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Ist das Altersvorsorgedepot sicher? Pleiten- und Marktrisiken

Porträtfoto von Tilman Freyenhagen, Geschäftsführer und Gesellschafter der Alsterspree Verlag GmbH

Aktualisiert am · Geschäftsführer & Gesellschafter der Alsterspree Verlag GmbH

Eine Waage, die ein sicheres Vorhängeschloss auf der einen Seite und ein ansteigendes Liniendiagramm für langfristiges ETF-Wachstum auf der anderen Seite ausbalanciert.

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Zwei Seiten der Sicherheit: Das Altersvorsorgedepot auf dem Prüfstand

Ist das neue Altersvorsorgedepot sicher? Diese zentrale Frage lässt sich differenziert beantworten: Das Anbieterrisiko ist minimal, da Ihre investierten ETFs als staatlich geschütztes Sondervermögen gelten und bei einer Insolvenz des Anbieters unberührt bleiben. Das eigentliche Risiko liegt im Marktrisiko, das Sie künftig selbst tragen, weil beim Altersvorsorgedepot die starre, klassische Beitragsgarantie entfällt, um eine renditestärkere Anlage am Kapitalmarkt zu ermöglichen[1]. Kurzfristige Wertschwankungen sind bei dieser geförderten Depotvariante daher kein Fehler, sondern ein normaler Teil des Konzepts.

Viele sicherheitsorientierte Sparer stehen dem vollständigen Wegfall staatlich verordneter Garantien skeptisch gegenüber. Auf unserem Vorsorgewissen Informationsportal klären wir neutral, transparent und quellenbasiert über diese grundlegende Reform der privaten Altersvorsorge auf. Die historische Kapitalmarkterfahrung zeigt verlässlich, dass breit gestreute Aktienanlagen über lange Anlagehorizonte von mindestens 15 Jahren temporäre Buchverluste fast immer vollständig ausgeglichen haben. Um die eigene Vorsorge klug zu steuern, müssen Sie die Dimensionen von Risiko und Schutz trennen.

RisikoartBedeutung für SieSchutzmechanismus
AnbieterrisikoDas Risiko, dass die Depotbank oder der Broker insolvent geht.Gesetzlicher Schutz als Sondervermögen. Ihre Wertpapiere gehören nicht zur Insolvenzmasse.
MarktrisikoDas Risiko von Wertschwankungen der ETFs an den globalen Finanzmärkten.Keine staatliche Garantie. Der Schutz erfolgt über Diversifikation und lange Laufzeiten.
Verlustrisiko der FörderungDas Risiko, dass staatliche Zulagen durch formale Fehler verloren gehen.Nutzung zertifizierter Verträge und Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen.

Grundsätzlich gilt: Ihr Kapital ist vor einer Insolvenz des Depotanbieters rechtlich absolut geschützt, während Sie das unvermeidbare Kursschwankungsrisiko der Aktienmärkte durch eine breite Streuung und Ausdauer eigenverantwortlich beherrschen.

Da es im neuen System keine pauschale Beitragsgarantie mehr gibt, hängt das persönliche Risikoempfinden stark von Ihrer individuellen Lebenssituation ab. Mit unserem Förderrechner Altersvorsorgedepot können Sie die langfristige Kostenwirkung und das projizierte Renditepotenzial einfach und transparent simulieren. Für Sparer, die eine detaillierte, persönliche Begleitung wünschen, steht zudem unsere Unabhängige Beratungsvermittlung zur Verfügung, um den Übergang vom alten Riester-Vertrag in ein renditestärkeres Depot fachkundig und risikobewusst abzusichern.

Schutz bei Broker-Pleite: Warum Ihr Depot als Sondervermögen sicher ist

Wenn Sie sich fragen, ob Ihr Kapital beim neuen Altersvorsorgedepot vor einer Insolvenz des Anbieters geschützt ist, lautet die klare Antwort: Ja. Bei dieser staatlich geförderten Form der privaten Altersvorsorge steht das angesparte Vermögen unter einem strengen gesetzlichen Schutzmantel. Alle investierten Fonds und ETFs sind rechtlich als Sondervermögen eingestuft[2]. Das bedeutet, dass Ihr Altersvorsorgekapital strikt getrennt vom eigentlichen Vermögen des Brokers oder der verwahrenden Depotbank gehalten werden muss[2]. Selbst im extremen Krisenfall einer Insolvenz fließt Ihr Erspartes niemals in die Insolvenzmasse des Anbieters, sondern bleibt zu jedem Zeitpunkt vollumfänglich Ihr geschütztes Eigentum[2]. Unser Vorsorgewissen Informationsportal bietet Ihnen hierzu eine neutrale Orientierung auf Basis der aktuellen regulatorischen Vorgaben.

