Altersvorsorgedepot im Alter sicherer anlegen (Umschichten)

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Das Sequence-of-Returns-Risiko: Warum das Altersvorsorgedepot kurz vor dem Ruhestand Schutz braucht
Je näher der geplante Ruhestand rückt, desto sensibler reagiert das Altersvorsorgedepot auf Marktschwankungen. Das sogenannte Sequence-of-Returns-Risiko beschreibt die Gefahr, dass ein schwerer Börseneinbruch unmittelbar vor oder zu Beginn der Auszahlungsphase den Depotwert dauerhaft mindert, weil danach für die Erholung der Kurse die Zeit fehlt. Wer in dieser Phase keine gezielte Risikoreduktion vornimmt, riskiert eine empfindlich geringere monatliche Zusatzrente.
In der Ansparphase profitiert das Altersvorsorgedepot über Jahrzehnte vom Zinseszinseffekt. Doch kurz vor dem Renteneintritt hat das Depot meist sein maximales Volumen erreicht. Ein prozentualer Verlust in Höhe von beispielsweise 30 Prozent wiegt bei einem Depotstand von 200.000 Euro mit absolut 60.000 Euro weitaus schwerer als in den Anfangsjahren. Findet der Einbruch kurz vor der Entnahme statt, müssen im Ruhestand mehr Anteile zu niedrigeren Kursen verkauft werden, um den gewünschten Auszahlungsbedarf zu decken[1]. Dies kann die Lebensdauer des verbleibenden Kapitals drastisch verkürzen.
Um diesen Effekt abzufedern, empfiehlt sich eine schrittweise Absenkung des Aktienanteils (ein sogenannter Glidepath). Im neuen Altersvorsorgedepot ab 2027 ist dieses Umschichten von Aktien-ETFs in schwankungsärmere Anlagen wie Geldmarkt- oder Renten-ETFs erfreulicherweise vollkommen steuerfrei möglich, da anfallende Gewinne erst bei der endgültigen Auszahlung versteuert werden. Mit dem Förderrechner Altersvorsorgedepot können Sie zudem die langfristigen Auswirkungen der Besteuerung und Förderung simulieren.
| Jahre vor der Auszahlung | Maximale Aktienquote | Geldmarkt & Anleihen |
|---|---|---|
| 10 Jahre | 80 % | 20 % |
| 5 Jahre | 50 % | 50 % |
| 3 Jahre | 30 % | 70 % |
| 1 Jahr | 15 % | 85 % |
Hinweis: Diese exemplarische Aufteilung dient lediglich der Veranschaulichung der Risikoreduktion und stellt keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG dar.
Das Glidepath-Prinzip: Wie die schrittweise Risikoreduktion im Depot funktioniert
Je näher der Ruhestand rückt, desto wichtiger wird es, das persönliche Altersvorsorgedepot schrittweise sicherer aufzustellen. Durch ein gleitendes Umschichten von breit gestreuten Aktien-ETFs in schwankungsärmere Anlagen wie Anleihen-ETFs oder Geldmarkt-Angebote (einen sogenannten Glidepath oder Gleitpfad) reduzieren Sie das Risiko, kurz vor Rentenbeginn von einem drastischen Markteinbruch getroffen zu werden. Im neuen Altersvorsorgedepot ab 2027 ist dieser Risikoabbau im Gegensatz zum privaten Depot komplett steuerfrei möglich, da anfallende Gewinne erst bei der späteren Auszahlungsphase versteuert werden. Sie sollten diesen Prozess typischerweise etwa fünf bis zehn Jahre vor dem geplanten Renteneintritt starten, um von einer planbaren Portfoliostruktur zu profitieren.
