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Welche Kosten hat ein Altersvorsorgedepot?

Porträtfoto von Tilman Freyenhagen, Geschäftsführer und Gesellschafter der Alsterspree Verlag GmbH

Aktualisiert am · Geschäftsführer & Gesellschafter der Alsterspree Verlag GmbH

Eine schematische, transparente Gegenüberstellung von Depotgebühren und Produktkosten auf einer digitalen Benutzeroberfläche zur Visualisierung von Altersvorsorgekosten.

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Das Fundament: Zwei Kosten-Ebenen auf einen Blick

Die Kosten eines Altersvorsorgedepots teilen sich in zwei Hauptebenen: die Depotkosten des Anbieters (wie Depotführung sowie Order- und Sparplangebühren) und die Produktkosten der jeweiligen Geldanlage (laufende ETF- oder Fondskosten, gemessen an der TER). Hinzu kommen gegebenenfalls zusätzliche Übertrags- oder Servicegebühren. Entscheidend für den langfristigen Vermögensaufbau ist die Summe aller Kosten, da bereits minimale prozentuale Unterschiede über mehrere Jahrzehnte hinweg eine erhebliche Wirkung auf die Rendite entfalten[1]. Wer als Selbstentscheider die eigene Altersvorsorge optimieren möchte, muss diese Systematik verstehen, um Anbieter transparent vergleichen zu können.

Depotkosten versus Produktkosten

Bei der Auswahl des passenden Depots im Vorsorgewissen Informationsportal sollten Sie beide Ebenen getrennt analysieren. Während Online-Broker oft sehr günstige Depotkosten anbieten, spielen bei der Gesamtrendite auch die internen Fondskosten (Total Expense Ratio, kurz TER) der gewählten ETFs eine entscheidende Rolle. Für staatlich geförderte Standardprodukte gilt nach dem Altersvorsorgereformgesetz zudem ein gesetzlicher Kostendeckel von 1,0 Prozent der durchschnittlichen jährlichen Effektivkosten[1]. Dieser Deckel schützt Anleger vor überteuerten Angeboten, doch clevere Selbstentscheider können durch die gezielte Auswahl kostengünstiger ETFs und eines gebührenfreien Neobrokers noch deutlich unter dieser Grenze bleiben.

KostenkategorieKostenart (Beispiele)Einfluss & Richtwert
Depotkosten (Anbieter)Depotführungsgebühr, Orderentgelte, Sparplan-AusführungsgebührenDirekt vom Broker erhoben; oft kostenfrei bei modernen Neobrokern
Produktkosten (Wertpapier)Laufende Fondsgebühren (TER), Ausgabeaufschläge bei aktiven FondsDirekt im Fondspreis enthalten; bei breiten Aktien-ETFs meist 0,1 % bis 0,3 % p.a.
Sondergebühren (Service)Kosten für Depotübertrag, postalischen Dokumentenversand, optionale BeratungVermeidbar durch digitale Kontoführung und gesetzliche Regelungen

Um den langfristigen Effekt dieser Gebühren präzise zu ermitteln, lohnt sich ein Blick auf die Effektivkostenquote (Reduction in Yield), die alle Belastungen in einer einzigen Prozentzahl zusammenfasst. Mit dem Förderrechner Altersvorsorgedepot können Sie die konkreten Auswirkungen unterschiedlicher Kostenszenarien auf Ihr voraussichtliches Endguthaben selbst durchrechnen und vergleichen. Hinweis: Die Berechnungen dienen nur der Illustration. Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.

Die Depotkosten: Gebühren des Anbieters im Detail

Bei einem Altersvorsorgedepot (AVD) müssen Sie grundlegend zwischen den Produktkosten der Geldanlage und den reinen Depotkosten des Anbieters unterscheiden. Die Depotkosten sind die Gebühren, die direkt von der depotführenden Stelle erhoben werden. Hierzu zählen klassische Depotführungsgebühren, Transaktionsentgelte für den Kauf von Wertpapieren sowie Ausführungsgebühren für regelmäßige Sparpläne. Für das staatlich geförderte Standardprodukt gilt ab dem Start im Jahr 2027 ein gesetzlicher Deckel von maximal 1,0 Prozent Effektivkosten pro Jahr[2]. Dieser Kostendeckel schützt Sie vor überteuerten Verträgen, ist jedoch keine Garantie für die günstigste Option.