RisikoartSchutzmechanismusIhre Sicherheit im Ernstfall
Anbieter-Insolvenz (Broker-Pleite)Sondervermögen nach KAGBUnbegrenzter Schutz. Die Wertpapiere gehören rechtlich Ihnen und können auf ein anderes Depot übertragen werden.
Guthaben auf dem VerrechnungskontoGesetzliche EinlagensicherungGeschützt bis zu 100.000 Euro pro Person und Bank durch das Einlagensicherungsgesetz.
Marktrisiko (Kursschwankungen)Keine BeitragsgarantieKein Schutz vor Kursverlusten. Das Marktrisiko wird durch breite Streuung und lange Anlagezeiträume kompensiert.

Ihr Kapital ist bei einer Broker-Pleite zu einhundert Prozent vor den Gläubigern des Finanzinstituts geschützt. Sollte ein Anbieter des Altersvorsorgedepots tatsächlich Insolvenz anmelden müssen, geht das gesetzliche Verfügungsrecht unmittelbar auf die Depotbank über[2]. Als Anleger können Sie in einer solchen Krisensituation die unkomplizierte Übertragung Ihrer ETF-Anteile auf ein neues Depot bei einem anderen Institut verlangen. Für diesen Depotübertrag wird kein langwieriges Insolvenzverfahren abgewartet, da Ihre Wertpapierbestände physisch vorhanden und rechtlich geschützt sind. Wenn Sie die genaue Förderwirkung berechnen und vergleichen möchten, nutzen Sie gern unseren Förderrechner Altersvorsorgedepot für eine transparente Gegenüberstellung.

Für sicherheitsorientierte Sparer ist diese strikte Trennung von Anlage- und Anbieterrisiko die wichtigste Säule der Altersvorsorge. Während Sie das unvermeidbare Kursschwankungsrisiko an den Märkten durch eine breite Streuung der ETFs und einen langen Anlagehorizont steuern, ist das Risiko eines Totalverlusts durch die Pleite des Brokers gesetzlich ausgeschlossen.

Die Rolle der Einlagensicherung: Was passiert mit Ihrem Bargeld?

Während Ihre Wertpapiere im neuen Altersvorsorgedepot, das im Jahr 2027 an den Start geht, als Sondervermögen geschützt sind, gelten für nicht investiertes Bargeld auf dem dazugehörigen Verrechnungskonto andere gesetzliche Regelungen. Dieses Guthaben fällt nicht unter den klassischen Depotschutz, sondern unter die gesetzliche Einlagensicherung. Falls Ihr Anbieter oder die depotführende Bank Insolvenz anmelden muss, ist Ihr Barguthaben über dieses System zuverlässig abgesichert.

Unterschied zwischen Depotschutz und Kontoschutz

Es ist wichtig, zwischen dem Depot- und dem Kontoschutz sauber zu unterscheiden. Ihre Wertpapiere im Depot verbleiben stets in Ihrem Eigentum, die depotführende Stelle verwahrt diese lediglich treuhänderisch für Sie. Bei einer Insolvenz des Anbieters können Sie das Wertpapierdepot einfach auf ein anderes Finanzinstitut übertragen, da die Wertpapiere nicht in die Insolvenzmasse einfließen. Das Bargeld auf dem Verrechnungskonto hingegen wird als Einlage auf den Büchern der Partnerbank geführt. Hier greift im Ernstfall die gesetzliche Einlagensicherung, um Ihr Guthaben direkt auszuzahlen.

Diese gesetzliche Einlagensicherung garantiert in Deutschland und der gesamten Europäischen Union einen Schutz von bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Kreditinstitut. Dieser Schutz greift im Entschädigungsfall automatisch und bedarf keinerlei zusätzlicher Absicherung durch Sie. Für sicherheitsorientierte Sparer bedeutet dies, dass temporäre Barbestände, beispielsweise aus Dividendenausschüttungen oder vor einer geplanten Reinvestition, innerhalb dieser Grenze vollständig geschützt sind. Dennoch sollten Sie darauf achten, größere Barbestände nicht langfristig unverzinst auf dem Verrechnungskonto liegenzulassen, da dort die Inflation die reale Kaufkraft Ihres Kapitals mindert.