Das Sequence-of-Returns-Risiko im Fokus
Der mathematische Hintergrund für diese Umschichtung ist das sogenannte Sequence-of-Returns-Risiko (SoRR). Dieses Risiko besagt, dass die zeitliche Reihenfolge der Renditen in den ersten Jahren der Auszahlungsphase einen entscheidenden Einfluss auf das langfristige Überleben des Depots hat[2]. Wenn Sie genau zu Beginn Ihres Ruhestands eine schwere Börsenkrise erleben und gleichzeitig Anteile verkaufen müssen, schrumpft Ihr Kapital überproportional schnell. Ein vordefinierter Gleitpfad schützt Sie vor solchen emotionalen Fehlentscheidungen und Panikverkäufen. Für eine tiefergehende strategische Ausrichtung bietet unser Ratgeber zum Altersvorsorgedepot detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitungen.
| Jahre bis zum Ruhestand | Empfohlene Aktienquote (ETFs) | Anleihen / Geldmarkt |
|---|---|---|
| Mehr als 15 Jahre | 100 % | 0 % |
| 10 Jahre | 80 % | 20 % |
| 5 Jahre | 60 % | 40 % |
| 1 Jahr | 40 % | 60 % |
| Rentenbeginn | 30 % | 70 % |
Diese beispielhafte Aufteilung verdeutlicht, wie das Risiko kontinuierlich minimiert wird. Viele moderne Anbieter im Altersvorsorgedepot ermöglichen es Ihnen, diese Anpassung über automatische Target Date Funds (Lebenszyklus-Fonds) abzuwickeln, bei denen das Fondsmanagement den Gleitpfad eigenständig steuert. Alternativ können Sie das Umschichten im Rahmen Ihrer Anlagestrategie manuell und kostenoptimiert durchführen. Hinweis: Die Werte dienen lediglich zur Veranschaulichung. Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.
Der Steuerjoker im Altersvorsorgedepot: Umschichten ohne schmerzhafte Abzüge
Wenn Sie sich dem Ruhestand nähern, wird die Absicherung Ihres aufgebauten Kapitals zu einer der wichtigsten Aufgaben. Mit dem neuen Altersvorsorgedepot können Sie ab 2027 Ihr Vermögen schrittweise und vor allem vollständig steuerfrei umschichten (Glidepath-Prinzip), um das Risiko von kurzfristigen Kursverlusten vor dem Rentenbeginn zu minimieren. Anders als im herkömmlichen Depot fallen beim Verkauf von Aktien-ETFs und dem anschließenden Kauf schwankungsarmer Anlagen wie Geldmarkt-ETFs im Altersvorsorgedepot keine Abgeltungsteuer und keine Steuern auf die Vorabpauschale an[3].
Dieser Steueraufschub maximiert den Zinseszinseffekt in der kritischen Phase kurz vor dem Ruhestand erheblich. Da Gewinne erst bei der späteren Auszahlung versteuert werden, bleibt das gesamte Kapital während der Umschichtungsphase investiert und kann weiter für Sie arbeiten[4]. Wenn Sie wissen möchten, wie sich die staatliche Förderung und die steuerfreien Erträge auf Ihre persönliche Rente auswirken, hilft Ihnen unser neutraler Förderrechner Altersvorsorgedepot bei einer detaillierten Berechnung. Für vertiefende Details zu den gesetzlichen Rahmenbedingungen lohnt sich zudem ein Blick auf das Vorsorgewissen Informationsportal.
| Jahre bis zum Renteneintritt | Aktienquote | Sicherungsquote (Geldmarkt/Anleihen) |
|---|---|---|
| 10 Jahre | 80 % | 20 % |
| 5 Jahre | 50 % | 50 % |
| 2 Jahre | 30 % | 70 % |
| Bei Rentenbeginn | 10 % bis 20 % | 80 % bis 90 % |
Diese schrittweise Reduzierung schützt Sie vor dem sogenannten Sequence-of-Returns-Risiko - dem Risiko, dass ein Marktcrash unmittelbar vor Ihrem Rentenbeginn Ihre Ersparnisse dezimiert. Bitte beachten Sie: Die oben stehende Tabelle dient lediglich als veranschaulichendes Modell zur Orientierung und stellt keine individuelle Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG dar.