GebührenartKlassische FilialbankenDigitale Neobroker
DepotführungHäufig eine feste Jahresgebühr von 15 bis 30 EuroIn der Regel kostenlose Depotführung
Transaktionen (Order)Oft feste Grundgebühr zuzüglich eines prozentualen AnteilsMeist kostenfrei oder geringe Pauschale von ca. 1 Euro
SparplanausführungProzentuale Gebühren je Ausführung (häufig 1,5 Prozent)Meist vollständig kostenfrei für ausgewählte ETFs
Effektivkosten-CapAusrichtung am gesetzlichen Deckel von 1,0 ProzentOft deutlich unterhalb der gesetzlichen Obergrenze

Die Unterschiede zwischen den Anbietertypen haben einen massiven Einfluss auf Ihr angespartes Endkapital, da Gebühren über Jahrzehnte den Zinseszinseffekt schmälern. Als Selbstentscheider haben Sie die Möglichkeit, gezielt Anbieter mit minimalen Depot- und Ordergebühren auszuwählen, um Ihre Nettorendite zu maximieren. Um die langfristige Auswirkung verschiedener Gebührenszenarien auf Ihre Rente präzise zu kalkulieren, können Sie unseren quellenbasierten Förderrechner Altersvorsorgedepot nutzen. Für eine tiefergehende Analyse und einen systematischen Vergleich der verfügbaren Depotmodelle bietet Ihnen unser Vorsorgewissen Informationsportal detaillierte, quellenbelegte Ratgeber. Ein genauer Vergleich lohnt sich immer, denn jeder gesparte Euro an Gebühren fließt direkt in Ihr persönliches Altersvorsorgevermögen. Hinweis: Alle Darstellungen dienen rein illustrativen Zwecken und stellen keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG dar.

Die Produktkosten: Was ETF- und Fondsanbieter einbehalten

Neben den Gebühren für die Depotführung bestimmen die Produktkosten maßgeblich die reale Rendite Ihres Altersvorsorgedepots. Diese Kosten verbleiben direkt auf der Ebene der gewählten Investmentfonds und werden über die sogenannte Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio, kurz TER) direkt vom Fondsvermögen abgezogen. Gesetzgeberisch gilt für zertifizierte Standardprodukte beim Altersvorsorgedepot ein Kostendeckel von 1,0 Prozent für die gesamten Effektivkosten[3]. Als Selbstentscheider können Sie diese gesetzliche Höchstgrenze jedoch deutlich unterbieten, indem Sie Ihr Portfolio mit kostengünstigen ETFs eigenständig über das Vorsorgewissen Informationsportal strukturieren.

KategorieTypische laufende Kosten (p.a.)Eigenschaften
Kostengünstige ETFsUnter 0,2 %Passive Abbildung eines Index, keine teuren Fondsmanagement-Gebühren
Aktiv gemanagte Fonds1,5 % bis 2,0 %Aktive Aktienauswahl, oft mit zusätzlichen Ausgabeaufschlägen
Gesetzlicher KostendeckelMaximal 1,0 %Gilt ausschließlich für das staatlich zertifizierte Standardprodukt

Der Kostenunterschied zwischen den Anlageklassen hat über die Jahrzehnte des Vermögensaufbaus einen massiven Hebel auf Ihr Endkapital. Während ein aktiv gemanagter Aktienfonds mit jährlichen Kosten von 1,5 bis 2,0 Prozent die Wertentwicklung spürbar bremst, nutzen passive ETFs denselben Zinseszins-Effekt hocheffizient aus. Ein breit gestreuter Welt-ETF kostet oft weniger als 0,2 Prozent pro Jahr. Auf eine Laufzeit von dreißig Jahren bezogen kann diese scheinbar kleine Differenz von über einem Prozentpunkt einen Unterschied von mehreren zehntausend Euro beim verfügbaren Rentenkapital ausmachen. Um diese mathematischen Auswirkungen auf Ihr persönliches Sparziel exakt zu berechnen, steht Ihnen unser neutraler Förderrechner Altersvorsorgedepot zur Verfügung. Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.