VermögensartSicherungsmechanismusGesetzliche Schutzgrenze
Wertpapiere (ETFs/Fonds)Sondervermögen (Eigentum des Sparers)Unbegrenzt geschützt (keine Insolvenzmasse)
Barguthaben (Verrechnungskonto)Gesetzliche EinlagensicherungBis zu 100.000 Euro je Sparer und Bank

Für Sparer, die eine persönliche Begleitung bei der Strukturierung bevorzugen, bietet die Unabhängige Beratungsvermittlung einen einfachen Weg, um mit lizenzierten und unabhängigen Finanzberatern in Kontakt zu treten und individuelle Fragen zur Aufteilung von Geldwerten und Sachwerten zu klären.

Der Wegfall der Beitragsgarantie: Chancen und Risiken im Vergleich zu Riester

Die Sicherheit des Altersvorsorgedepots hat zwei Seiten. Während das Anbieterrisiko bei einer Insolvenz verschwindend gering ist, gibt es im Vergleich zur klassischen Riester-Rente standardmäßig keine gesetzliche Beitragsgarantie mehr[1]. Dieser bewusste Verzicht ist jedoch der entscheidende Hebel, um über lange Anlagezeiträume reale Renditen oberhalb der Inflationsrate zu erzielen und den schleichenden Kaufkraftverlust zu stoppen.

Bei der alten Riester-Rente waren Anbieter gesetzlich verpflichtet, zum Beginn der Auszahlungsphase 100 Prozent der eingezahlten Beiträge und staatlichen Zulagen zu garantieren[3]. Um dieses Versprechen zu halten, mussten die Anbieter den Großteil Ihres Kapitals in extrem schwankungsarme, aber renditeschwache Staatsanleihen investieren. Das neue Altersvorsorge-Reformgesetz bricht mit diesem Zwang und lässt beim Altersvorsorgedepot eine freie Kapitalanlage ohne starre Garantien zu, damit Ihre Sparraten vollständig in breit gestreute ETFs fließen können.

RisikoartAltersvorsorgedepot (AVD)Klassisches Riester-Produkt
Anbieterrisiko (Insolvenz)Gering: Ihre ETFs sind gesetzlich geschütztes Sondervermögen.Gering: Abgesichert über Sicherungseinrichtungen.
Marktrisiko (Kursschwankung)Vorhanden: Keine Garantie, dafür ungedeckelte Renditechancen.Ausgeschlossen: 100 Prozent nominale Beitragsgarantie.
Inflationsrisiko (Kaufkraft)Gering: Der hohe Sachwertanteil gleicht die Teuerung langfristig aus.Hoch: Starre Zinsanlagen führen oft zu realem Wertverlust.

Sicherheitsorientierte Sparer müssen dennoch nicht auf einen Schutz verzichten. Die Reform sieht neben dem reinen Depot auch modernisierte Garantieprodukte vor, bei denen Sie flexibel zwischen einem Garantieniveau von 80 Prozent oder weiterhin 100 Prozent wählen können[1]. Über unser Vorsorgewissen Informationsportal können Sie sich detailliert informieren. Zudem hilft Ihnen der Förderrechner Altersvorsorgedepot dabei, die langfristigen Auswirkungen verschiedener Garantiestufen auf Ihre spätere Rente mathematisch nachzuvollziehen. Für eine maßgeschneiderte Planung steht Ihnen zudem unsere Unabhängige Beratungsvermittlung offen. Bitte beachten Sie, dass Vergleiche nur der Illustration dienen und keine Beratung darstellen (Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG).

Das Marktrisiko im Griff: Wie Schwankungen bei ETFs langfristig wirken

Bei der Frage nach der Sicherheit müssen Sie grundsätzlich zwischen zwei verschiedenen Risiken unterscheiden: dem Anbieterrisiko und dem Marktrisiko. Während die herkömmliche Riester-Rente auf starre Beitragsgarantien setzte und dadurch erhebliche Renditechancen einbüßte, geht das neue Altersvorsorgedepot ab 2027 einen moderneren Weg. Ihr Kapital wird in ETFs oder Investmentfonds investiert, wodurch Sie direkt von der Entwicklung der Weltwirtschaft profitieren. Ihr Anbieterrisiko ist dabei gesetzlich minimiert: Da Ihre Fondsanteile als Sondervermögen im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuchs gelten, bleibt Ihr Geld im Falle einer Insolvenz des Depotanbieters oder der Fondsgesellschaft vollständig geschützt[4]. Es gehört nicht zur Insolvenzmasse und kann jederzeit auf ein anderes Depot übertragen werden. Das eigentliche Thema für sicherheitsorientierte Sparer ist daher das reine Marktrisiko.

