder einen klassischen, ungeförderten ETF-Sparplan nutzen sollten. Der wesentliche Unterschied liegt im Zusammenspiel aus direkten Zulagen und steuerlichen Erleichterungen in der Ansparphase, während das reguläre Depot maximale zeitliche Flexibilität bietet. Ein nützliches Werkzeug zur individuellen Abwägung bietet der Förderrechner Altersvorsorgedepot.
Der Break-even-Punkt und der steuerliche Hebel
In der Ansparphase ermöglicht das staatlich geförderte Depot eine steuerfreie Reinvestition von Dividenden und Kursgewinnen, da keine jährliche Vorabpauschale anfällt. Zudem können Sparer ihre Beiträge bis zu den gesetzlichen Höchstgrenzen als Sonderausgaben steuerlich geltend machen, was die Steuerlast im Jahr der Einzahlung senkt[4]. Der Break-even-Punkt, an dem das geförderte Modell den ungeförderten Sparplan trotz der nachgelagerten Besteuerung im Alter schlägt, hängt maßgeblich von der persönlichen Förderquote ab. Weiterführende Details und fundierte Berechnungen hierzu bietet der Ratgeber zum Altersvorsorgedepot.
| Kriterium | Altersvorsorgedepot (AVD) | Klassischer ETF-Sparplan |
|---|---|---|
| Staatliche Förderung | Zulagen von bis zu 540 Euro jährlich plus optionale Kinderzulagen | Keine staatliche Förderung oder Zulagen |
| Besteuerung in der Ansparphase | Steuerfrei, Sonderausgabenabzug möglich, keine Vorabpauschale | Abgeltungsteuer auf Erträge oberhalb des Sparerpauschbetrags |
| Besteuerung in der Auszahlphase | Nachgelagerte Besteuerung mit dem persönlichen Einkommensteuersatz | Teilfreistellung und Abgeltungsteuer auf den realisierten Gewinnanteil |
| Kapitalverfügbarkeit | Zweckgebunden für den Ruhestand, Auszahlungen regulär erst ab Alter 62 | Jederzeit flexibel und ohne Einschränkungen verfügbar |
Entscheidungshilfe für Selbstentscheider
Das geförderte Altersvorsorgedepot eignet sich besonders für Personen, die von hohen Förderquoten profitieren, wie Familien durch zusätzliche Kinderzulagen oder Gutverdiener durch den steuerlichen Sonderausgabenabzug[4]. Wer hingegen die volle Flexibilität behalten möchte, um das Geld gegebenenfalls vor dem Ruhestand für andere Zwecke einzusetzen, für den bleibt der herkömmliche ETF-Sparplan eine sinnvolle Option. Illustrative Modellrechnung, keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.
Risiko und Sicherheit: Renditeerwartung ohne Beitragsgarantie
Die Renditeerwartung des neuen Altersvorsorgedepots liegt deutlich über der klassischer Riester-Verträge, da auf eine starre 100-Prozent-Beitragsgarantie verzichtet werden kann. Während Riester-Produkte gezwungen waren, den Großteil der Beiträge in renditearme, nominal sichere Rentenpapiere zu investieren, fließen die Sparraten im zu 100 Prozent in chancenreiche Aktien-ETFs. Dies hebt die langfristige Renditeerwartung auf das Niveau des breiten Aktienmarktes, bringt jedoch naturgemäß marktübliche Kursschwankungen mit sich. Das Deutsche Aktieninstitut zeigt im historischen MSCI World-Rendite-Dreieck, dass Anleger bei einem Anlagehorizont von 20 Jahren im Schnitt eine jährliche Rendite von 8,6 Prozent erzielen konnten[1].
Die tatsächliche Gesamtrendite setzt sich dabei aus zwei wesentlichen Bausteinen zusammen: der marktüblichen Wertentwicklung des gewählten Portfolios und dem zusätzlichen Renditeschub durch staatliche Zulagen sowie steuerliche Erleichterungen. Wie dieses Zusammenspiel im Detail wirkt, lässt sich individuell berechnen.
| Renditequelle | Erwarteter Beitrag | Eigenschaften und Risiko |
|---|---|---|
| Marktrendite (z. B. Welt-Aktien-ETF) | Ca. 6 bis 8 Prozent p.a. (historisch) | Schwankt täglich, langfristig historisch sehr stabil. |
| Staatliche Förderung | Individueller Renditeschub | Kalkulierbare Zulagen und Steuereffekte wirken als Hebel. |
Als Selbstentscheider tragen Sie das Anlagerisiko selbstständig. Der Verzicht auf Garantien bedeutet, dass das Depotguthaben bei Rentenbeginn unter den eingezahlten Beiträgen liegen kann. Ein solches Risiko lässt sich durch einen langen Anlagehorizont und breite Diversifikation minimieren. Nutzen Sie das Vorsorgewissen Informationsportal, um sich gründlich über die Funktionsweise des Depots zu informieren. Wenn Sie Ihre persönliche Förderquote und das Zusammenspiel der Hebel simulieren möchten, steht Ihnen unser Förderrechner Altersvorsorgedepot kostenfrei zur Verfügung. Wichtiger Hinweis: Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG. Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
Entscheidungshilfe: Ihre Schritte zum optimalen Vorsorgeweg
Die Gesamtrendite in Ihrem Altersvorsorgedepot setzt sich aus zwei wesentlichen Triebfedern zusammen: der reinen Marktrendite der von Ihnen ausgewählten Wertpapiere und dem zusätzlichen Renditeschub durch die staatliche Förderung. Historische Marktdaten belegen, dass ein breit gestreuter Aktien-ETF, beispielsweise auf den weltweiten Index MSCI World, über einen Anlagehorizont von 20 Jahren in der Vergangenheit eine durchschnittliche jährliche Rendite von 8,6 Prozent erwirtschaften konnte[1]. Diese Rendite wird durch die staatliche Zulage oder den steuerlichen Abzug nochmals gehebelt. Da die Entwicklungen am Aktienmarkt naturgemäß schwanken, während die staatlichen Förderstrukturen gesetzlich geregelt und somit klar kalkulierbar sind, verzichten wir bewusst auf unrealistische Versprechungen. Stattdessen begleiten wir Sie als neutraler Lotse auf dem Weg zu einer mathematisch fundierten Entscheidung.