Die optimale Aktienquote nach Alter: Eine Orientierung für die Übergangsphase
Je näher der Eintritt in den Ruhestand rückt, desto wichtiger wird es für Anleger, ihr eigenes Altersvorsorgedepot schrittweise sicherer aufzustellen, um das sogenannte Sequence-of-Returns-Risiko abzufedern. Dieses Risiko beschreibt die Gefahr, dass ein schwerer Markteinbruch direkt vor oder zu Beginn der Auszahlungsphase die langfristige Rentenhöhe massiv beeinträchtigt. Durch eine sukzessive, planmäßige Umschichtung von volatileren Aktien-ETFs in schwankungsärmere Anlageformen wie Renten-ETFs, Anleihen oder sichere Geldmarktprodukte schützen Sie Ihr über Jahrzehnte angespartes Vermögen rechtzeitig vor solchen Verlusten. Im neuen Altersvorsorgedepot (AVD) gelingt dieser risikomindernde Übergang ab 2027 vollständig steuerfrei, da Gewinne erst bei der endgültigen Auszahlung im Alter versteuert werden[5].
Der geplante Übergang: Schrittweise Absenkung des Risikos
Eine bewährte Methode für Rentennahe ist das sogenannte Glidepath-Prinzip (Lebenszyklus-Strategie). Statt das gesamte Depot zum Renteneintritt abrupt zu liquidieren und dabei Gefahr zu laufen, einen ungünstigen Marktzeitpunkt zu erwischen, senken Sie das Risiko in den letzten zehn Jahren vor der geplanten Auszahlung schrittweise. Dies verhindert, dass ein plötzlicher Börsencrash kurz vor dem Ruhestand den Wert des mühsam aufgebauten Kapitals drastisch reduziert. Während ein reguläres Depot bei jedem Umschichtungsschritt durch die Abgeltungsteuer belastet wird, bleibt dieser Prozess innerhalb des staatlich geförderten Altersvorsorgedepots steuerneutral. Die folgende Tabelle bietet Ihnen eine praktische Orientierung für diesen gleitenden Übergang.
| Jahre bis zur Auszahlung | Aktienquote (Richtwert) | Anteil risikoarmer Anlagen |
|---|---|---|
| 10 Jahre oder mehr | 80 % bis 100 % | 0 % bis 20 % |
| 7 Jahre | 70 % | 30 % |
| 5 Jahre | 50 % | 50 % |
| 3 Jahre | 30 % | 70 % |
| Bei Renteneintritt | 20 % bis 30 % | 70 % bis 80 % |
Hinweis: Diese Aufteilung dient der reinen Orientierung und stellt keine Anlageberatung dar (Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.). Eine zu schnelle Reduzierung der Aktienquote kann die langfristige Renditechance schmälern, während ein zu spätes Handeln das Verlustrisiko erhöht. Ausführliche Analysen und quellenbasierte Ratgeber zu diesem Thema finden Sie in unserem Vorsorgewissen Informationsportal. Um die langfristigen Auswirkungen unterschiedlicher Anlageklassen, Gebühren und staatlicher Zulagen individuell für Ihre Situation zu berechnen, steht Ihnen der neutrale Förderrechner Altersvorsorgedepot zur Verfügung.
Geeignete defensive Anlageklassen für den risikoarmen Depot-Teil
Für das schrittweise Umschichten (Glidepath) in den Jahren vor dem Ruhestand stehen Ihnen im Altersvorsorgedepot verschiedene defensive Anlageklassen zur Verfügung. Das vorrangige Ziel dieser Umschichtung ist es, das angesammelte Kapital vor plötzlichen Markteinbrüchen am Aktienmarkt zu schützen, ohne die Liquidität einzubüßen. Da dieser Prozess im neuen Altersvorsorgedepot ab 2027 vollständig steuerfrei stattfindet, können Sie Gewinne aus Aktien-ETFs ohne steuerliche Abzüge in risikoärmere Werte übertragen. Als besonders geeignet für diesen Sicherheitsbaustein gelten kurzlaufende Euro-Staatsanleihen, Geldmarkt-ETFs sowie schwankungsarme Rentenfonds.
Geldmarkt-ETFs, die beispielsweise die kurzfristige europäische Einlagenrate (ESTR) abbilden, bieten eine hohe Stabilität bei extrem geringer Volatilität. Sie dienen als moderne Alternative zum klassischen Tagesgeld und eignen sich hervorragend, um Guthaben vor der Auszahlungsphase flexibel zwischenzuparken[6]. Kurzlaufende Staatsanleihen-ETFs wiederum investieren in Schuldverschreibungen von Staaten mit höchster Bonität (wie beispielsweise der Bundesrepublik Deutschland). Als dritte Option bieten sich schwankungsarme Rentenfonds beziehungsweise Anleihen-ETFs an, die breiter gestreut in Unternehmens- und Staatsanleihen mit mittleren Laufzeiten investieren. Diese weisen im Vergleich zum Geldmarkt ein etwas höheres Schwankungsrisiko auf, können dafür aber in Phasen fallender Zinsen zusätzliche Kursgewinne erzielen.