Das gesetzliche Standarddepot: Der 1,0-Prozent-Kostendeckel

Mit der Reform der geförderten privaten Altersvorsorge führt der Gesetzgeber ab 2027 ein zertifiziertes Standardprodukt ein. Dieses regulierte Produkt soll Verbraucher vor unvorteilhaften, überteuerten Verträgen schützen. Der wichtigste regulatorische Schutzschirm ist dabei der gesetzliche Kostendeckel: Die jährliche Renditeminderung durch Kosten, auch bekannt als Effektivkosten, ist bei diesem Standarddepot auf maximal 1,0 Prozent begrenzt[2]. Diese Obergrenze stellt sicher, dass Ihre Sparbeiträge und staatlichen Zulagen direkt in den Vermögensaufbau fließen, anstatt durch hohe Verwaltungs- oder Vertriebsgebühren dezimiert zu werden.

RegulierungspunktGesetzliche Vorgabe für das Standarddepot
Kostendeckel (Effektivkosten)Maximal 1,0 % Renditeminderung pro Jahr inklusive Depot- und Produktkosten [2]
Zugelassene AnlageklassenBreit gestreute, kostengünstige ETFs und Indexfonds ohne teure Garantien
Transparenz und VergleichEinheitliche Kostenstruktur zur direkten Vergleichbarkeit für Selbstentscheider
WechselgebührenMaximal 150 Euro Wechselkosten in den ersten 5 Jahren, danach gebührenfrei

Für Sie als Selbstentscheider bildet dieser gesetzliche Deckel eine hervorragende Benchmark. Wenn Sie private Vorsorgeangebote oder Neobroker vergleichen, wissen Sie nun, dass ein zertifiziertes Standardprodukt Sie pro Jahr niemals mehr als 1,0 Prozent Rendite kosten darf[2]. Liegen die Gebühren eines freien Angebots darüber, müssen die Renditechancen diesen Kostennachteil erst einmal kompensieren. Mit unserem Förderrechner Altersvorsorgedepot können Sie die langfristigen Auswirkungen unterschiedlicher Kostenszenarien auf Ihr angespartes Kapital simulieren und verschiedene Wege vergleichen.

Bitte beachten Sie bei allen Vergleichen und Hochrechnungen stets: Rechenbeispiele und simulierte Kostenentwicklungen dienen ausschließlich der Veranschaulichung und Orientierung. Sie stellen keine verbindliche Anlageberatung dar (Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.).

Wechselgebühren und Anbieterwechsel: Regelungen ab 2027

Wer sein gefördertes Vermögen zu einem anderen Anbieter übertragen möchte, profitiert ab 2027 von klaren gesetzlichen Schutzregeln. Ein Wechsel des Anbieters beim neuen Altersvorsorgedepot ist in den ersten fünf Jahren nach Vertragsabschluss auf Wechselkosten von maximal 150 Euro begrenzt und ab dem sechsten Vertragsjahr vollständig gebührenfrei[2]. Diese gesetzliche Deckelung sorgt dafür, dass Selbstentscheider nicht durch überhöhte Wechselbarrieren an einen teuren oder renditeschwachen Anbieter gebunden bleiben. Sie behalten somit jederzeit die volle Flexibilität über Ihre private Altersvorsorge.

Die gesetzlichen Wechselregeln im Überblick

Die gesetzlichen Vorgaben im Rahmen des Altersvorsorge-Reformgesetzes regeln die Gebühren beim Anbieterwechsel präzise, um den Wettbewerb zu fördern und die Verbraucherinteressen zu schützen. Die folgende Übersicht zeigt die geltenden Obergrenzen für die Übertragung des angesparten Kapitals:

Zeitraum ab VertragsabschlussMaximale WechselgebührGesetzlicher Schutzstatus
Jahr 1 bis 5Maximal 150 EuroGesetzlicher Kostendeckel greift
Ab dem 6. Jahr0 Euro (vollständig kostenfrei)Gesetzlich garantierte Gebührenfreiheit

Diese gesetzliche Regelung erleichtert den Wechselprozess für Selbstentscheider erheblich, da sie die früher oft unkalkulierbaren Transferkosten klassischer Rentenversicherungen abschafft. Wenn Sie im Rahmen unserer Plattform den Service Kriteriengestützter Anbietervergleich nutzen, können Sie somit risikofrei nach kostengünstigeren Alternativen suchen. Ein optimiertes Depot mit niedrigeren laufenden Kosten kann über die Jahrzehnte der Ansparphase einen erheblichen Unterschied bei der Endrendite ausmachen.