RisikoartBedeutung für SieGesetzlicher Schutz
AnbieterrisikoInsolvenz von Bank oder FondsgesellschaftVollständig geschützt: Ihr Kapital ist geschütztes Sondervermögen
MarktrisikoKursschwankungen an den AktienmärktenKeine Beitragsgarantie: Ausgleich erfolgt durch breite Diversifikation

Die historische Kraft der Diversifikation und langen Anlagehorizonte

Das verbleibende Marktrisiko, also kurzfristige Kursverluste, ist bei einer langfristig ausgerichteten Altersvorsorge historisch nachweisbar beherrschbar. Wenn Sie breit gestreut in weltweite Aktienmärkte investieren, reduzieren Sie das Risiko von Verlusten einzelner Unternehmen gegen null. Die historische Entwicklung globaler Aktienindizes zeigt: Wer über einen Zeitraum von 15 Jahren oder länger investiert blieb, hat in der Vergangenheit selbst nach schweren Krisen noch nie Verluste erlitten[2]. Für sicherheitsorientierte Anleger bedeutet das: Zeit schlägt Timing. Um die langfristigen Effekte für Ihre eigene finanzielle Zukunft greifbar zu machen, bietet unser Vorsorgewissen Informationsportal neutrale Analysen. Zudem können Sie mit dem Förderrechner Altersvorsorgedepot die voraussichtliche Entwicklung Ihres Kapitals inklusive staatlicher Zulagen ganz einfach berechnen.

Staatliche Leitplanken: Die regulierte Produktauswahl im AVD

Das Bundesministerium der Finanzen hat für das neue Altersvorsorgedepot (AVD) ab 2027 einen klaren gesetzlichen Rahmen gesteckt, um private Kleinanleger vor unkalkulierbaren Risiken zu schützen[5]. Im Gegensatz zum unregulierten Wertpapiersparen dürfen im AVD nur Finanzprodukte gehalten werden, die eine strenge staatliche Zertifizierung durchlaufen haben. Der Gesetzgeber definiert hierfür eine verbindliche Positivliste zulässiger Anlageklassen. Hochspekulative Instrumente wie Hebelprodukte, Krypto-Anlagen oder unregulierte Derivate sind konsequent ausgeschlossen. Erlaubt sind vor allem breit diversifizierte Investmentfonds und börsengehandelte Indexfonds (ETFs), die den gängigen Risikoklassen entsprechen. Dadurch wird sichergestellt, dass Ihre geförderte Altersvorsorge auf einem soliden, transparenten Fundament ruht, ohne dass Sie auf marktübliche Renditechancen verzichten müssen.

RisikoartSchutzmechanismus im AVD
Anbieter-InsolvenzIhr Kapital ist als rechtlich geschütztes Sondervermögen vor dem Zugriff von Gläubigern geschützt.
Unregulierte SpekulationAusschluss von Hebelzertifikaten und Krypto-Werten durch die gesetzliche Positivliste des BMF.
Extreme KursschwankungenFokus auf regulierte Fonds und ETFs, die eine breite Risikostreuung über weltweite Märkte vorschreiben.

Mit diesen gesetzlichen Schutzmaßnahmen beweist der Staat, dass Renditeorientierung und Anlegerschutz im Altersvorsorgedepot Hand in Hand gehen können. Ein starkes Fundament für Ihre finanzielle Planung bietet Ihnen das staatlich geprüfte Produkt-Zertifikat, das ausschließlich an transparente Anbieter vergeben wird. Um detaillierte Informationen über die Funktionsweise und die rechtlichen Grundlagen des neuen Depots zu erhalten, steht Ihnen unser Ratgeber zum Altersvorsorgedepot jederzeit zur Verfügung. So können Sie beruhigt und gut informiert entscheiden, ob dieser geförderte Weg für Ihre persönliche Vorsorge die richtige Wahl ist.