| Anlageform | Volatilität | Liquidität | Eignung zur Absicherung |
|---|---|---|---|
| Geldmarkt-ETFs | Sehr gering | Sehr hoch (täglich) | Hervorragend als stabilisierender Baustein |
| Kurzlaufende Staatsanleihen | Gering | Sehr hoch (täglich) | Sehr gut durch hohe staatliche Bonität |
| Schwankungsarme Rentenfonds | Moderat bis gering | Sehr hoch (täglich) | Gut für die mittelfristige Absicherung |
Die Auswahl des passenden Verhältnisses zwischen Aktien und defensiven Werten hängt von Ihrer persönlichen Risikobereitschaft und dem verbleibenden Anlagehorizont ab. Um verschiedene Szenarien für Ihren individuellen Sparweg durchzurechnen, können Sie den Förderrechner Altersvorsorgedepot nutzen. Wenn Sie eine detaillierte, auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Strategie bevorzugen, hilft Ihnen unsere Unabhängige Beratungsvermittlung, den Kontakt zu einem kompetenten Partner für eine persönliche Beratung herzustellen. Weitere fachliche Details zu Anleihen-ETFs und Portfoliostrukturen halten wir in unserem Vorsorgewissen Informationsportal für Sie bereit. (Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.)
Schritt-für-Schritt-Anleitung: So setzen Sie den Glidepath im Depot selbst um
Wer die Altersvorsorge in die eigene Hand nimmt, kann die schrittweise Risikoreduktion vor dem Ruhestand selbstbestimmt steuern. Im Gegensatz zum herkömmlichen Depot ist dieser Umschichtungsprozess beim Altersvorsorgedepot in der gesamten Ansparphase steuerfrei, da keine Abgeltungssteuer auf realisierte Gewinne anfällt[3]. Dies ermöglicht es Ihnen, Anteile von Aktien-ETFs steuerneutral zu verkaufen und in schwankungsarme Zinsprodukte oder Anleihen-ETFs umzuschichten. Auf unserem Vorsorgewissen Informationsportal zeigen wir, wie diese Steuerfreiheit Ihre Rendite langfristig schützt. Ohne den Steuerabzug bleibt mehr Kapital investiert, was den Zinseszinseffekt bis zum Rentenbeginn erheblich verstärkt.
Die drei Phasen der manuellen Umschichtung
- Zeithorizont festlegen: Bestimmen Sie präzise Ihren geplanten Rentenbeginn. Beginnen Sie typischerweise etwa zehn Jahre vor der Auszahlung mit der schrittweisen Reduzierung der Aktienquote, um das Sequence-of-Returns-Risiko zu entschärfen.
- Umschichtungsbeträge berechnen: Berechnen Sie das umzuschichtende Kapital jährlich neu. Ein systematischer Entnahme- und Umschichtungsplan schützt Sie vor Marktvolatilität und emotionalen Fehlentscheidungen in Schwächephasen an der Börse.
- Günstig ausführen: Führen Sie die Umschichtungen über kostengünstige Anbieter aus. Vergleichen Sie Neobroker über den Kriteriengestützter Anbietervergleich, um Transaktionskosten und Depotgebühren dauerhaft niedrig zu halten.
| Jahre bis zum Ruhestand | Aktienquote (ETFs) | Sicherer Anteil (Zinsanlagen) |
|---|---|---|
| Mehr als 10 Jahre | 100 Prozent | 0 Prozent |
| 10 Jahre | 90 Prozent | 10 Prozent |
| 5 Jahre | 50 Prozent | 50 Prozent |
| Bei Renteneintritt | 30 Prozent | 70 Prozent |
Bitte beachten Sie bei Ihren mathematischen Berechnungen: Diese beispielhaften Quoten dienen lediglich der Veranschaulichung und hängen von Ihrer persönlichen Risikobereitschaft ab. Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG. Für eine detaillierte und individuelle Simulation können Sie den Förderrechner Altersvorsorgedepot auf unserer Seite nutzen, um Ihre persönliche staatliche Förderung, das voraussichtliche Endkapital und die Kostenwirkung eines Wechsels transparent zu berechnen.