Bevor Sie einen Wechsel initiieren, sollten Sie jedoch das Zusammenspiel aus Wechselgebühren und den verbleibenden Steuervorteilen genau analysieren. Mit unserem digitalen Tool Förderrechner Altersvorsorgedepot auf dem Vorsorgewissen Informationsportal können Sie unkompliziert berechnen, ob sich ein Transfer für Ihre individuelle Anlagestrategie auszahlt. Für tiefergehende Fragen steht Ihnen zudem unsere Unabhängige Beratungsvermittlung zur Verfügung, um eine maßgeschneiderte Lösung zu finden. Hinweis: Die gezeigten Werte und Berechnungen dienen rein illustrativen Zwecken. Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.

Die Kosten-Rendite-Mathematik: Wie Gebühren Ihre Rente schmälern

Die langfristige Rendite Ihres Altersvorsorgedepots wird maßgeblich von der Gebührenstruktur beeinflusst. Bereits ein vermeintlich geringer Unterschied von 0,5 Prozentpunkten bei den jährlichen Kosten kann über eine typische Ansparzeit von 30 oder 40 Jahren einen Unterschied von mehreren zehntausend Euro beim Rentenkapital ausmachen. Dieser Hebel beruht auf der langfristigen Dynamik des Zinseszinseffekts. Da jeder Euro, den ein Anbieter für die Depotführung oder das Produktmanagement einbehält, dem Kreislauf entzogen wird, entgehen Ihnen über Jahrzehnte hinweg erhebliche Wiederanlageerträge[4].

Wie massiv sich diese Optimierung langfristig auswirkt, zeigt der direkte Vergleich. Für eine modellhafte Berechnung nehmen wir einen monatlichen Sparbeitrag von 150 Euro über eine Laufzeit von 30 Jahren und eine angenommene Bruttorendite von 6,0 Prozent pro Jahr am globalen Aktienmarkt an.

Jährliche Gesamtkosten (p.a.)Angenommene NettorenditeEndkapital nach 30 JahrenKostenbedingte Minderung
0,2 %5,8 %ca. 145.000 EURca. 6.000 EUR
0,5 %5,5 %ca. 137.000 EURca. 14.000 EUR
1,0 % (Kostendeckel)5,0 %ca. 125.000 EURca. 26.000 EUR

Unter dem neuen Regelwerk für das Altersvorsorgedepot ist für das staatlich zertifizierte Standardprodukt ein gesetzlicher Kostendeckel von 1,0 Prozent pro Jahr vorgesehen. Während diese Grenze einen wichtigen Schutz gegen extrem teure Altverträge bietet, können eigeninitiativ handelnde Selbstentscheider ihre Kostenbasis weit darunter ansetzen. Durch die gezielte Auswahl eines Neobrokers und die Anlage in breit gestreute ETFs lässt sich die jährliche Kostenquote oft auf 0,2 bis 0,3 Prozent reduzieren. In unserem Vorsorgewissen Informationsportal zeigen wir Ihnen, wie Sie solche kosteneffizienten Portfolios strukturieren und vergleichen.

Um den genauen Einfluss unterschiedlicher Gebührenszenarien auf Ihre individuelle Rente zu simulieren, steht Ihnen der Förderrechner Altersvorsorgedepot auf unserem Portal zur Verfügung. Dieses Tool berechnet nominale sowie reale Werte unter Berücksichtigung staatlicher Zulagen. Bitte beachten Sie: Die oben aufgeführten Berechnungen dienen ausschließlich als illustratives Beispiel zur Verdeutlichung mathematischer Zusammenhänge und stellen keine garantierte Wertentwicklung oder Empfehlung dar. Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.