- Schritt 1: Individuelle Förderhöhe berechnen. Nutzen Sie das interaktive Tool Förderrechner Altersvorsorgedepot, um Ihre persönliche staatliche Zulage, die potenziellen steuerlichen Vorteile und das voraussichtliche Endkapital im Vergleich zu einer ungeförderten Anlage präzise zu kalkulieren. Unser digitaler liefert Ihnen dafür eine transparente und verlässliche mathematische Basis.
- Schritt 2: Den passenden Beratungsweg bestimmen. Nutzen Sie das Vorsorgewissen Informationsportal und unser dortiges Wissensportal, um Klarheit über Ihre eigenen Präferenzen zu gewinnen. Entscheiden Sie in Ruhe, ob Sie Ihre Altersvorsorge eigenständig digital verwalten möchten oder ob Sie die Unterstützung durch einen Berater bevorzugen.
- Schritt 3: Die konkrete Umsetzung starten. Wenn Sie als Selbstentscheider agieren möchten, nutzen Sie das Tool Kriteriengestützter Anbietervergleich, um die Konditionen und Gebührenstrukturen der verschiedenen Neobroker gegenüberzustellen. Wünschen Sie hingegen eine persönliche und maßgeschneiderte Unterstützung, vermittelt Ihnen unsere Unabhängige Beratungsvermittlung den Kontakt zu einem lizenzierten, unabhängigen Finanzexperten.
Egal für welchen der beiden Wege Sie sich letztendlich entscheiden, unser Portal steht Ihnen mit neutralen Fakten und transparenten Methoden zur Seite, um Sie sicher durch die Riester-Reform und die neue staatliche Förderung zu navigieren. Bitte beachten Sie stets: Alle Berechnungen, historischen Vergleiche und Projektionen dienen ausschließlich der Veranschaulichung und stellen keine garantierte Rendite oder künftige Wertentwicklung dar. Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.
Häufig gestellte Fragen
- Wie hoch ist die maximale staatliche Förderung beim Altersvorsorgedepot?
- Beim neuen Altersvorsorgedepot ab 2027 erhalten Sie eine staatliche Grundzulage von bis zu 540 Euro pro Jahr. Voraussetzung dafür ist eine jährliche Einzahlung von 1800 Euro als Eigenbeitrag. Dies entspricht einer staatlichen Förderquote von genau 30 Prozent auf Ihre Sparrate. Zusätzlich erhalten Familien eine Zulage von bis zu 300 Euro pro Kind.
- Welche Rendite kann ich mit einem ETF-basierten Altersvorsorgedepot erwarten?
- Die Gesamtrendite setzt sich aus der Marktrendite der ETFs und dem Förder-Boost zusammen. Langfristig breit gestreute Aktien-ETFs wie auf den MSCI World erzielten historisch eine durchschnittliche Rendite von etwa 6 bis 8 Prozent pro Jahr. Durch die staatliche Grundzulage von bis zu 540 Euro erhöht sich die effektive Rendite vor allem in den ersten Sparjahren deutlich.
- Ist das Altersvorsorgedepot rentabler als eine klassische Riester-Rente?
- In den allermeisten Fällen ja. Die klassische Riester-Rente litt unter einer gesetzlichen 100-Prozent-Beitragsgarantie, die Anbieter zwang, große Teile des Kapitals in renditeschwache Staatsanleihen zu investieren. Das Altersvorsorgedepot verzichtet auf diese Garantie, wodurch Sie die vollen Renditechancen von 100 Prozent Aktien-ETFs nutzen können.
- Wie wirkt sich die nachgelagerte Besteuerung auf die Rendite aus?
- Während der Ansparphase wächst Ihr Vermögen im Altersvorsorgedepot steuerfrei an. Es fällt keine Abgeltungsteuer auf Dividenden oder Gewinne an, was den Zinseszinseffekt stärkt. Erst in der Auszahlungsphase im Alter müssen Sie die Rentenzahlungen mit Ihrem dann gültigen persönlichen Einkommenssteuersatz versteuern, der im Alter meist niedriger ist.
- Lohnt sich ein Wechsel von einer Riester-Rente zum Altersvorsorgedepot?
- Ein Wechsel kann sich aufgrund der höheren Renditechancen durch ETFs und der verbesserten Zulagenstruktur von 540 Euro Grundzulage lohnen. Seitens des BMF ist für den Wechsel ein Deckel für Wechselgebühren vorgesehen, um Sparer zu schützen. Ob sich der Wechsel individuell lohnt, können Sie exakt mit dem Förderrechner Altersvorsorgedepot ermitteln.
- Gibt es einen Kostendeckel für das neue Altersvorsorgedepot?
- Ja, der Gesetzgeber sieht für zertifizierte Standard-Produkte des Altersvorsorgedepots eine Kostengrenze vor. Die jährlichen Kosten inklusive Depotgebühren und ETF-Verwaltungsgebühren dürfen maximal 1.0 Prozent des Depotwerts betragen. Dies schützt Ihre Rendite vor der Entwertung durch überhöhte Produktkosten.
Quellen
AVD oder ETF-Sparplan – was rechnet sich mehr?
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