Auszahlungsoptionen vorbereiten: Die Weichenstellung für die Entnahmephase
Wie Sie Ihr Altersvorsorgedepot in den Jahren vor dem Ruhestand umschichten, hängt entscheidend von Ihrer geplanten Auszahlungsstrategie ab. Wer sich für einen flexiblen, ratenweisen Entnahmeplan entscheidet, kann eine höhere Aktienquote über einen längeren Zeitraum halten. Da das Kapital in diesem Szenario nur schrittweise über Jahrzehnte hinweg entnommen wird, kann ein verbleibender Depotteil weiterhin an den Aktienmärkten investiert bleiben und von langfristigen Renditen profitieren. Planen Sie hingegen eine vollständige Einmalauszahlung oder die Verrentung über eine klassische Leibrente direkt zu Rentenbeginn, benötigen Sie zu diesem konkreten Stichtag maximale Kapitalsicherheit. In diesem Fall muss die Aktienquote im Rahmen des Glidepaths wesentlich früher und konsequenter reduziert werden. Ein unvorhergesehener Markteinbruch kurz vor dem Renteneintritt könnte andernfalls das angesparte Vermögen empfindlich schmälern, da Ihnen die Zeit fehlt, eine Marktphase des Abschwungs auszusitzen.
| Jahre vor dem Ruhestand | Aktienquote bei Entnahmeplan | Aktienquote bei Einmalauszahlung oder Leibrente |
|---|---|---|
| 10 bis 15 Jahre | 70% bis 80% | 60% bis 70% |
| 5 bis 9 Jahre | 50% bis 60% | 30% bis 40% |
| 0 bis 4 Jahre | 30% bis 40% | 0% bis 10% |
Das im Rahmen der privaten Altersvorsorgereform eingeführte Altersvorsorgedepot bietet für diesen Prozess des Risikomanagements einen entscheidenden steuerlichen Vorteil. Während beim herkömmlichen, ungeförderten Wertpapierdepot jeder Verkauf von ETF-Anteilen sofort die Abgeltungsteuer auslöst und somit das reinvestierbare Kapital mindert, bleibt das Umschichten innerhalb des staatlich geförderten Altersvorsorgedepots vollständig steuerfrei[7]. Die Gewinne verbleiben im Depot und können ohne steuerliche Reibungsverluste in schwankungsarme Anlageklassen wie Anleihen-ETFs oder Geldmarktfonds übertragen werden. Erst bei der späteren Auszahlung in der Entnahmephase greift die nachgelagerte Besteuerung mit Ihrem individuellen Steuersatz. Dieses Privileg macht die Umsetzung einer gleitenden Risikoreduktion unkompliziert und hochgradig effizient. Für die detaillierte Planung und den Vergleich verschiedener Optionen bietet unser Vorsorgewissen Informationsportal fundierte, quellenbasierte Leitfäden. (Keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG.)
Wann sich eine Unabhängige Beratungsvermittlung beim Umschichten bezahlt macht
Je näher der Eintritt in den Ruhestand rückt, desto sensibler reagiert das angesparte Altersvorsorgedepot auf kurzfristige Kursstürze. Dieses sogenannte Sequence-of-Returns-Risiko (das Risiko einer ungünstigen Renditereihenfolge direkt zu Beginn der Entnahmephase) kann das verbleibende Kapital für die Rentenzeit empfindlich schmälern[1]. Zwar ermöglicht das neue Altersvorsorgedepot ab 2027 ein vollständig steuerfreies Umschichten zwischen risikoreichen Aktien-ETFs und schwankungsärmeren Anlageklassen, doch die genaue mathematische Kalibrierung eines solchen Glidepaths ist anspruchsvoll. Für viele angehende Ruheständler macht sich hier eine Unabhängige Beratungsvermittlung bezahlt, um den Übergang abzusichern.