Mögliche Zusatzkosten: Worauf Selbstentscheider achten müssen

Bei der privaten Altersvorsorge gilt ab dem Start im Jahr 2027 für das staatlich geförderte Standard-Altersvorsorgedepot ein gesetzlicher Kostendeckel von 1,0 Prozent pro Jahr[5]. Wer als Selbstentscheider die Zügel selbst in die Hand nimmt und ein individuelles Altersvorsorgedepot führt, kann durch die gezielte Auswahl extrem kostengünstiger Neobroker und ETFs deutlich unter dieser gesetzlichen Grenze bleiben. Um das volle Potenzial der staatlichen Förderung und die steuerlichen Vorteile optimal auszuschöpfen, dürfen Sie jedoch keinesfalls nur auf die offensichtliche Depotführungsgebühr oder die Gesamtkostenquote (TER) der ausgewählten Produkte blicken. Oft verstecken sich im Kleingedruckten zusätzliche Gebührenstrukturen, die die langfristige Nettorendite erheblich schmälern können. Da jede zusätzliche Gebühr den Zinseszinseffekt über Ansparphasen von dreißig oder vierzig Jahren hinweg spürbar beeinträchtigt, ist eine genaue Analyse aller Nebenkosten unerlässlich.

Die kritischen Kostenfaktoren im Kleingedruckten

  • Geld-Brief-Spanne (Spread): Diese Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis eines ETF ist ein indirekter, aber stetiger Kostenfaktor. Vor allem bei Handelszeiten außerhalb der Haupthandelszeiten der deutschen Leitbörse Xetra können sich diese Spreads für Selbstentscheider spürbar ausweiten und regelmäßige Sparplanausführungen im Depot unnötig verteuern.
  • Fremdwährungsgebühren: Wenn Sie weltweit investierende Aktien-ETFs besparen, die in US-Dollar oder anderen ausländischen Währungen abgerechnet werden, verlangen einige Depotanbieter zusätzliche Gebühren für die automatische Währungsumrechnung (sogenannte FX-Spreads). Diese Kosten fallen unbemerkt bei jedem einzelnen Kauf- oder Verkaufsprozess an.
  • Servicepauschalen und Wechselkosten: Hierunter fallen Entgelte für den postalischen Versand von Dokumenten, optionale Sonderleistungen oder spätere Depotüberträge. Auch wenn der Gesetzgeber für Wechsel bestehender Riester-Verträge strenge Kostendeckel vorsieht, sollten Sie die Gebührenstruktur für einen späteren Wechsel des Altersvorsorgedepots genau prüfen.

Ein detaillierter Vergleich der Preis-Leistungs-Verzeichnisse ist für eigenständig agierende Sparer daher die wichtigste Grundlage. Um den exakten Einfluss solcher Kosten und der staatlichen Förderung auf Ihr zukünftiges Endkapital präzise zu ermitteln, steht Ihnen das interaktive Tool Förderrechner Altersvorsorgedepot zur Verfügung. Bitte beachten Sie hierzu unseren rechtlichen Hinweis: Alle Berechnungen und Simulationsdaten dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen keine persönliche Finanz- oder Anlageberatung dar (Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG).

Anbietervergleich für das Altersvorsorgedepot: So finden Sie das beste Angebot

Für Selbstentscheider, die ihre Altersvorsorge eigenverantwortlich in die Hand nehmen, ist der systematische Vergleich der Depotanbieter der wichtigste Hebel für eine maximale Rendite. Das Bundesministerium der Finanzen hat für das staatlich zertifizierte Standardprodukt einen gesetzlichen Kostendeckel von 1,0 Prozent Effektivkosten pro Jahr festgeschrieben[2]. Wer jedoch die Auswahl von Depot und Anlageprodukten selbst vergleicht, kann die Gesamtkosten problemlos auf unter 0,5 Prozent pro Jahr senken. Jede gesparte Gebühr fließt über die Jahrzehnte der Ansparphase direkt in den Zinseszins-Effekt.

Zwei Ebenen der Kostenstruktur im Vergleich

Um Angebote sachgerecht zu bewerten, müssen wir zwischen den Kosten des Depotanbieters (Depotkosten) und den Kosten der eigentlichen Anlageprodukte (Produktkosten) unterscheiden. Während erstere direkt vom Broker erhoben werden, fallen die Produktkosten innerhalb des ETFs an.