Wechsel vom Riester-Vertrag: Sicherheitsaspekte beim Guthabenübertrag

Für Inhaber eines bestehenden Riester-Vertrags stellt sich ab dem Jahr 2027 eine zentrale Frage: Lohnt sich der Wechsel in das neue Altersvorsorgedepot? Gesetzlich ist geregelt, dass Sie Ihr angespartes Riester-Guthaben direkt in das neue Depot übertragen können, wobei ab diesem Zeitpunkt die neuen steuerlichen Spielregeln und Produktkonditionen gelten[1]. Aus Sicht der Sicherheit bedeutet dieser Schritt jedoch einen bewussten Systemwechsel. Während klassische Riester-Tarife eine gesetzliche Garantie für die eingezahlten Beiträge vorschreiben, entfällt diese strenge Beitragsgarantie beim Altersvorsorgedepot. Sicherheitsorientierte Sparer müssen daher das bisherige Sicherheitsnetz gegen die langfristig deutlich höheren Renditechancen von ETF-Anlagestrategien abwägen. Ein Übertrag ist somit kein reiner Verwaltungsakt, sondern eine grundlegende Neuausrichtung Ihres Risikoprofils in der privaten Altersvorsorge.

SicherheitsmerkmalKlassischer Riester-VertragNeues Altersvorsorgedepot
Gesetzliche Beitragsgarantie100 Prozent nominaler Kapitalerhalt garantiertKeine gesetzliche Garantie des Beitrags vorgeschrieben
Schutz vor AnbieterinsolvenzSicherungseinrichtung der jeweiligen SparteEchtes Sondervermögen bleibt bei Insolvenz unberührt
Umgang mit MarktschwankungenSehr geringes Risiko durch konservative AnlageKursschwankungen werden über lange Laufzeit ausgeglichen

Der Verzicht auf die Beitragsgarantie mag für sicherheitsbewusste Anleger zunächst verunsichernd wirken, doch historisch betrachtet relativiert sich dieses Marktrisiko bei langen Anlagehorizonten deutlich. Breite globale Aktienindizes haben historische Wertverluste über Zeiträume von fünfzehn bis zwanzig Jahren stets zuverlässig ausgeglichen und eine positive Rendite erzielt. Zudem bietet das Altersvorsorgedepot einen hervorragenden, gesetzlich verankerten Schutz vor dem Anbieterrisiko: Die investierten ETF-Anteile gelten rechtlich als Sondervermögen und sind im Falle einer Insolvenz des Depotanbieters oder der Depotbank vollkommen geschützt und fließen nicht in die Insolvenzmasse ein. Eventuelle Übertragungsgebühren des alten Anbieters sollten Sie im Vorfeld genau prüfen, um den Wechsel ökonomisch sinnvoll zu gestalten. Um eine fundierte Entscheidung zwischen dem Erhalt Ihrer alten Riester-Garantien und dem Einstieg in ein renditestarkes Depot zu treffen, können Sie unseren Förderrechner Altersvorsorgedepot nutzen oder sich in unserem Vorsorgewissen Informationsportal detailliert informieren. Bitte beachten Sie hierbei: Die dargestellten Berechnungen und Szenarien sind rein illustrativ und stellen keine Anlageberatung dar. Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.

Selbst entscheiden oder beraten lassen: Der Weg zu Ihrer optimalen Vorsorge

Die Frage nach der Sicherheit des neuen Altersvorsorgedepots lässt sich am besten beantworten, wenn Sie das Marktrisiko konsequent vom Anbieterrisiko trennen. Während Wertpapierschwankungen am Kapitalmarkt ein unvermeidbarer Teil der Renditeentwicklung sind, ist Ihr Vermögen gegen eine Insolvenz der Bank oder der Fondsgesellschaft vollkommen abgesichert. Als gesetzlich definiertes Sondervermögen bleibt Ihr angespartes Kapital bei einer Pleite des Depotanbieters unberührt und fließt nicht in die Insolvenzmasse ein. Das eigentliche Risiko liegt im Kursrisiko des Marktes, da das Altersvorsorgedepot im Gegensatz zur klassischen Riester-Rente auf starre Beitragsgarantien verzichtet, um langfristig erheblich bessere Renditechancen zu ermöglichen[6].

Für den Weg zu Ihrer optimalen Vorsorge stehen Ihnen auf unserem Portal zwei gleichwertige Pfade offen. In unserem Vorsorgewissen Informationsportal finden Sie alle gesetzlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen verständlich aufbereitet, um sich umfassend zu informieren. Für die präzise Kalkulation Ihrer persönlichen Zulagen sowie des voraussichtlichen Endkapitals steht Ihnen zudem unser Förderrechner Altersvorsorgedepot kostenfrei zur Verfügung. Mit diesem digitalen Tool können Sie unkompliziert verschiedene Szenarien vergleichen, um herauszufinden, ob ein Wechsel von einer bestehenden Riester-Vorsorge für Ihre individuelle Situation finanziell vorteilhaft ist.