| Kriterium | Selbstständige Umsetzung | Unabhängige Beratung |
|---|---|---|
| Glidepath-Planung | Manuelle Festlegung der jährlichen Umschichtungsquoten | Finanzmathematisch hergeleiteter Stufenplan |
| Steuerliche Feinheiten | Eigenständiges Beachten der Auszahlungsregeln | Individuelle Abstimmung auf die persönliche Steuerlast |
| Entnahme-Sicherheit | Erhöhtes Risiko durch unpassendes Timing beim Verkauf | Optimierung zur Minderung des Sequence-of-Returns-Risikos |
Ein lizenzierter Experte betrachtet nicht das Altersvorsorgedepot isoliert, sondern bindet es in Ihre gesamte finanzielle Lebenssituation ein. Dabei wird analysiert, wie sich gesetzliche Rentenansprüche, betriebliche Vorsorge und private Verträge optimal ergänzen. Durch diese ganzheitliche, finanzmathematische Beratung lassen sich teure Fehlentscheidungen beim Umschichten vermeiden. Beachten Sie hierbei stets: Finanzielle Modellrechnungen dienen der Veranschaulichung und stellen keine Anlageberatung i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG dar. Genaue steuerliche Auswirkungen sollten Sie im Einzelfall mit qualifizierten Steuer- oder Finanzexperten besprechen, die Sie unkompliziert über unser Portal finden können.
Wenn Sie sich bei der Umsetzung Ihres Glidepaths eine persönliche, unabhängige Begleitung wünschen, führt Sie unser Service für eine Unabhängige Beratungsvermittlung direkt zu kompetenten Partnern. Möchten Sie sich stattdessen zunächst selbstständig mit den Zahlen vertraut machen, bietet unser Förderrechner Altersvorsorgedepot eine quellenbasierte erste Orientierung. Nutzen Sie zusätzlich unser Vorsorgewissen Informationsportal, um alle regulatorischen Grundlagen im Blick zu behalten und fundiert zu entscheiden.
Häufig gestellte Fragen
- Was ist das Sequence-of-Returns-Risiko bei der Altersvorsorge?
- Das Sequence-of-Returns-Risiko beschreibt die Gefahr, dass ein schwerer Markteinbruch direkt vor oder zu Beginn der Auszahlungsphase eintritt. Da zu diesem Zeitpunkt das Depotvolumen am größten ist, wiegen Verluste besonders schwer und können die lebenslange Rentenhöhe drastisch reduzieren, wenn keine Absicherung erfolgt.
- Muss ich beim Umschichten im Altersvorsorgedepot Steuern zahlen?
- Nein, das ist einer der größten Vorteile des neuen Altersvorsorgedepots ab 2027. Während der Ansparphase sind alle Umschichtungen, Zinsgewinne und Dividenden komplett steuerfrei. Es fällt keine Abgeltungsteuer oder Vorabpauschale an. Erst bei der Auszahlung im Ruhestand versteuern Sie die Erträge mit Ihrem persönlichen Steuersatz.
- Wann sollte ich mit dem Glidepath im Depot beginnen?
- Typischerweise beginnt der Glidepath etwa 10 Jahre vor dem geplanten Renteneintritt. In diesem Zeitraum reduzieren Sie den Anteil an schwankungsintensiven Aktien-ETFs schrittweise und schichten das Kapital in sicherere, schwankungsarme Anlagen um, um das Ersparte vor kurzfristigen Markteinbrüchen zu schützen.
- In welche sicheren Anlagen kann ich im Altersvorsorgedepot umschichten?
- Für den risikoarmen Teil des Depots eignen sich vor allem kurzlaufende Staatsanleihen, Geldmarkt-ETFs oder schwankungsarme Rentenfonds. Diese Anlageklassen bieten zwar geringere Renditechancen als Aktien-ETFs, schützen Ihr angespartes Kapital dafür aber zuverlässig vor plötzlichen Kurseinbrüchen.
- Kann ich das Umschichten im Depot auch von Experten steuern lassen?
- Ja, Sie können Ihr Altersvorsorgedepot entweder als Selbstentscheider manuell verwalten oder auf verwaltete Angebote wie Target Date Funds zurückgreifen, die den Glidepath automatisch umsetzen. Alternativ hilft Ihnen eine unabhängige Beratungsvermittlung, um einen lizenzierten Experten für die persönliche Strategieplanung zu finden.
Quellen
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