KostenkategorieTypische GebührenZielwert für Selbstentscheider
Depotkosten (Anbieter)Depotführungsentgelt, Order- und Sparplangebühren, Übertragsentgelte0,00 EUR (kostenfreie Depotführung)
Produktkosten (ETF/Fonds)Laufende Verwaltungskosten (TER), Transaktionskosten innerhalb des Fonds< 0,25 % p.a. (TER für breite Welt-ETFs)
Gesamtkosten (Effektivkosten)Summe aller jährlichen Kostenbelastungen< 0,50 % p.a. (Zielkorridor)

Beim Vergleich sollten Sie neben den reinen Gebühren besonders auf ein breites, kostengünstiges ETF-Sparplanangebot achten. Unser Kriteriengestützter Anbietervergleich hilft Ihnen dabei, die Konditionen der Neobroker transparent zu analysieren, um das optimale Verhältnis aus niedrigen Ordergebühren und einer breiten Fondsauswahl zu finden. Ergänzend dazu können Sie mit dem Förderrechner Altersvorsorgedepot simulieren, wie sich unterschiedliche Gebührensätze langfristig auf Ihr Endkapital auswirken. Ein neutraler Blick auf die Zahlen zeigt: Durch die Kombination aus gebührenfreier Depotführung und einem kostengünstigen Welt-ETF lässt sich die staatliche Förderung optimal ausschöpfen, ohne dass teure Verwaltungsgebühren die Renditevorteile aufzehren. Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.

Häufig gestellte Fragen

Welche Gebühren fallen beim Altersvorsorgedepot an?
Beim Altersvorsorgedepot fallen im Wesentlichen zwei Arten von Gebühren an: Depotkosten und Produktkosten. Zu den Depotkosten zählen die Depotführungsgebühr sowie Order- und Sparplangebühren des Brokers. Die Produktkosten bestehen aus den laufenden Kosten der ausgewählten ETFs oder Investmentfonds (TER). Für zertifizierte Standarddepots gilt ein gesetzlicher Kostendeckel von 1,0 Prozent Effektivkosten pro Jahr.
Was ist der Unterschied zwischen Depotkosten und Produktkosten?
Depotkosten werden direkt vom Depotanbieter (z. B. einer Bank oder einem Neobroker) für die Kontoführung und Transaktionen erhoben. Produktkosten (TER) hingegen werden direkt aus dem Fondsvermögen der ETFs oder Investmentfonds entnommen. Sie zahlen diese nicht separat, aber sie mindern die Wertentwicklung der Anlage.
Was bedeutet die Abkürzung TER beim Altersvorsorgedepot?
TER steht für Total Expense Ratio (Gesamtkostenquote). Sie gibt an, wie viel Prozent des Fondsvermögens eine Kapitalverwaltungsgesellschaft jährlich für die Verwaltung, das Management und den Vertrieb des ETFs oder Fonds einbehält. Bei günstigen Aktien-ETFs liegt die TER oft unter 0,2 Prozent pro Jahr.
Gibt es einen gesetzlichen Kostendeckel beim Altersvorsorgedepot?
Ja, für das staatlich zertifiziertes Standarddepot gilt ein gesetzlicher Kostendeckel. Die durchschnittliche jährliche Renditeminderung durch Kosten, auch Effektivkosten genannt, darf maximal 1,0 Prozent betragen. Andere, individuell zusammengestellte Altersvorsorgedepots können diese Grenze jedoch überschreiten.
Welche Kosten entstehen bei einem Anbieterwechsel des Altersvorsorgedepots?
Bei einem Wechsel des Anbieters sind die Wechselgebühren gesetzlich reguliert. In den ersten fünf Jahren nach Vertragsabschluss dürfen die Wechselkosten maximal 150 Euro betragen. Ab dem sechsten Vertragsjahr ist ein Anbieterwechsel gesetzlich komplett kostenfrei.
Sind ETFs im Altersvorsorgedepot günstiger als aktive Investmentfonds?
Ja, in der Regel sind ETFs deutlich günstiger. Während aktive Investmentfonds oft Produktkosten (TER) von 1,5 bis 2,0 Prozent pro Jahr aufweisen, liegen ETFs meist bei 0,1 bis 0,5 Prozent. Diese geringeren Produktkosten schonen die Rendite über Jahrzehnte hinweg erheblich.

Quellen

  1. [1]steuertipps.de
  2. [2]bundesfinanzministerium.de
  3. [3]finanzwissen.de
  4. [4]vermoegenszentrum.de
  5. [5]verivox.de
  6. []Förderrechner Altersvorsorgedepot
  7. []Ratgeber zum Altersvorsorgedepot

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