SicherheitsbereichZugehörige RisikoartWie Ihr Kapital geschützt ist
Anbieter-InsolvenzAnbieterrisikoDas Depotvermögen gilt als gesetzlich geschütztes Sondervermögen und bleibt bei einer Insolvenz unberührt.
MarktschwankungenKapitalmarktrisikoBreite Aktien-ETFs gleichen kurzfristige Verluste über lange Anlagezeiträume historisch zuverlässig aus.

Die Wahl der passenden Strategie hängt letztlich von Ihrem persönlichen Sicherheitsbedürfnis ab. Ob Sie für den selbstbestimmten Depotaufbau am Kapitalmarkt unseren Kriteriengestützter Anbietervergleich nutzen oder über unsere Unabhängige Beratungsvermittlung ein persönliches Orientierungsgespräch mit einem lizenzierten Experten vereinbaren, Sie treffen stets eine informierte Entscheidung auf Basis neutraler und verlässlicher Fakten. Der zweischneidige Weg unseres Portals bietet für jedes Bedürfnis die passende Lösung. Bitte beachten Sie: Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.

Häufig gestellte Fragen

Was passiert mit meinem Altersvorsorgedepot, wenn mein Broker pleitegeht?
Ihr angelegtes Kapital ist im Insolvenzfall des Anbieters vollkommen sicher. ETFs und Fonds im Depot gelten rechtlich als Sondervermögen und gehören zu 100 Prozent Ihnen als Anleger. Sie fallen nicht in die Insolvenzmasse des Finanzinstituts und können problemlos auf ein anderes Depot übertragen werden.
Sind Geldguthaben auf dem Verrechnungskonto des Depots geschützt?
Ja, Bareinlagen auf dem zugehörigen Verrechnungskonto sind über die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Dieser Schutz greift bis zu einem Betrag von 100.000 Euro pro Sparer und Bank, falls das kontoführende Kreditinstitut zahlungsunfähig werden sollte.
Gibt es beim neuen Altersvorsorgedepot eine Beitragsgarantie wie bei Riester?
Nein, das Altersvorsorgedepot verzichtet bewusst auf eine staatlich vorgeschriebene Beitragsgarantie. Dadurch können Anbieter die Beiträge vollständig in renditestarke Aktien-ETFs investieren. Für sicherheitsorientierte Sparer soll es parallel weiterhin alternative Produkte mit einer Teilgarantie geben.
Welche Risikoklassen sind für das Altersvorsorgedepot zugelassen?
Um das Verlustrisiko für Kleinanleger einzugrenzen, beschränkt der Gesetzgeber die zulässigen Finanzprodukte. Im Altersvorsorgedepot dürfen voraussichtlich nur breit gestreute Investmentfonds und ETFs der Risikoklassen 1 bis 5 von insgesamt 7 Kategorien erworben werden.
Wie kann ich das Kursrisiko bei Aktien-ETFs im Depot verringern?
Das Anlagerisiko lässt sich vor allem durch einen langen Anlagehorizont von idealerweise mindestens 15 Jahren und eine breite Risikostreuung senken. Historisch gesehen haben breit gestreute Welt-Indizes wie der MSCI World Schwankungen über längere Zeiträume stets ausgeglichen und eine solide Rendite erzielt.
Kann ich mein bestehendes Riester-Guthaben sicher in das neue Depot übertragen?
Ja, das pAV-Reformgesetz sieht vor, dass ein Übertrag von Riester-Guthaben in das neue Altersvorsorgedepot ab 2027 möglich sein soll. Bestandssparer sollten jedoch genau prüfen, ob sie ihre alten Garantien aufgeben möchten oder ob sich ein Wechsel aufgrund der höheren Renditechancen langfristig lohnt.

Quellen

  1. [1]bundesfinanzministerium.de
  2. [2]extraetf.com
  3. [3]tagesschau.de
  4. [4]growney.de
  5. [5]bundesregierung.de
  6. [6]raisin.com
  7. []Vorsorgedepot-Lotse – Altersvorsorgedepot 2027 verstehen, berechnen, entscheiden
  8. []Förderrechner Altersvorsorgedepot
  9. []Ratgeber zum Altersvorsorgedepot

Sicher und rechtlich abgesichert ins AVD

Fragen zu Einlagensicherung, Verbraucherschutz oder rechtlichen Rahmenbedingungen? Wir klären auf.

Kostenlos & unverbindlich. Beratung durch einen Berater aus unserem unabhängigen Netzwerk von 1.000+ geprüften Beratern.